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Samstag, 30. November 2013

Wer bist du?

... wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, ich suche nach Geschichten, die meine Seele begeistern oder in Einklang bringen. Bei dieser jetzigen Geschichte musste ich etwas länger auf Erleuchtung warten, denn ich wusste oder weiß es auch noch nicht so richtig ... wer bin ich? Doch eines weiß ich, ich bin auf diesem Weg, es herauszufinden ... und, es hat nichts mit Äußerlichkeiten zu tun. Da bin ich mir so ziemlich sicher ...



Es war einmal eine Frau, die im Koma lag. So lag sie lange. Doch dann erschien es ihr, als sei sie schon tot, als wäre sie im Himmel und stände nun vor einem Richterstuhl.

"Wer bist du?" fragte eine Stimme.

"Ich bin die Frau des Bürgermeisters" antwortete die Frau.

"Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau du bist, sondern, wer du bist."

"Ich bin die Mutter von vier Kindern."

"Ich habe nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist."

"Ich bin eine Lehrerin."

"Ich habe auch nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer du bist."

"Ich bin Christin."

"Ich habe nicht nach deiner Religion gefragt, sondern wer du bist."

Und so ging es immer weiter. Alles, was die Frau erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage "Wer bist du?" zu sein.

Irgendwann erwachte die Frau aus ihrem Koma und wurde wieder gesund. Sie beschloss nun herauszufinden, wer sie war.

Und darin lag der ganze Unterschied.

nacherzählt nach Anthony de Mello




Freitag, 29. November 2013

Der Geizhals ...

... heute fiel mir, nach der großen Koalitionsrunde, das Geld ein, weil ich an meine Rente dachte. Und ich fragte mich, hat es noch den Stellenwert der vergangenen Jahre?  Nein, ich glaube nicht, nicht auf der Basis dieser kleinen Geschichte, aber ich finde sie trotzdem schön ... 
Doch bei der Geschichte vom Axtdieb fielen mir Gefühle ein, als ich einen anderen Menschen verdächtigte, etwas von mir genommen zu haben. Sie waren nicht weit von den Gefühlen in dieser Geschichte entfernt ... nein, er hatte nichts genommen. 

Der Geizhals

Ein sehr geiziger Mann pflegte sein Gold unter einem Baum in seinem Garten

zu verstecken. Jede Woche ging er einmal zu dem Baum, grub das Gold aus und betrachtete es stundenlang.

Eines Tages aber fand er nur ein leeres Loch.


Der Mann heulte vor Kummer so laut, dass die Nachbarn zusammenliefen, um zu sehen, was geschehen war. Als sie erfuhren, was dem Mann passiert war, fragte einer: "Hast du das Gold denn zu etwas gebraucht?"

"Nein," heulte der Geizhals, "ich habe es mir immer nur jede Woche einmal angesehen."

"Dann," sagte der Nachbar "wenn du das Geld nicht direkt gebraucht hast, kannst du doch genauso gut jede Woche herkommen und das Loch anschauen."

(aus Mello, Anthony de: Gib deiner Seele Zeit, Herder, 1999


Der Axtdieb

Ein Mann fand eines Tages seine Axt nicht mehr. Er suchte und suchte, aber sie war verschwunden.

Der Mann wurde ärgerlich und verdächtigte den Sohn seines Nachbarn, die Axt genommen zu haben.

An diesem Tag beobachtete er den Sohn seines Nachbarn ganz genau. Und tatsächlich: Der Gang des Jungen war der Gang eines Axtdiebs. Die Worte, die er sprach, waren die Worte eines Axtdiebs. Sein ganzes Wesen und sein Verhalten waren die eines Axtdiebs.

Am Abend fand der Mann die Axt durch Zufall hinter einem großen Korb in seinem eigenen Schuppen.

Als er am nächsten Morgen den Sohn seines Nachbars erneut betrachtete, fand er weder in dessen Gang, noch in seinen Worten oder seinem Verhalten irgend etwas von einem Axtdieb.

nach Lao Tse

Donnerstag, 28. November 2013

Was man zu schätzen weiß ...

... ist eine Geschichte, die ich heute erzählen möchte. Weil sie mir gefällt und ich dieser Beobachtung, im Laufe meines Lebens, schon einmal begegnet bin. Natürlich nicht mit Viehzeug ... aber mit einer großen Verwandtschaft, die ich in jungen Jahren hatte. 
Die zweite Geschichte erzähle ich gerne, weil sie mir auch schon mal in meinem Leben begegnet ist. Also meine Gedanken sind ihr schon mal begegnet ... 

Was man zu schätzen weiß


Ein Mann kam völlig aufgebracht zum Meister: "Ich brauche dringend Hilfe – sonst werde ich noch verrückt! Meine Frau und ich leben mit unseren Kindern und den Schwiegereltern in einem einzigen Raum. Wir sind mit unseren Nerven am Ende, wir brüllen uns an und schreien. Es ist die Hölle."

