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Montag, 30. September 2013

Weisheiten aus dem Leben ...

... möchte ich heute erzählen, denn ich habe eine gute Webseite gefunden,  wo ich sie entnehmen kann. Es sind keine großen Weisheiten, aber sie sind zu gebrauchen, vielleicht für unsere Politiker auch? Es würde mich freuen ...





Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge.
Chinesische Weisheit 


An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter.
Konfuzius (um 500 v.Chr.)


Aus dem Stein der Weisen macht der Dumme Schotter. 
Deutsches Sprichwort 




Der beste Beweis für Weisheit ist beständige gute Laune. 
Michel de Montaigne (1533-1592)


Der Kluge horcht nach der Vergangenheit, handelt nach der Gegenwart und denkt an die Zukunft.
italienisches Sprichwort


Die erste Stufe der Weisheit bedeutet, das Falsche einzusehen, die zweite, das Wahre zu erkennen. 
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)



Die Gleichgültigkeit ist eine Lähmung der Seele, ein vorzeitiger Tod.
Anton Tschechow (1860-1904)


Die kürzesten Wörter, nämlich "ja" und "nein" erfordern das meiste Nachdenken. 
Pythagoras von Samos (um 500 v.Chr.)


Es ist nicht wichtig, was du betrachtest, sondern was du siehst.
Henry David Thoreau (1817-1862)


Genieße das Leben ständig, denn du bist länger tot als lebendig! 
Sprichwort



Gestern war heute noch morgen.
Ein guter Spruch und ein Album der Böhse Onkelz


Gesunder Menschenverstand in ungewöhnlichem Maße ist das, was die Welt Weisheit nennt. 
Samuel Taylor Coleridge (1772-1834)


Jede Generation lacht über die alte Mode und folgt inbrünstig der neuen.
Henry David Thoreau (1817-1862)


Kein Feuer kann sich mit dem Sonnenschein eines Wintertages messen.
Henry David Thoreau (1817-1862)


Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat: 
Da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung. 
Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluss. 
Franz Grillparzer (1791-1872)




Sonntag, 29. September 2013

Herbstbeginn ...

Am Dienstag beginnt der Oktober mit seinen Herbstgeschichten und ich, ich möchte nur daran denken, ohne gleich zu dichten. 

Herbst


Nun lass den Sommer gehen, 
Lass Sturm und Winde wehen. 
Bleibt diese Rose mein, 
Wie könnt ich traurig sein?
Joseph von Eichendorff





Septembertag

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit, 
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt; 
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit 
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit.
Christian Morgenstern





Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget 
Und voll mit wilden Rosen 
Das Land in den See, levrai.de 
Ihr holden Schwäne; 
Und trunken von Küssen 
Tunkt ihr das Haupt 
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm' ich, wenn 
Es Winter ist, die Blumen, und wo 
Den Sonnenschein 
Und Schatten der Erde? 
Die Mauern stehn 
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Friedrich Hölderlin


Rolf Handke_pixelio.de

Jetzt ist es Herbst

Jetzt ist es Herbst,
Die Welt ward weit,
Die Berge öffnen ihre Arme
Und reichen dir Unendlichkeit.
Kein Wunsch, kein Wuchs ist mehr im Laub,
Die Bäume sehen in den Staub,
Sie lauschen auf den Schritt der Zeit.

Jetzt ist es Herbst,
das Herz ward weit.
Das Herz, das viel gewandert ist,
Das sich verjüngt mit Lust und List,
Das Herz muss gleich den Bäumen lauschen
Und Blicke mit dem Staube tauschen.
Es hat geküsst, ahnt seine Frist,
Das Laub fällt hin, das Herz vergisst.
Max Dauthendey




Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke



Samstag, 28. September 2013

Es ist vorbei ...

... die Bundestagswahl 2013, und wir sind jetzt gespannt, wer uns regieren darf. Ich sehe noch kein Ergebnis aber ich denke mir, es geht auf die Große Koalition zu.
Nun denn ... ich warte ab und gebe mich den Worten "großer Menschen" hin.




