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Sonntag, 21. Oktober 2012

Goldener Oktober am Wochenende ...


... es war gestern ein wunderschöner Herbsttag und die Worte "Goldener Oktober" wurden von der Sonne bestätigt. Das Sonnenlicht, die wohltuende Wärme auf der Haut ließen mich wie ein Kätzchen schnurren ... hinweg Alltag ... hinweg Sorgen ... 


Oliver Mohr_pixelio.de
Herbstgedicht

Die weißen Nebel wandeln nun,
wohl übers Land, dem holden.
Des Herbstes Sonne mag bald ruh´n,
noch sind die Tage golden.

Es färbt sich schon der Blätter Laub,
in all den bunten Farben.
Der Wind übt froh an ihnen Raub
und scheint viel Spaß zu haben.

Es schwindet bald der Tage Lust,
die Schauer bringen Kühle.
Monotonie durchdringt die Brust,
wo vorher heiße Schwüle.

Die grauen Tage reifen still,
es brechen sich die Schatten.
Der Sommer zügig sterben will,
den wir so lange hatten.

Es ist nun Herbst, das Jahr packt ein,
und reicht uns seine Hände.
Noch fließt ein warmer Sonnenschein,
doch geht der bald zu Ende.

Hansjürgen Katzer

Fritz Zühlke_pixelio.de

Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub; 
Schenk ein den Wein, den holden! 
Wir wollen uns den grauen Tag 
Vergolden, ja vergolden! 

Und geht es draußen noch so toll, 
Unchristlich oder christlich, 
Ist doch die Welt, die schöne Welt, 
So gänzlich unverwüstlich! 

Und wimmert auch einmal das Herz, - 
Stoß an und lass es klingen! 
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz 
Ist gar nicht umzubringen. 

Der Nebel steigt, es fällt das Laub; 
Schenkt ein den Wein, den holden! 
Wir wollen uns den grauen Tag 
Vergolden, ja vergolden! 

Wohl ist es Herbst; doch warte nur, 
Doch warte nur ein Weilchen! 
Der Frühling kommt, der Himmel lacht, 
Es steht die Welt in Veilchen. 

Die blauen Tage brechen an, 
Und ehe sie verfließen, 
Wir wollen sie, mein wackrer Freund, 
Genießen, ja genießen.
Theodor Storm 



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