"Versprichst du, alles zu tun, was ich dir sage?" fragte der Meister den Mann

"Ich schwöre, ich werde alles tun, was du mir sagst."

"Gut," sprach der Meister "wie viele Haustiere hast du?"

"Eine Kuh, eine Ziege und sechs Küken."

"Nun nimm sie alle zu dir ins Zimmer. Dann komm’ in einer Woche wieder."

Der Mann war entsetzt. Aber er hatte ja versprochen, zu gehorchen. Also nahm er die Tiere mit ins Haus. Eine Woche später kam er wieder, ein Bild des Jammers. "Ich ein nervöses Wrack. Der Schmutz! Der Gestank! Der Lärm! Wir sind alle am Rande des Wahnsinns!" rief er, als er den Meister sah.

"Geh nach Hause", sagte der Meister, "und bring’ die Tiere wieder nach draußen."

Der Mann rannte den ganzen Heimweg. Und er kam am nächsten Tag wieder zum Meister. "Wie schön ist das Leben! Die Tiere sind draußen. Die Wohnung ist ein Paradies – so ruhig und sauber und so viel Platz!"

aus Mello, Anthony de: Eine Minute Weisheit




Wer zu viel philosophiert…


Ein Besucher wollte Schüler in einem Kloster werden. Zuvor wollte er aber mit dem Meister sprechen.

"Meister, könnt Ihr mich lehren, was das Ziel eines Menschenlebens ist?"
"Das kann ich nicht."

"Oder wenigstens seinen Sinn?"
"Das kann ich nicht."

"Könnt Ihr mir das Wesen des Todes erklären und eines Lebens jenseits des Grabes?"
"Das kann ich nicht."

Wütend ging der Besucher davon. Die Schüler waren enttäuscht darüber, dass ihr Meister eine so schlechte Figur gemacht hatte.

Da sagte der Meister tröstend zu ihnen: "Was nützt es, die Essenz des Lebens zu verstehen und seinen Sinn zu begreifen, wenn Ihr es nie gekostet habt? Mir ist es lieber, Ihr esst Euren Pudding, als dass Ihr darüber spekuliert."

aus Mello, Anthony de: Eine Minute Weisheit



Mittwoch, 27. November 2013

Betrug durch Phishing ...

... es fängt wieder die Unehrlichkeit und die Manipulationen auf dem Sektor des Bankwesens an. Jedenfalls habe ich es heute so empfunden, als ich diese E-Mail mit Anhang erhielt. Natürlich habe ich den Anhang nicht geöffnet, denn ich befinde mich nicht bei den Raiffeisen- oder Volkssolidaritätsbanken. Der Absender war www.vr. mit nachfolgendem Länderkennzeichen. Diese Seite scheint aber seriös zu sein. 
Diese Banken geben selbst Warnungen aus. (s.unten über Phishing)

Sehr geehrter Kunde,

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Wir haben eine unregelmäßige Aktivität ihrer Kreditkarte erkannt.
Zu Ihrem eigenen Schutz müssen wir diesen Vorgang überprüfen
und Ihre Kreditkarte vorläufig eingeschränken. Bitte laden Sie das
Dokument im eMail Anhang und überprüfen Sie Ihre Daten. Sollte
Sie diese eMail ignorieren wird Ihre Karte vorübergehend gesperrt.
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Bitte beachten Sie, dass die Benutzung der Website durch Sie informiert bleiben Volksbanken Raiffeisenbanken
Nutzen Sie die Gelegenheit, unser Unternehmen und Reserven.

Thank you,
Kundendienst.
Volksbanken Raiffeisenbanken © Alle Rechte vorbehalten

Was sind Phishing-Attacken?

Bei sogenannten "Phishing-Attacken" versuchen Betrüger im Internet mit gefälschten eMails und Internet-Sites geheime Informationen von Internet-Nutzern zu erschleichen: Eine eMail scheint von einem seriösen Anbieter zu stammen; der Absender und der Inhalt der eMail ist jedoch gefälscht (sogenannte "SPAM E-Mails"). Der Empfänger der eMail wird mit plausibel klingenden Worten aufgefordert, eine bestimmte (gefälschte) Web-Site zu besuchen und dort geheime Daten einzugeben. Dies erfolgt in der Regel als Link in der Phishing eMail. Die Phishing Web-Site hat meist eine sehr ähnliche Adresse und Oberfläche, wie die Web-Site des seriösen Anbieters. Gibt der Internet-Nutzer auf dieser Web-Site seine Daten ein, so kann der Betrüger diese Daten - meist zum finanziellen Nachteil des Internet-Nutzers missbrauchen.
Bei solchen "Phishing-Attacken" werden z.B. Bankkunden aufgefordert, auf der nachgestellten eBanking Login-Seite Benutzerkennung und PIN einzugeben. In einem darauf folgenden Formular werden dann Informationen rund um die Bankverbindung des Kunden abgefragt: z.B. Konto-Nummer, Kreditkarten-Nummer, PINs und TANs etc.