Was immer das Leid der anderen lindert oder ihr Glück erhöht, das nenne ich Tugend. Alles, was die Gesellschaft im allgemeinen oder irgendeines ihrer Individuen verletzt, gilt für mich als Laster.
Robert Burns




Das Geheimnis eines glücklichen Lebens liegt in der Entsagung. 
Mahatma Gandhi





Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
Noël Coward





Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, und Sie nehmen ihm zu gleicher Zeit das Glück.
Henrik Ibsen



Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

Oscar Wilde



Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.
Platon



Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.
Ludwig Anzengruber


Gib Worte deinem Schmerz. Grimm, der nicht spricht, presst das beladene Herz, bis das es bricht!
William Shakespeare



Ich habe drei Schätze, die ich hüte und hege. Der eine ist die Liebe, der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. Nur der Liebende ist mutig, nur der Genügsame ist großzügig, nur der Demütige ist fähig zu herrschen.

Laozi



Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?
Albert Einstein


So, das waren meine heutigen Zitaten-Schätze und ich hoffe, es sind einige Schätze auch für euch dabei gewesen. 



Freitag, 27. September 2013

Wilhelm Busch ganz ohne Frage ...

... möchte ich heute, wie ich's sage, mal ganz still und auch bescheiden, zu Worte kommen lassen ... ohne ihn zu beneiden. 





Die Ohrfeige


Hier strotzt die Backe voller Saft;
Da hängt die Hand, gefüllt mit Kraft.
Die Kraft, infolge von Erregung,
Verwandelt sich in Schwungbewegung.
Bewegung, die in schnellem Blitze
Zur Backe eilt, wird hier zur Hitze.
Die Hitze aber, durch Entzündung
Der Nerven, brennt als Schmerzerfindung
Bis in den tiefsten Seelenkern,
Und dies Gefühl hat keiner gern.

Ohrfeige heißt man diese Handlung,
Der Forscher nennt es Kraftverwandlung.


Schein und Sein

Mein Kind, es sind allhier die Dinge,
Gleichviel, ob große, ob geringe,
Im wesentlichen so verpackt,
Dass man sie nicht wie Nüsse knackt.

Wie wolltest du dich unterwinden,
Kurzweg die Menschen zu ergründen.
Du kennst sie nur von außerwärts.

Du siehst die Weste, nicht das Herz.





Das Glöcklein im Walde

Ein Kirchlein steht im Waldrevier,
Da klingt ein Glöcklein für und für,
Das Glöcklein läutet bim, bim!

Ein Knabe und ein Mägdelein,
Die wandeln da im Abendschein,
Im Frühlingswinde rauscht der Baum,
Die zwei, sie wandeln wie im Traum.
Das Glöcklein läutet bim, bim!

Der Knabe sprach: "O Mägdlein lieb!
Warum bist du so still und trüb?"
Das Glöcklein läutet bim, bim!

Die Maid, sie sprach: "Ich bin so stumm
Und weiß doch selber nicht warum.
Mein Herz das klopft und will nicht ruhn,
Als sollt' ich etwas Böses tun,
Und ist mir wieder doch so wohl,
So wonniglich, so ahnungsvoll!
Bald möcht' ich dies, bald möcht' ich das
Ich möchte wohl und – weiß nicht was."
Das Glöcklein läutet bem, bem!

Der Knabe zu derselben Stund.
Der küsst die Maid wohl auf den Mund;
Das Glöcklein läutet bem, bem!

Im Abendwinde rauscht der Baum,
Die Zwei, sie wandeln wie im Traum,
Das Gras ist grün, der Wald ist dicht,
Ich sah die zwei – und seh sie nicht.
Das Glöcklein läutet bum, bum!

Das Glöcklein klingt bald dumpf, bald klar,
So lieb, so süß, so wunderbar,
Bim bim, bem bem, bum bum!



Donnerstag, 26. September 2013

Sprüche ...

... die nicht zu oft zu finden sind, jedenfalls in dieser Zusammensetzung. Ich habe mich gewagt und diese unscheinbaren Worte in meinem Blog integriert. Es wäre schön, wenn für jeden Menschen etwas dabei wäre ... 







