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Donnerstag, 8. November 2012

Unser tägliches Brot ...


... diese Worte lesen sich wie ein Gebet, ich möchte aber kein Gebet sprechen. Von Frömmigkeit bin ich auch nicht durchdrungen. Nur kurz andeuten, mein gestriger Tag war schön. Vieles was ich mir vorgenommen, hatte geklappt und so habe ich mich noch Extra belohnt. Indem ich mir kein Essen kochte, sondern in der Pizzeria  Essen bestellte. Hähnchen-Ananas-Curry Pizza, einen großen Hähnchen-Salat mit Honig-Senf-Dressing und als Nachtisch Tiramisu, was alles großartig schmeckte. Natürlich kamen noch 2 Tassen Kaffee dazu, also ein gelungener Tag ... ein besonderer Tag.
Am späten Nachmittag setzte ich mich noch an meinen Computer und las ein Gedicht von Hansjürgen Katzer. Es ist mir so in die Hände gefallen. Dieses Gedicht möchte ich nicht kommentieren aber ich finde, vieles ist für uns selbstverständlich geworden, ohne einen Gedanken an Dankbarkeit zu verschwenden ... für andere Menschen bleibt sehr oft nur das Gebet.


Rainer Sturm_pixelio.de

Unser tägliches Brot 

Obwohl die halbe Welt verreckt,
am kargen Hungertisch der Perversion,
reden wir vom verheizen,
von Mais und von Weizen.
Welch widerliche, kranke Diskussion,
wo doch der Nachbar nur den Hunger schmeckt!

Der Überfluss, der uns gegeben ward,
lässt uns zu ungeheuren Kreaturen werden.
Welch Geist liegt unsrer Welt zugrunde,
wir, die wir gieriger als Höllenhunde,
im Egoismus still vereint, die Herzen hart,
wir auf der Sonnenseite hier auf Erden!
Julien Christ_pixelio.de

Wir, die wir haben unser täglich Brot,
vergaßen viel zu oft den Überfluss zu teilen.
Wir haben alles und es ist doch nie genug,
wir raffen weiterhin, bis hin zum Selbstbetrug,
trotz all der Tränen, die geboren sind aus tiefer Not,
die jeden Tag aufs Neu durch viele Lande eilen!
 © Hansjürgen Katzer, Januar 2006


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