Also, bitte Aufpassen und sich nicht vor Weihnachten noch Unannehmlichkeiten aussetzen. Kein Mensch hat (unaufgefordert durch Betrug) Geld zu verschenken.


Dienstag, 26. November 2013

Spritzgebäck aus dem Halogen-Ofen ...

... im vergangenen Jahr hatte ich ja schon von meinem Halogen-Ofen erzählt. Heute möchte ich ein Spritzgebäck-Rezept dazu aufschreiben, es ist ja bald Weihnachten. Am kommenden Sonntag ist der 1. Advent und da werde ich dieses Rezept ausprobieren. 



Zur Erinnerung, wie ein Halogen-Ofen aussieht.



Falls jemand möchte, hier ist das Rezept:


Zutatenliste:
200g Mehl
1Pk. Zitronenschale (gerieben)
10 g Bourbon-Vanillezucker
8 EL Milch
1 Ei
100g Butter (weich)
80g Butterschmalz
100g Zucker
100 g Mondamin
100g Zartbitterschokolade

Zubereitung:
Weiche Butter, Butterschmalz, Zucker, Ei und Milch schaumig rühren, Vanillezucker und Zitronenschale unterrühren. Mehl und Mondamin unterheben. Gut 30 Min. kalt stellen.

Ofen mit 170 C. 5 Min. vorheizen. Pizzablech oder den Boden einer 24 cm Springform mit Backpapier auslegen. Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und Kringel auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech spritzen. Form auf den niedrigen Rost stellen. Mit 170 C. ohne Erweiterungsring 10 Min. backen.


Im FlavorWave-Oven (Halogen-Ofen) gebacken.
Statt Zitronenschale ein Packung Weihnachts-Aroma unterrühren.
Schmeckt auch sehr gut.
Teigmenge ergibt ca. 40 Stck. Plätzchen.

Form herausnehmen, Plätzchen auf ein Gitter auskühlen lassen. Schokolade im Wasserbad schmelzen und die erkalteten Plätzchen damit verzieren.

Und ich wünsche allen Menschen, die dieses Rezept ausprobieren:
"Guten Appetit"!

Montag, 25. November 2013

Die Schnecke und der Kirschbaum ...

... für Stunden scheint die Sonne, aber es ist trotzdem kalt. Sehnsucht spazieren zu gehen, habe ich nicht, und ich schimpfe auf meinen inneren Schweinehund. Somit schimpfe ich eigentlich auf mich, doch es stört mich nicht, ich mag lieber im Internet beweglich sein als ... und in diesem Moment fällt mir eine kleine Geschichte ein ... 

Die Schnecke und der Kirschbaum

Der Meister wurde einmal gefragt, ob er es nicht manchmal Leid sei und sich
entmutigt fühle, wenn all seine Mühe kaum Früchte trägt. Da erzählte er die folgende Geschichte:

Es war einmal eine Schnecke, die sich an einem nasskalten, grauen und stürmischen Frühjahrstag aufmachte, am Stamm eines Kirschbaumes hinaufzuklettern.

Die Spatzen, die überall im Garten saßen, lachten über die Schnecke und zwitscherten: "Du bist ja ein Dummkopf – schau doch, da sind überhaupt keine Kirschen am Baum! Warum machst du dir die Mühe, da hochzuklettern?"

Die Schnecke kroch unbeirrt weiter und sagte zu den Spatzen: "Das macht mir nichts – bis ich oben angekommen bin, sind Kirschen dran!"

aus Mello, Anthony de:  Gib deiner Seele Zeit

Und es ist mir noch eine kleine Geschichte eingefallen, die mich zum Nachdenken anregt. Diese Geschichte ist mir in meinem Leben schon begegnet ... wenn auch nicht in dieser extremen Form. Ich musste jetzt darüber sehr lachen ...

Die Fragen des Kindes

Das Kind kam zu seinem Vater und setzte sich auf seinen Schoß.

"Du Papi, wie funktioniert der Fernseher?"

"Das weiß ich nicht."

"Du Papi, woher kommt der Strom?"

"Das weiß ich nicht."

"Papi, warum wächst das Gras?"

"Ich weiß es nicht."

"Papi, stört es dich eigentlich, wenn ich all diese Fragen stelle?"

"Natürlich nicht, mein Kind. Wie sollst du denn etwas lernen, wenn du keine Fragen stellst!"

Geschichte gefunden in: Dillman

So, nach diesen beiden lustigen Geschichten, die mich wirklich zum Lachen reizten, beende ich meinen heutigen Internet-Auftritt. Natürlich wünsche ich euch damit eine fröhliche Woche. 