Erfahrungen sind Maßarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht.
 Carlo Levi


Ein ungeübtes Gehirn ist schädlicher für die Gesundheit als ein ungeübter Körper.
 George Bernard Shaw


Wann immer ich zwei Übeln gegenüberstehe, wende ich mich dem zu, das ich noch nicht ausprobiert habe.
Mae West


Die meisten Menschen machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
Wilhelm von Humboldt


Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.
Sokrates




Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.
Marie von Ebner-Eschenbach


Die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei ist nur schwer zu ziehen: Stecken Sie sich einen Ring in Ihre Nase, und Sie sind eine Wilde; stecken Sie sich zwei Ringe in Ihre Ohren, und Sie sind zivilisiert.
Pearl S. Buc


Die Leute streiten im allgemeinen nur deshalb, weil sie nicht diskutieren können.
Gilbert Keith Chesterton


Ein Mann mit weißen Haaren ist wie ein Haus, auf dessen Dach Schnee liegt. Das beweist aber noch lange nicht, dass im Herd kein Feuer brennt.
Maurice Chevalier


Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben, aber nicht vom Wahrheit sagen.
Georg Christoph Lichtenberg




Herzlichst Margot

Mittwoch, 25. September 2013

Die Wahl war gestern ...

... und heute wehklagen viele dieser Menschen und ich frage mich, muss dies sein? Es gibt doch viele Dinge über die man, in angemessener Manier, als gut empfinden kann. Und ich habe ein Gedicht von Karin Heringsgausen gefunden, das ich hier und heute euch zeigen möchte ... ich finde es wunderschön.


Meine Freundin Claudia. 



Mein Kind, ich wünsch Dir…



…ich wünsch Dir Arme,
die Dich halten, wenn es Dir schlecht geht.


Ich wünsch Dir Ohren,
die Dir zuhören, wenn Dir alles bis zum Halse steht.


Ich wünsch Dir Hände,
die Dir über die Wange streichen, um Dich aufzumuntern.


Ich wünsch Dir Augen,
die Dich in Deiner vollen Schönheit bewundern.


Ich wünsch Dir den Mut,
jeden Schritt nach vorne zu setzen.


Ich wünsch Dir die Ruhe,
auch mal zu entspannen und nicht zu hetzen.


Ich wünsch Dir die Gelassenheit,
gegebene Dinge einfach so zu akzeptieren.


Ich wünsch Dir die Stärke,
niemals die Hoffnung zu verlieren.



Ich wünsch Dir die Zuversicht,
immer das Gute in allem zu sehen.


Ich wünsch Dir die Kraft,
stets wieder aufzustehen.


Ich wünsch Dir die Ehrlichkeit,
immer deine Meinung zu sagen.


Ich wünsch dir die Neugierde,
öfter mal etwas zu hinterfragen.


Ich wünsch Dir die Güte,
anderen ihre Fehler zu vergeben.


Ich wünsch Dir die Hartnäckigkeit,
stets ein Ziel anzustreben.


Ich wünsch Dir die Lebensfreude,
lächelnd das Leben zu genießen.


Ich wünsch Dir die Zeit,
auch mal die Augen zu schließen.


Ich wünsch Dir einfach alles, was wünschenswert ist,
und dass Du immer so wundervoll bleibst, wie Du bist!




Und ich wünsch Dir, dass Du in schwierigen Situationen immer
jemanden an Deiner Seite hast, der Dir beisteht, der Dir zuhört, 
Dich in den Arm nimmt und wieder zum Lachen bringt!



Diese Zeilen möchte ich meiner Freundin widmen und den Menschen die mich ein bisschen mögen. Kinder sind wir doch alle, also sind diese Worte auch für uns entstanden.



Ich wünsche allen Menschen eine gute Zeit.



Dienstag, 24. September 2013

Meine Meinung ...

... möchte ich heute nach dem Wahltag sagen. Ich habe nicht gerechnet, dass die FDP ganz aus dem Bundestag fliegt, aber ich finde es gut. Deshalb möchte ich auch schreiben was die Presse darüber berichtet. 


