Seiten

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Vielen Dank ...

Nun es ist der letzte Tag im Jahr und ich möchte keine zu große Nachlese betreiben. Das Jahr war für mich, wie man so schön sagt, durchwachsen. Es gab sehr schöne Momente und Augenblicke, die nicht so schön waren. Meine Aufmerksamkeit möchte ich aber nicht auf die Vergangenheit lenken, sondern die Gedanken gehen in die Zukunft. Ein liebes Dankeschön möchte ich aber meiner Freundin mit einem Gedicht von Norbert van Tiggelen senden.


Vielen Dank

Vielen Dank für Deine Hilfe,
oft warst Du mein Halteseil.
Gabst mir manchen lieben Dämpfer
und nen Tritt ins Hinterteil.

Danke, dass Du an mich glaubtest,
als ich ganz tief unten war.
Konnte mich auf Dich verlassen -
Du bist einfach wunderbar!

Hast mir oft den Kopf gewaschen,
mich geschubst zu meinem Ziel.
Ohne Dich hätt ich verloren,
Dir verdanke ich sehr viel.

Ehrlich warst Du zweifelsohne, 
und dazu ne gute Bank.
Darum sag ich Dir jetzt herzlich:
Hab für all das vielen Dank!



© Norbert van Tiggelen


Danke Deutschland

Schönen Dank mein liebes Deutschland,
dass ich bin ein Teil von Dir.
Deine Berge, Flüsse, Seen
sind so edel wie Dein Bier.

Vielen Dank auch für den Frieden,
den Du uns seit langem schenkst.
Auch wenn Du nach meiner Meinung
viel zu oft an andre denkst.

Lieben Dank für die Gesetze,
die meist wirklich nötig sind.
Ohne sie wär’ hier nur Chaos
und verloren manches Kind. 

Teuren Dank für all die Straßen, 
Autobahnen und Chausseen,
die Du für uns pflegst und hütest,
ohne sie würd’ vieles steh’n. 

Besten Dank für all die Häuser,
Einkaufszentren, Schulen, Zoos, 
die Du uns zum Leben bietest,
und grad das macht Dich famos. 

Ganz zum Schluss auch noch ein Danke,
dass Du mir so oft verzeihst,
wenn ich über Dich mal schimpfe -
doch manch’ Steuer find ich dreist.

© Norbert van Tiggelen

Nun möchte ich noch ein großes Danke an euch los werden, liebe Leser/innen. Wenn ich in mein Tagebuch schreibe, dann schreibe ich auch an euch und freue mich, wenn es gefällt. Durch eure Interesse möchte ich auch im nächsten Jahr weiterschreiben. 


Wir zusammen!

Wir zusammen sind die Zukunft,
ganz egal, ob schwarz, ob weiß,
wichtig ist, dass wir nicht hassen,
daran tun mit ganzem Fleiß.

Wir zusammen sind der Wohlstand,
ganz egal, ob arm, ob reich,
wichtig ist, dass wir fair teilen,
denn so wären wir stets gleich.

Wir zusammen sind die Masse,
Ganz egal, ob dick, ob schlank,
wichtig ist, dass wir uns schätzen,
und wir zieh’n an einem Strang.

Wir zusammen sind die Menschheit,
ganz egal ob Frau, ob Mann,
wichtig ist, dass wir uns achten,
denn nur so geht es voran.

© Norbert van Tiggelen




Silvesternacht

Hurra, Hurra Silvesternacht
jetzt wird mal wieder Krach gemacht
Raketen fliegen, bunte Sterne
in die weite Himmelsferne
Es wird getrunken und gelacht
ganz lang in der Silvesternacht

Man prostet sich gemeinsam zu
die Nacht hat lange keine Ruh
Das neue Jahr das jetzt beginnt
ist jung noch wie ein kleines Kind
Seht her was für ne schöne Pracht!
Hurra, Hurra Silvesternacht

© Gerhard Ledwina



Dienstag, 30. Dezember 2014

Kurze bunte weihnachtliche Nachlese ...



