Sonntag, 24. November 2013

Ein normaler Herbsttag ...

... gestern hatte ich Selbstmitleid und habe Fragen gestellt, die man gerne umgeht, ich aber stellte sie mir. Dadurch wurde ich auch nicht glücklicher ... aber mir wurden meine Fragen beantwortet, und ich habe einen Einblick in das Ende des Lebens erhalten. Doch heute mache ich weiter, als ob es diesen Tag nie gab ... mit Gedichte von Annegret Kronenberg.


NACKTE BÄUME

 Es ist kalt geworden.
Wilde Herbststürme
treiben die letzten Blätter
von den müden Bäumen.
Das Laub raschelt nicht mehr
unter unseren Füßen,
weil ständige Regenschauer
es weich und klebrig machen.
Es tut schon nicht mehr weh,
wenn die Bäume nackt
und traurig vor uns stehen.
Jeder weiß, dass sie nun
Zeit und Ruhe brauchen,
um in ihrem Inneren
den Frühling aufzubauen.


EISIGE KÄLTE

Es friert
die Luft ist eisig
trotz Sonnenschein
Die Vögel frieren
und sind hungrig
Gerne streue ich Futter aus
In meinen Ohren klingt
noch der Sommergesang
der gefiederten Freunde nach.


Luise_pixelio.de
HERBSTNEBEL

Nicht nackend und bloß stehen
die laublosen Bäume da.
Sanft umarmt sie eine zarte
Hülle aus leichtem Nebel und Dunst.
Mit weichen, feuchten Lippen
küsst und streichelt sie die raue
Rinde der Bäume.
Es ist nicht viel, aber mehr
als gar nichts.


Klaus-Peter-Wolf_pixelio.de
Klagelied der Blätter im Herbst

Leise flüstern müde Blätter
zitternd an des Baumes Zweigen:
"Was wird aus uns, wie lange noch,
wann beginnt der Totenreigen?

Wie lange können wir noch hier
das Lied des Waldes singen?
Wird es der Sturm sein oder Frost,
der uns am Ende soll bezwingen?

Unsre Schwestern, unsre Brüder,
alle schon erloschen sind.
Wo sie ihre Ruhe fanden,
weiß alleine nur der Wind.

Dürfen wir den Baum noch zieren
für kurze Zeit im bunten Kleid?
Oder wird die nächste Stunde
für uns die Fahrt zur Ewigkeit?"

Kaum war's geklagt, braust rücksichtslos
ein Sturmwind durch das Blättermeer.
Wild wirbelt alles durch die Luft,
nur ein Spatz schaut traurig hinterher.

Christiane Heuser_pixelio.de
Der Winter

"Jetzt komme ich!" knurrt rau der Winter.
"Jetzt beherrsche ich die Zeit!
Ich verwand'le Land und Wälder,
schenke all'n ein weißes Kleid.

Überall lass ich es glitzern,
alles glänzet wie Kristall.
Doch es werden heftig frieren,
die Menschen und das Vieh im Stall.

Keine Blumen werden blühen,
Bäume stehen nackend da,
selbst die kleinen Weidekätzchen
machen sich bei mir noch rar.

Federleichte zarte Flocken
lass' ich leis' vom Himmel schnei'n,
doch unter meiner weißen Decke
wird auch neues Brot gedeih'n."


Mit diesen Gedichten möchte ich allen Leser/innen, meines Blogs, ein wunderschönes Wochenende wünschen.


Samstag, 23. November 2013

Über Tod und Sterben ...


... das Wetter ist wirklich zur Zeit nicht schön, und ich versuche mich mit dem Gedanken an den Tod, anzufreunden. Solche Gedanken machen mich traurig, aber ich möchte mich und "Ihn" verstehen. Verstehen, um ohne Angst in eine unbekannte Welt zu gehen die hoffentlich, bis dahin, noch lange wartet ... vielleicht gibt es diesen Wunsch auch bei euch. Deshalb heute meine Zeilen eines Berichtes, der sich damit beschäftigt ... ich bin beim Lesen dieses Artikels traurig, aber es herrscht auch ein bisschen Heiterkeit bei mir.


Über den Tod

Im “große ICH (das Selbst) Bewusstsein” wird eines ganz klar. Nur die Hülle geht

Der Tod und das Sterben sind für viele Menschen ein heikles und/oder ungeliebtes Thema. Das müsste es nicht sein, denn da ist nichts zu fürchten, da gibt es nichts abzulehnen. Die Persönlichkeitsarbeit hilft bei der Beleuchtung dieses Themas. Und einmal ins Licht gestellt, verliert es all seine 
unwohlerzeugenden Schatten. Es wird dabei auch klar wie tief die Sorge vor Tod und Sterben in unserem Alltagsleben wurzelt. Jede Angst, egal ob vor Dingen, Situationen, Phänomenen oder Personen, hat als Fundament die Sorge vor dem Tod, dem Sterben, dem Verlust des “kleinen ICH”.