Britta Pedersen


FDP-Vorstand um Philipp Rösler tritt geschlossen zurück

Nur 4,8 Prozent hat die FDP bei der Wahl geholt, fliegt damit aus dem Bundestag – ein historisches Debakel. Der Rücktritt von Parteichef Philipp Rösler war daher erwartet worden. Nun zieht sich nach FOCUS-Online-Informationen allerdings der gesamte FDP-Vorstand zurück.
Insgesamt sitzen 54 Personen im Parteivorstand, darunter alle Parteigrößen wie Außenminister Guido Westerwelle, Gesundheitsminister Daniel Bahr und NRW-Spitzenmann Christian Lindner.

Einige davon werden sich vermutlich zur Wiederwahl stellen. Auf einem Parteitag soll ein neuer Vorstand gewählt werden. Der Neuaufbau der Partei wird vor allem über die Länder erfolgen.


Reuters


Merkel sucht Koalitions-Partner, FDP und Grüne vor dem Neuanfang




Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ist die Bundestagswahl 2013 entschieden: Die CDU siegt spektakulär, doch Kanzlerin Angela Merkel kann die Regierung mit der abgestürzten FDP nicht fortsetzen. Bei der SPD ist der Jubel darüber groß. Und auch eine rot-rot-grüne Koalition scheint möglich.





SPD bremst bei großer Koalition

Der Koalitionspoker hat begonnen: Nach dem Wahl-Triumph von Kanzlerin Angela Merkel und dem Aus für Schwarz-Gelb stellen Union, SPD und Grüne erste Weichen für Sondierungsgespräche.

So, das war das Endergebnis dieser Parteiwahlen. Nun warte ich ab, was daraus kommt ...

... die anderen Parteien sind wie bisher im Bundestag und müssen daraus ihr Wahlprogramm machen.

Ich werde alles gut betrachten, auch wenn die AfD nicht in den Bundestag gekommen ist. Es haben leider ein paar Zehntel gefehlt ...



Am Morgen nach der Bundestagswahl hat die Union die Wahl deutlich gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Nach dem am Montag veröffentlichten vorläufigen Endergebnis fehlen Bundeskanzlerin Angela Merkel gleich mehrere Sitze, um alleine regieren zu können. Ihr bisheriger Koalitionspartner FDP scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde und ist erstmals nicht mehr im Bundestag vertreten. Die SPD unter Kanzlerkandidat Peer Steinbrück konnte sich leicht verbessern, ihr Wunsch-Koalitionspartner Grüne büßte aber Stimmen ein. Drittstärkste Kraft wurde trotz Verlusten die Linkspartei. Die euro-skeptische AfD scheiterte bei ihrem ersten Anlauf zum Bundestag mit 4,7 Prozent nur knapp. "Ja hab ich so erwartet. Also ich hab erwartet, dass die CDU Wahlsieger wird, und dass die SPD es nicht schafft." "Ich würd sagen, an der großen Katastrophe sind wir grad noch vorbei geschlittert. Damit stellt die Union künftig 311 Abgeordnete im neuen Bundestag. Die SPD kommt auf 192 Mandate, die Grünen erhalten 63 Sitze, die Linkspartei 64. Damit kommen die drei bisherigen Oppositionsparteien zusammen auf 319 Sitze, womit sie theoretisch eine Regierungsmehrheit hätten. Spitzenpolitiker von SPD und Grünen haben ein solches Bündnis aber abgelehnt. Die Wahlbeteiligung lag mit 71,5 Prozent etwas höher als 2009 mit 70,8 Prozent.

http://www.focus.de/politik/videos/bundestagswahl-2013-union-verpasst-absolute-mehrheit_vid_41417.html







Montag, 23. September 2013

Das Herz und die Zunge ...

"Der Wahltag" ist vorbei und ich möchte auf das, was kommt, mein Augenmerk richten. Gutes oder Böses?  Na mal sehen ... ein Neuanfang, für ein ganzes Volk?  