Hiermit möchte ich eine kleine kurze Nachlese zum Weihnachtsfest geben.
Es sind nur noch 2 Tage, heute nicht mitgerechnet, bis das Jahr zu Ende geht und wir uns auf ein neues Jahr freuen dürfen.


Wie schrieb Ruth-Ursula Westerop:

Die letzten Jahrestage

Vobeigerauscht sind Ostern und auch Pfingsten -
der Frühling, Sommer, Herbst, November mit Advent.
Der Jugend macht’s nichts aus, nicht im geringsten,
dass Jahr für Jahr die Zeit noch schneller rennt.
Nun ja, die Weihnachtszeit ist angebrochen.
Ob beim Frisör, am Käsestand - im Kaufhaus sowieso -
von Stille Nacht bis Jingo Bells, man hört’s seit Wochen.
Es dudelt unaufhörlich überall, selbst auf dem Klo.
Bei manchen bimmeln noch im Schlaf die Weihnachtsglocken
und als Gespenst erscheinen Wunschzettel vom Meter,
er sieht sich mit Geschenken durch die Gegend socken
für Mutter, Kinder, Neffen, Oma und den Kater Peter.
Ein jeder hat so seine ganz spezielle Weise
wie er die letzten Jahrestage um die Ecke bringt.
Der eine bleibt zu Haus, der and´re macht ´ne Reise
dorthin, wo niemand deutsche Weihnachtslieder singt.
Wer mit Familie, Freunden, Marzipan und Gänsebraten,
Zitronenspeise, Glühwein und noch Magenbitter
das Fest genießt, der ist am besten noch beraten.
Egal, wie immer man sich da entscheidet
und wer was wem und wieviel schenkt,
ob man salopp oder ganz feierlich gekleidet:
Hauptsache, dass man einander denkt.

Ruth-Ursula Westerop   
1927-2010


Ich denke an euch und wünsche in diesem Jahr wie im Nächsten, nur das Beste für euch.

Montag, 29. Dezember 2014

Nach Weihnachten ...

Heute scheint die Sonne bei einer Temperatur von Minus 4 Grad. Es liegt Schnee, der in der Sonne herrlich glitzert. Ich denke ans Jahresende und möchte es mit Gedichten beenden, auch wenn noch 3 Tage Zeit ist.  Da fällt mir zuerst das Gedicht von Elisabeth Kolbe ein. 


Nach Weihnachten

Wie schnell seid ihr entflohen
Zu uns'rem Herzeleid,
Ihr Tage all', ihr frohen,
Voll Glück und Seligkeit.

Nun winkt uns allen wieder
Die altgewohnte Pflicht.
Die Flocken sinken nieder
Vom Himmelsangesicht.

Erloschen sind die Kerzen
Am hellen Lichterbaum.
Jedoch in uns'ren Herzen
Lebt noch ein Weihnachtstraum.

Elisabeth Kolbe



Mit der Freude zieht der Schmerz

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste.
wandeln sich zu Zeiten.
War's nicht so im alten Jahr?
Wird's im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehen und kommen wieder
und kein Mensch wird's wenden.

Johann Peter Hebel

Susanne Richter_pixelio.de


Winter - Landschaft

Unendlich dehnt sie sich, die weiße Fläche, 
bis auf den letzten Hauch von Leben leer; 
die muntern Pulse stocken längst, die Bäche, 
es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.
Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise, 
erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab, 
und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise, 
so gräbt er, glaub' ich, sich hinein ins Grab.

Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend, 
wirft einen letzten Blick auf's öde Land, 
doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend, 
trotzt ihr der Tod im weißen Festgewand.

Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863)


Was sagte Khalil Gibran ...


In jedem Winter 
steckt ein zitternder Frühling, 
und hinter dem Schleier jeder Nacht 
verbirgt sich ein lächelnder Morgen.

und ... Johann Wolfgang von Goethe sagte ...


Man läßt den Winter sich noch gefallen. 
Man glaubt, sich freier auszubreiten, 
wenn die Bäume so geisterhaft, 
so durchsichtig vor uns stehen. 
Sie sind nicht, aber sie decken auch nichts zu.

deutschland-summt.de

Hanns Freiherr von Gumppenberg hinterließ uns folgende Zeilen ...

Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts; wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn genossen und gestrebt.
Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,
das uns im Innern nicht ein Neues bot.
Das Jahr war viel, in allem Leide reich,
das uns getroffen mit des Geistes Streich.
Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang:
nur nach dem Vollen mißt des Lebens Gang,
ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.
Sei jedem voll dies gute, neue Jahr.


Herzlichst Margot.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Die Zauberstiefel


Ach ja, heute müsste Weihnachten sein, es schneit, die Welt sieht ruhig und friedlich aus. Es ist für mich erst heute, nach dem Schneefall, Winteranfang und so gemütlich in der Stube. Meine Suche nach einer Geschichte landete bei den "Zauber-Stiefeln". Diese Geschichte wird von der Autorin zum Vorlesen angeregt, doch ich habe niemanden der zuhört, also schreibe ich sie euch auf ... solche Geschichten sind nicht nur für Kinder gedacht.


Die Zauberstiefel

„Was sind das denn für Dinger?“, wunderte sich Sebastian. Laura stammelte: „Das sind meine neuen Winterstiefel.“ „Die sehen ja komisch aus, so riesig“, machte sich Leona lustig und Sebastian kicherte: „Ein Känguru hat hübschere Füße, nicht so pelzig.“ Laura holte tief Luft: „Meine Stiefel müssen so aussehen, weil...“, sie wurde ein bisschen rot, „weil es nämlich Zauberstiefel sind.“ Sebastian spottete: „Ach und was können die so?“
Laura überlegte: „Sie machen mich größer“ und bevor Leona und Sebastian sie auslachen konnten, gab es ein flutschendes Geräusch und Laura war ein Stückchen größer als die Freunde. Zuerst waren die beiden still, dann redeten sie durcheinander: „Wahnsinn, was können deine Schuhe noch?“ Laura überlegte. „Mit den Stiefeln kann ich besonders schnell gehen“, sprach sie und schon waren die Zauberschuhe in Eilgeschwindigkeit mit ihr unterwegs zum Klassenzimmer. „Stop“, rief sie. „Die Schule ist aus, ich will heim!“ Eine schnelle Drehung und die Stiefel stapften mit ihr nach Hause. Laura konnte ihren Freunden nur noch zuwinken.

Von da an zog Laura die Zauberstiefel nicht mehr aus. Sie trug sie nachts im Bett, sie trug sie, als es Frühling wurde und sogar im Schwimmbad ließ sie die Stiefel an. Nach dem Schwimmen quietschte das Wasser in den Schuhen bei jedem Schritt aber das machte Laura nichts aus. Dafür schwamm sie mit den Schuhen wendig wie ein Delfin. Und niemand lachte sie mehr aus. Vielleicht lag es auch daran, dass Laura den anderen von ihrer Zauberkraft etwas abgab: Sie wünschte sich stark und trug den Freunden die Schulranzen. Auch konnte sie nun die schwierigsten Rechenaufgaben lösen und erklärte diese gern ihren Freunden. In der Pause flog sie mit den Mitschülern eine Runde über den Schulhof, bis der Pausengong sie zurückrief.

Eines Morgens wachte Laura auf und weinte: „Die Füße tun mir so weh!“ Die Mutter erklärte: „Deine Zauberstiefel sind dir zu klein geworden, du musst sie ausziehen.“ 
Laura war unendlich traurig. Was würden die anderen sagen?. Mit hängendem Kopf ging sie Leona entgegen. „Ich kann dir die Schultasche nicht mehr tragen“, schluchzte sie. „Meine Stiefel passen mir nicht mehr.“ Leona legte tröstend den Arm um Laura und grinste: „Dann können wir endlich wieder zusammen zu Fuß zur Schule gehen und uns unterhalten. Das habe ich vermisst. Mit den Zauberstiefeln warst du viel zu schnell für mich.“
  
Anita Radipentz

Diese Geschichte erinnert mich an meine Jugendzeit, so erging es mir, als ich einen Motorroller hatte. Meine Fahrt in den Betrieb war wunderbar, nur wenn es nach Hause ging, störte er mich. Ich konnte nicht mehr gemeinsam mit anderen Arbeitskollegen ins Café oder Restaurant oder einfach nur so Bummeln. 
Damit war sein Schicksal beschlossen, ich verschenkt ihn und die Gemeinschaft war wieder hergestellt. Es war wieder schön ...  