Dabei meint es der Tod so gut mit uns. Er tritt in unzähligen Verkleidungen, zu allen Zeiten und an allen Orten in Erscheinung. Mit dieser Allgegenwärtigkeit möchte und kann er uns die Sorge vor ihm nehmen. Es ist fast so, als schreie er den ganzen Tag aus voller Kehle: “Sieh her, ich war, ich bin und ich werde immer sein und dabei tue ich nur meinen Job. Ich bin nicht gut, ich bin nicht schlecht. Ich bin das Leben durch den Tod!”

Wir verlernten seine Stimme zu hören und haben gelernt unsere Augen zu verschließen. Wir sehen nicht, dass jeder Übergang in eine neue Jahreszeit, ein Tanz von Leben und Tod ist. Der Tod der einen Zeit führt - ohne feste Grenze - in das Leben einer anderen Zeit. Wir sehen nicht, dass die Knospen - die uns im Frühling so verzücken - in weiterer Folge zu Blättern und Blüten werden, Samen und Früchte geben, welk werden und dann sterben. Sterben um einen neuen Zyklus zu beginnen, einen neuen Tanz von Leben und Tod.

Auch jeder Abschied birgt Tod und Leben. Egal ob ich mich von
einem Ding (geht verloren, wird gestohlen, geht kaputt)
einer Sache (Gruppe, Bündnis oder Gemeinschaft löst sich auf)
einer Person (ob im Kleinen “wir sehen uns morgen” oder im Großen “wir werden uns nie mehr wiedersehen”

verabschiede, immer ist und wird ein Sterben enthalten sein. 
Und Zeitgleich ist Leben enthalten. Denn nach dem Verlust
eines Dings - wird etwas Neues an seine Stelle treten
einer Sache - wird sich etwas Neues finden wo man zugehört
einer Person - wird eine neue Begegnung stattfinden

Tod und Leben stehen in einem ewigen Tanz. Sie sind dabei fest umschlungen. Untrennbar wie ein liebendes Paar.

In der Sekunde in der das “große ICH (das Selbst)” gefunden, gespürt und verstanden wird, wird auch klar, dass wir nicht sterben können. Wir möchten diese gewichtige Aussage durch eine Analogie zumindest intellektuell erfahrbar machen. Wir bedienen uns dabei dem Leben der Pilze.

Ein Pilz ist eigentlich nicht der Pilz den wir sehen. Was wir sehen ist nur der Fruchtkörper. Der eigentliche Pilz ist eine ungeahnt große und nicht genau vermessbare Verflechtung unter der Erde. Das Mycel. Dieses Mycel bringt Fruchtkörper hervor. Die uns bekannten Pilze. Dabei sind manche groß und manche klein. Es gibt manche, die werden alt und dabei groß. Andere beginnen schon zu welken, obwohl sie noch Pilzzwerge sind. Wieder andere, kommen krumm und schief hervor. Manche werden von unvorhersehbaren Ereignissen beschädigt, können aber weiterleben. Und nicht zuletzt, gibt es jene, die ganz unvorhergesehen gepflügt werden und verschwinden ins Unbekannte. Und all diese verschiedenen Möglichkeiten, all diese gangbaren Wege, berühren und treffen nur den Pilz. Nur die Frucht. Die Form. Das Mycel bleibt unberührt und bringt unbeeindruckt
Myzel
von der Welt der “Früchte und Formen” immer neue Pilze hervor. Der Kreislauf wird nie enden. Die Frucht vergeht, ohne wirklich zu sterben. Denn das was die Frucht ermöglicht, die Form mit Leben füllt, ist so unendlich viel mehr. Und selbst wenn alle Früchte auf einmal dahin gerafft werden würden, und dem Myzel tiefe Wunden geschlagen werden, würde es sich doch über kurz oder lang wieder zu einem großen Verbinden um dann von Neuem Früchte hervorbringen.

Nicht das Leben, sondern die Form stirbt. Dies ist die Botschaft des großen ICH. Dieses Wissen vom Kopf ins Herz zu bekommen, ist das Ende der Angst, ist die Befreiung. 
Wissen aus Büchern, Texten und Erzählungen geht in den Kopf. Wissen selbst zu prüfen um es für sich “erfahrbar” zu machen bringt es ins Herz. Dieses Prüfen ist Arbeit und erfordert Kraft, Zuversicht und Ausdauer. Wir selbst wissen um die Kraft und Hilfsbereitschaft von Lichtwesen und sind für ihre Begleitung dankbar. Ihre Begleitung schenkt uns Kraft und Zuversicht. Für dieses Geschenk sind wir unsagbar dankbar. Wir wünschen dir, dass du auf deinem Weg zum Selbst diese oder ähnliche Begleitung finden kannst oder schon gefunden hast.