Das Herz und die Zunge

„Vor vielen Jahren lebte einmal ein mächtiger König. Oft dachte er über die Fragen des Lebens nach. Besonders beschäftigte ihn das Wesen von Gut und Böse. 
Eines Morgens rief er seinen vertrauten Diener zu sich und befahl ihm, die Organe zu bringen, die am besten, am wertvollsten und am schönsten seien.
Nach einer Weile brachte ihm der Diener das Herz und die Zunge eines Tieres. 
Der König schaute sie an und dachte über den Sinn nach. Erneut schickte er den Diener aus.
Diesmal sollte der ihm die hässlichsten und schlechtesten Organe bringen. Schon bald war der Diener zurück und brachte ihm wieder das Herz und die Zunge eines Tieres.
Der König war erstaunt und fragte seinen Diener: 
„ Du bringst mir Herz und Zunge als die schlechtesten und die besten Organe, wie kommt das?“

In seiner bescheidenen Art antwortete der Diener:

„Wenn das, was der Mensch fühlt und denkt, aus einem offenen Herzen kommt und seine Zunge nur ehrlich die Wahrheit sagt, sind Herz und Zunge die wertvollsten Organe.

Wird das Herz aber zu einer Mördergrube, die Wünsche verleugnet und spricht die Zunge nur Unwahres und Falsches, so sind diese Organe eine Strafe für den Menschen, dem sie gehören.

Wer Zwietracht in die Welt setzt, erfüllt auch sein Inneres mit Bosheit und das Glück wendet sich von ihm ab.“

Diese Geschichte ist von Nossrat Peseschkian.


Ich finde das Erzählte schön, mit viel Wahrheit versehen. 




Sonntag, 22. September 2013

Schlauer Bauer ...

Lichtkunst.de_pixelio.de
... und über diese Geschichte musste ich doch ein wenig lächeln. Denn manchmal genügt es nicht, alles zu seiner eigenen Zufriedenheit herzustellen. Alles nach seiner eigenen Version zu arrangieren ... 

Schlauer Bauer

Ich habe ein altes Gleichnis gehört - es muss uralt sein, weil Gott in jenen Tagen noch auf der Erde weilte ...

Eines Tages kam ein Mann zu ihm, ein alter Bauer und der sagte: "Schau, du magst Gott sein, und du magst die Welt erschaffen haben, aber eines muss ich Dir doch sagen: Ein Bauer bist du nicht. Du kennst nicht einmal das ABC des Ackerbaus. Da kannst du noch einiges lernen."

Gott fragte: "Was ist dein Rat?" Der Bauer sagte: "Gib mit ein Jahr Zeit und lass die Dinge so geschehen, wie ich es dir sage, und warte ab, was passiert. - Es wird keine Armut mehr geben!"

Gott willigte ein, und so bekam der Bauer ein Jahr. Natürlich bestellte er nur das Beste und dachte nur ans Beste - keinen Donner, keinen starken Wind, keine Gefahren für die Ernte. Alles angenehm, behaglich, und er war sehr froh. Der Weizen wuchs so hoch!

Wenn er Sonne haben wollte, schien die Sonne,
wenn er Regen wollte, gab es Regen, soviel er nur wollte.
In diesem Jahr lief alles richtig, mathematisch richtig,
Der Weizen wuchs so hoch ...

Der Bauer ging oft zu Gott und sagte: "Schau! Diesmal wird die Ernte so ausfallen, dass es für zehn Jahre, selbst wenn die Leute nicht arbeiten, zu
JouJou_pixelio.de
essen geben wird." Aber als die Ähren eingefahren wurden, war kein Weizen darin. Der Bauer war überrascht. Er fragte Gott: "Was ist passiert? Was ist schiefgegangen?"

Gott sagte: "Weil es keine Widrigkeiten gab, weil du alles vermieden hast, was schlecht ist, blieb der Weizen unfruchtbar. Ein bisschen Auseinandersetzung gehört dazu. Stürme gehören dazu, und auch Donner und Blitzschlag sind nötig. Sie rütteln im Weizen die Seele wach.


Ich glaube, auch wenn man sein eigenes Leben betrachtet, kann man diese Geschichte verwenden. Was wären wir, wenn es keine Auseinandersetzungen gäbe ... wären wir nur wirkungsvolles meterhohes leeres Stroh? Ich glaube, ja ...