So wie wir den Pilz - ohne Wissen um seine Natur - für den Pilz an sich halten, halten wir unser ICH für unser Wesen. Dabei sehen wir nur die Frucht. Speise deinen Geist mit Wissen und prüfe dabei jedoch jede Mahlzeit, jede angebotene Kost (Wissen) selbst auf Geschmack und Bekömmlichkeit. Denn nur das selbst Prüfen kann eine Geschmacksbeschreibung zur Eigenerfahrung werden lassen. Nur wer selbst kostet kann am Ende wirklich verstehen und wissen.




So, nun habe ich diesen Artikel gelesen, ich versuche zu verstehen, aber ich kann es mir nur so einigermaßen vorstellen. Warum? In diesem aufgezeigten, neuen Leben, gibt es keinen Menschen, der mir, wie in meinem jetzigen bisherigen Leben, lieb geworden ist und begegnet. Oder verstehe ich diesen Bericht noch nicht und muss weiterlernen? Ich werde es versuchen ... ihr auch?



Freitag, 22. November 2013

Haltungswechsel ...

... der Tag fing wieder mit Regen und grauem Himmel an. Es waren so gut wie keine Vögel am Himmel zu sehen, und ich ... ich machte mir meine eigenen Gedanken über diese Welt, natürlich beim Lesen im Internet. So gelangte ich auf "lichtkreise.at", um eine Betrachtung einer Geschichte zu lesen, die euch vielleicht auch zusagt.

Vergiss “Gut & Schlecht” - denke einfach “anders”! 


"Wer nicht von Grund auf umdenken kann, wird nie etwas am Bestehenden ändern."
Zitat: Anwar Al Sadat 

"Nichts ist mühsam, was man willig tut."
Zitat: Thomas Jefferson

Verändere nicht die Dinge. Dies kostet Energie und ist nicht von Dauer. Verändere deine Haltung. Haltungswechsel am Beispiel “Volksmusik” - nicht gut oder schlecht sondern IST.

“Verändere dich und es verändert sich die Welt.” Diesen Spruch oder Sprüche
mit ähnlicher Aussage kennst du sicher. Sie alle möchten uns sagen, dass wir nicht die Welt verändern brauchen/sollen, sondern unsere Haltung. Veränderung im Außen durch Veränderung im Innen.
Wir möchten dieses - wenn man sein Selbst finden möchte - wichtige Aussage mit einer Geschichte erfahrbar machen. Es wird sich zeigen, wie einschränkend unser “dualistisches” - also wertendes und trennendes Denksystem ist und wie eine Veränderung von diesem System eine Haltungsveränderung erzeugen kann. Dabei wird aufgezeigt, dass die Welt nicht “da draußen” existiert - sondern von uns in uns erschaffen wird. Wir sind die Konstrukteure unserer Wirklichkeit und als solche allein verantwortlich für diese.

Eine Geschichte:
Es war einmal eine Frau die in einem Altenheim untergebracht war. Ihre große Freude war die Volksmusik. Sie konnte zwar nicht mehr lesen, den Play-Knopf am CD-Spieler fand sie alle mal. Und kaum war die Musik verstummt, war der Knopf schon wieder gefunden. Die Situation war eine Glückliche und Unglückliche zugleich. Glücklich, weil die Dame in einem Einzelzimmer wohnte und somit keinen Mitbewohner stören konnte. Unglücklich für manch einen Pfleger mit Volksmusik-Trauma/-Allergie. Besonders einer litt bei den Pflegebesuchen: ein Pfleger, selbst schon älter und auf Hörgeräte angewiesen. Diese waren zwar top-modern, beim Regeln der Töne in diesem Zimmer versagten sie dennoch zumeist. Zudem hatte unser Pfleger eine besondere Abneigung gegen jene volkstümlichen Klänge und Melodien, die unserer älteren Dame so behagten. Durch diese Haltung war die Besuchszeit genauso kühl, wie der Pflegevorgang.

Aber es kam folgender Tag, an dem der Pfleger das Zimmer betrat, der Spieler auf ertragbarer Lautstärke lief und die Dame auf einem Sonnenlicht beschienenen Stuhl saß und mit fröhlich verzücktem Gesicht leise mitsummte. Als er sie so sah, gab es einen kurzen Moment, in dem sich sein Herz öffnete und somit fühlte er das Verbundensein mit etwas Großem. Der Tatbestand war ihm ein Rätsel, doch der Pfleger wusste, dass er in diesem Augenblick die Emotion der alten Dame aufgefangen hatte und wurde sich soeben um die Bedeutung und den Wert dieser Musik für sie bewusst. Er erzählte ihr über die Probleme mit den Hörgeräten und sie bot - erfreut über das Miteinbezogenwerden - an, die Lautstärke gerne für ihn auf “erträglich” zu regeln. Die Dame hielt sich an ihre Zusage und so kam es, dass der Pfleger lernte Volksmusik nicht mehr zu bewerten. Heute ist Volksmusik für ihn weder gut noch schlecht. Das Erlebnis hat ihn nicht zum Volksmusikfan gemacht. Er weiß der Pfleger lediglich, dass jeder seine eigene Welt hat. Eine Welt die mit unterschiedlichen Bedeutungsgebungen und Sichtweisen gefüllt ist.

Wenn man andere Weltanschauungen respektiert und nicht wertet, entlastet man sich selbst, da man nicht mehr das Opfer von Bewertungen sein wird.

Niemand sollte je davon erfahren, aber heute kommt es ab und zu vor, dass der Pfleger als Zeichen seiner Anteilnahme - natürlich in gedämpfter Lautstärke - mit der alten Dame mitsummt.




“Wenn Ich lächle, lächelt die Welt.” 
Zitat: Andreas Tenzer

Donnerstag, 21. November 2013

Zwei Samen ...

... heute steht mir leider nicht viel Zeit zur Verfügung, um nach großen Geschichten zu suchen. Also nehme ich heute drei ganz kleine Geschichten und ich hoffe, sie gefallen trotzdem. In meinen Augen sind diese Geschichten Fabeln, und es würde mich freuen, wenn man sie erkennen würde ... und die Weisheit darin.

Zwei Samen

Es steckten einmal zwei Samen nebeneinander im Boden.

Der erste Samen sprach: "Ich will wachsen! Ich will meine Wurzeln tief in die Erde senden und ich will als kleines Pflänzchen die Erdkruste durchbrechen, um dann kräftig zu wachsen. Ich will meine Blätter entfalten und mit ihnen die Ankunft des Frühlings feiern. Ich will die Sonne spüren, mich von Wind hin- und herwehen lassen und den Morgentau auf mir spüren. Ich will wachsen!"

Und so wuchs der Samen zu einer kräftigen Pflanze.

Der zweite Samen sprach: "Ich fürchte mich. Wenn ich meine Wurzeln in den Boden sende, weiß ich nicht, was mich dort in der Tiefe erwartet. Ich befürchte, dass es mir wehtut oder dass mein Stamm Schaden nehmen könnte, wenn ich versuche, die Erdkruste zu durchbrechen. Ich weiß auch nicht, was dort oben über der Erde auf mich lauert. Es kann so viel geschehen, wenn ich wachse. Nein, ich bleibe lieber hier in Sicherheit und warte, bis es sicherer ist."

Und so verblieb der Samen in der Erde und wartete.

Eines Morgens kam eine Henne vorbei. Sie scharrte mit ihren scharfen Krallen nach etwas Essbaren im Boden. Nach einer Weile fand sie den wartenden Samen im Boden und fraß ihn auf.
gefunden in: "Chicken Soup for the Soul"

Der Schäfer und die Nachtigall

"Singe doch, liebe Nachtigall!" rief ein Schäfer der schweigenden Sängerin an einem lieblichen Frühlingsabende zu.

"Ach!" sagte die Nachtigall, "die Frösche quaken so laut, dass ich alle Lust zum Singen verliere. Hörst du sie nicht?"

"Ich höre sie freilich." sagte der Schäfer. "Aber dein Schweigen ist Schuld, dass ich nur sie höre."

Gotthold Ephraim Lessing

Der Meister und die Wölfe 

Im Dorf wurden in der Nähe von Meister Shojus Termpel Wölfe gesichtet. Daher ging Shoju eine Woche lang jede Nacht auf den Dorffriedhof und ließ sich dort zur Meditation nieder. Damit wurden die nächtlichen Angriffe der Wölfe beendet. 

Die Dorfbewohner waren begeistert. Sie baten, ihnen die geheimen Riten zu offenbaren, die er vorgenommen hatte, damit sie in Zukunft das gleiche tun könnten. 

Da sagte Shoju: "Es bedurfte keiner geheimen Riten. Während ich in Meditation saß, versammelte sich eine Anzahl Wölfe um mich. Sie leckten meine Nasenspitze und schnupperten an meiner Kehle. Aber weil ich in rechter innerer Ruhe verharrte, wurde ich nicht gebissen."  Anthony de Mello  

Mittwoch, 20. November 2013

Eine Pause für den Winter ...

... es sind heute zwei kleine Geschichten, die mir sehr gefallen, denn der Winter steht vor der Tür. Und ich frage mich, wie werde ich über diesen Winter sprechen? Werde ich klagen oder mich lieber über ihn freuen ... 