Samstag, 21. September 2013

Die dumme, glückliche Stadt ...

es ist eine kleine Geschichte die die Menschen zum Nachdenken anregt. Wir wollen nicht alles in Gute und Böse aufteilen, deshalb wird oft zugestimmt. Zugestimmt zu einer Sache, die nicht gleich erkennbar ist. Doch wir sollten darüber nachdenken ... 

Die dumme, glückliche Stadt


Vom Propheten Mohammed wird folgende Begebenheit berichtet: Der Prophet kam mit einem seiner Begleiter in eine Stadt, um zu lehren. Bald gesellte sich ein Anhänger seiner Lehre zu ihm:


„Herr! In dieser Stadt geht die Dummheit
ein und aus. Die Bewohner sind halsstarrig. Man möchte hier nichts lernen. Du wirst keines dieser steinernen Herzen bekehren.“ Der Prophet antwortete gütig: „Du hast recht!“ 

Bald darauf kam ein anderes Mitglied der Gemeinde
freudestrahlend auf den Propheten zu: „Herr! Du bist in einer glücklichen Stadt. Die Menschen sehnen sich nach der rechten Lehre und öffnen ihre Herzen deinem Wort.“ Mohammed lächelte gütig und sagte wieder: „Du hast recht!“

„Oh, Herr“, wandte da der Begleiter Mohammeds ein: „Zu dem ersten sagst du, er habe recht. Zu dem zweiten, der genau das Gegenteil behauptet, sagst du auch, er habe recht. Schwarz kann doch nicht weiß sein.“ Mohammed erwiderte: „Jeder Mensch sieht die Welt so, wie er sie erwartet. Wozu wollte ich den beiden widersprechen? Der eine sieht das Böse, der andere das Gute. Würdest du sagen, dass einer von den beiden etwas Falsches sieht, sind doch die Menschen hier wie überall böse und gut zugleich. Nichts Falsches sagte man mir, nur Unvollständiges." 

(Lasko, Dream Teams)

Diese kleine Geschichte empfinde ich als sehr lesenswert, sie zeigt mir auf, wie die Menschen denken. Sehen sie nur das Gute, oder auch das Böse in der Welt ... ich finde es schön, wenn man nur das Gute sieht, aber nicht das Böse vergisst.

Freitag, 20. September 2013

Das empfindliche Fragezeichen ...

... eine Geschichte die ich empfinden möchte. Warum? Im Moment finde ich darauf einfach keine Antwort! Werde ich ja sagen können, wenn ich am Ende dieser Geschichte angekommen bin? Na mal sehen ... die Hoffnung stirbt zuletzt ...

Das empfindliche Fragezeichen


Ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen rutschten beim Umfallen eines Bücherstapels aus ihrem Text und marschierten, nachdem sie sich von der Rutschpartie erholt hatten, durch die Zeilen, um ihren angestammten Platz wieder zu finden.

„Da ist ein Platz für dich“, sagte das Ausrufezeichen. „Da steht ein WARUM.“- „Da will ich aber nicht hin“, antwortete das Fragezeichen. „Warum denn nicht?“ fragte das Ausrufezeichen. „Warum, warum, warum wohl“, fauchte das Fragezeichen. „Entschuldige bitte, ich wollte dir nicht auf die Nerven gehen. Ich wollte doch nur wissen, warum du da nicht hin willst.“ - „Das ist es ja gerade“, sagte das Fragezeichen.