Eine Pause für den Winter

Jahr für Jahr schimpften die Menschen auf den Winter. Zu grau sei er, zu kalt, zu lang.

So beschloss der Winter, einfach ein Jahr Urlaub zu machen. Der Herbst könnte ja einen Teil übernehmen und dann der Frühling etwas früher beginnen. Sicher würden die Menschen dann aufatmen und fröhlich sein.

Gesagt, getan: Herbst und Frühling waren einverstanden und so legte sich der Winter aufs Sofa und ließ es sich gut gehen.

Am Ende seines Urlaubs wollte er dann aber doch noch einmal kurz schauen, wie es den Menschen in der Zwischenzeit ergangen war.

Was er da vorfand, waren noch längere Gesichter als je zuvor.

Die Menschen klagten, dass es gar nicht richtig kalt geworden sei und dass es
keinen Schnee gegeben habe. Der Winter sei einfach ausgefallen in diesem Jahr!

Da verstand der Winter die Welt nicht mehr.

Von Tania Konnerth aus ihrem Buch Aus der Schatzkiste des Lebens

Ich verstehe es auch nicht mehr, liegt es an der Zeit oder am Wandel der Zeit? Oder nur am Bedürfnis zu sprechen? Ich werde diesen Winter abwarten und hoffe, es schneit ...


Beim Arzt
Im Sprechzimmer des Arztes saßen dicht gedrängt Menschen und warteten.
Ein älterer Herr stand nach einer Weile auf und ging zur Sprechstundenhilfe.
"Entschuldigung." sagte er freundlich. "Ich hatte einen Termin um 10.00 Uhr. Jetzt ist es fast 11.00 Uhr. Ich möchte nicht länger warten. Bitte geben Sie mir einen neuen Termin."
Im Sprechzimmer wurde getuschelt. Eine Frau sagte zu einer anderen: "Der ist doch bestimmt schon 80 – was kann der wohl so Dringendes vorhaben, dass er nicht warten kann?"
Der Mann hörte die Bemerkung und drehte sich um. Er verbeugte sich vor der Dame und sagte: "Ich bin siebenundachtzig Jahre alt. Und genau deswegen kann ich es mir nicht leisten, auch nur eine Minute der kostbaren Zeit zu vergeuden, die mir noch bleibt."
aus: Gib Deiner Seele Zeit von Anthony de Mello
Und ich muss sagen, diese zweite Geschichte gefällt mir sehr gut, sie zeigt mir auf, wie sinnlos ich meine Zeit, sehr oft, vergeude. An solchen netten Geschichten möchte ich mich einfach nur aufrichten ... auch wenn ich so gut wie nie zum Arzt gehe.
Herzlichst Margot 

Dienstag, 19. November 2013

Nicht mehr zeitgemäß ?

... heute ist ein Herbsttag, dunkel und grau. Ich mache mir Gedanken über das Wetter und über diese kleine Geschichte und frage mich, ist sie in der heutigen
Zeit wirklich nicht mehr zeitgemäß? ... Ich habe wirkliche Zweifel ...

Nicht mehr zeitgemäß ?

Langsam und gemächlich schreitet sie um die Straßenecke. Sie versteckt sich nicht, auch wenn sie schon wieder von weitem die Silhouetten derer sieht, die mit dem Finger auf sie zeigen. Sie weiß genau, es ist lediglich der Neid der sie dazu antreibt und die Unsicherheit, aber manchmal schmerzt es dennoch.

“Sie ist hochnäsig.” sagten sie.

“Sie fühlt sich als etwas Besseres.” behaupteten sie.

In der heutigen Welt ist sie nicht mehr so angesehen wie damals, das hat sie mittlerweile einsehen müssen. Aber was hat sie denn nur falsch gemacht? Sie hatte sich nicht verändert. Aber die Welt um sie herum hatte sich verändert.

Sie schlich die Straße entlang und schaute in ein Fenster. Ein Wohnzimmer, die Eltern und ihre zwei Sprösslinge. Die Kleinen sitzen mit leerem Blick auf dem Boden und lassen sich von den flimmernden, bunten Bildern unterhalten. Auf den drei Büchern im Regal türmt sich der Staub. Sie ist einfach nicht mehr modern, dabei hatte sie geglaubt zeitlos zu sein.

Plötzlich steht der kleine Junge auf und kommt zu ihr ans Fenster. Interessiert
schaut er ihr in die Augen.

“Wer bist du?”

Überrascht und erfreut über so viel Aufmerksamkeit stutzt sie kurz.

Als sie antworten will, blökt die Mutter des Jungen los: “Was willst du denn von der? Komm wieder Fernsehen! Die Werbung ist zu Ende!” Mit einem lauten Knall schließt sie das Fenster.

“Ich bin die Intelligenz.” flüstert sie nur und schleicht mit hängendem Kopf davon.

von Melanie Geilker