„Ich habe schon oft in meinem Leben hinter einem WARUM gestanden. Und danach kamen meistens ganz empörte Sätze, die mich fast umgeblasen haben.“ - „Warum das denn?“ fragte das Ausrufezeichen verwundert. „Man wird doch noch fragen dürfen!“ - „Natürlich darf man fragen“, erwiderte das Fragezeichen. „Aber nicht WARUM. Du musst doch merken, dass Warum fragen die Leute auf die Palme bringen.“ - „OK“, sagte das Ausrufezeichen. „Das kann ich verstehen. Aber ich muss doch Fragen stellen, wenn ich die Gründe von etwas herausfinden will!“ - „Das ist richtig, aber nicht WARUM!“ - „Und warum nicht? Oh, entschuldige bitte.“ - „Ist schon gut. Also, wenn du die Gründe für etwas herausfinden willst, ist es auch nicht sinnvoll, warum zu fragen. Die Leute geben dann meistens Antworten, die sie sich zurechtgelegt haben. Und die fördern nicht gerade das Verständnis der Sache. Oh, ich sehe, du möchtest schon wieder WARUM fragen.“ - „Nein, will ich nicht!“ sagte das Ausrufezeichen empört. „Ich will etwas ganz anderes fragen, nämlich: Wie frage ich dann, wenn ich nicht warum fragen darf?“ - „Das ist eine gute Frage“, sagte das Fragezeichen. „Komm, lass uns mal durch den Text gehen. Dies ist ein gutes Buch, und wir finden sicher eine Stelle, an der ich dir klarmachen kann, wie gute Fragen sich anhören.

Lies mal, hier reden zwei Freunde, Peter und Paul, miteinander. Paul lobt Peter für ein tolles Tennisspiel, das Peter gewonnen hat. Aber Peter sagt zu Paul:
,Ich kann deine Anerkennung nicht annehmen.’
‚Was hindert dich daran?’ fragt Paul.
,Ich bin es nicht wert’, erwidert Peter.
Und Paul fragt weiter: Wie weißt du das?’
Auf diese Frage antwortet Peter: ,Noch nie hat man mir Anerkennung ausgesprochen.’


Daraufhin fragt Paul: ‚Wer hat dich nicht anerkannt?’
Auf diese Frage fällt Peter ein: ,Zum Beispiel mein Vater, Ich habe immer Angst vor ihm.’
Paul fragt daraufhin: ‚Was befürchtest du von deinem Vater?’
,Dass er mich bestraft’, sagt Peter.
‚Wofür bestraft dich dein Vater?’ fährt Paul fort.
,Ich bin schlecht in der Schule’, sagt Peter. ,Dafür bestraft er mich.’
Und Paul fragt weiter: ‚Wie macht er das?’
Peter denkt nach: ,Er redet nicht mit mir’, ist seine Antwort.
Und Paul stellt eine weitere Frage, nämlich: ,Und was bedeutet das für dich?’
Diese Frage lässt Peter weiter nachdenken: ‚Wenn mein Vater nicht mit mir redet, fühle ich mich wertlos’, ist seine Antwort.

„Und so geht es weiter, wie du lesen kannst. In diesem Absatz stehen acht Fragen, hinter die ich mich Hebend gerne stellen würde“, schwärmte das Fragezeichen.
„Und was bewegt dich dazu?“ fragte das Ausrufezeichen.
„Bei diesen Fragen kann ich mitwirken, etwas Wichtiges herauszufinden.“
„Und was ist das Wichtige, das du dabei mithilfst herauszufinden?“ fragte das Ausrufezeichen.
„Du hast es verstanden!“ rief das Fragezeichen voller Bewunderung aus.
„Ja, ich habe verstanden“, sagte das Ausrufezeichen. „Und hinter diesen Satz stelle ich mich jetzt hin.“

(aus: Alexa Mohl, Metaphern-Lernbuch )




Donnerstag, 19. September 2013

Eine wundervolle Liste ...

... so nennt man diese Liste, die eine Lehrerin ihren Schüler/innen gab. Sie sollten daraus lernen ... und sie lernten auch und haben es nie vergessen. 

Eine wundervolle Liste



Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste.
Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. “Wirklich?”, hörte man flüstern. “Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!” und “Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen”, waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.
Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr:
“Waren Sie Marks Mathelehrerin?”
Sie nickte.
Dann sagte er: “Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen.”
Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
“Wir wollen Ihnen etwas zeigen”, sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. “Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen.”
Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.
“Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben”, sagte Marks Mutter. “Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt.”
Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.
Charlie lächelte und sagte: “Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch.”
Die Frau von Heinz sagte: “Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben.”
“Ich habe meine auch noch”, sagte Monika. “Sie ist in meinem Tagebuch.”
Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. “Ich trage sie immer bei mir.” sagte sie und meinte dann: “Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt.”
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.
Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.
von Helen P. Mrosla