Samstag, 27. Dezember 2014

Kalorien-Regeln

Hallo, da bin ich wieder und ich freue mich auf euch. Hoffentlich habt ihr das Fest gesund und munter überlebt und habt euch dem Essen, mit verschiedenen Regeln, angepasst. Ich habe mich keiner Schlankheitsregel unterworfen, sondern ich habe schon vorher gewusst, wie ich essen muss, um nicht zuzunehmen. Damit ihr auch nicht zunehmt, es kommen ja noch ein paar Feiertage, schreibe ich euch meine Regel auf, die ich bei www.stupidedia.org/stupi/Kalorie, gefunden habe.




Kalorienregeln 


1. Wenn du etwas isst, und keiner sieht es, dann hat es keine Kalorien.

2. Wenn du eine Light- Limonade trinkst, und dazu eine Tafel Schokolade isst, dann werden die Kalorien der Light- Limonade vernichtet.

3. Wenn du mit anderen zusammen isst, zählen nur die Kalorien, die du mehr isst, als die anderen.

4. Essen, welches zu medizinischen Zwecken eingenommen wird, wie z. Beispiel, heiße Schokolade, Rotwein, Glühwein, Cognac zählt NIE.



5. Je mehr du diejenigen mästest, die täglich um dich sind, desto schlanker wir(k)st du selbst.

6.. Essen, welches als Teil der Unterhaltung verzehrt wird ( Popcorn, Erdnüsse, Limonade, Schokolade, Eierlikör, Pralinen oder Chips) z. B. beim Fernsehen enthält keine Kalorien, da es nicht als Nahrung aufgenommen wird, sondern als Teil der Unterhaltung dient.

7. Kuchenstücke und Gebäck enthalten keine Kalorien, wenn sie gebrochen oder Stück für Stück verzehrt werden, weil das Fett verdampft, wenn es verzehrt wird.

8. Alles was von Messern, aus Töpfen, oder von Löffeln geleckt wird, während man Essen zubereitet, enthält keine Kalorien, weil es ja Teil der Nahrungszubereitung ist.



9.Essen mit der gleichen Farbe hat auch den gleichen Kaloriengehalt (z. B. Tomaten und Erdbeeren, Pilze und weiße Schokolade)

10. Speisen, die eingefroren waren, enthalten keine Kalorien, da Kalorien eine Wärmeeinheit sind.

Mein Kommentar dazu:

Diese Regeln kleben nicht nur über Weihnachten an meinem Kühlschrank.



Wie sagt Dr. med. Eckart von Hirschhausen dazu: Ich habe meine eigene Theorie: Wenn ich mal einen Abend zu viel gegessen habe, dann zwinge ich mich dazu, nachts die gleiche Menge in Form von Eiscreme hinterher zu essen. Schließlich sind Kalorien ja eine Wärmeeinheit. Und deshalb darf man alles, was unter null Grad gegessen wird, von der Bilanz wieder abziehen.

www.stern.de/gesundheit/sprechstunde-das-geheimnis-der-minus-kalorien-558068.html


Würde mich freuen, wenn ihr diese Regeln, nicht ganz zu ernst nehmen würdet.
Wünsch euch ein wundervolles Wochenende, mit oder ohne diese Regeln.


Herzlichst Margot.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Frohe Weihnacht ...


Ein frohes Weihnachtsfest ...
... möchte ich allen lieben Menschen wünschen, die mein Blog besuchen, ich werde mir eine kurze Auszeit nehmen und mich nach den Weihnachtsfeiertagen zurückmelden. 

Es freut mich sehr, dass ich so viele Leser/innen gefunden habe denen meine Beiträge gefallen. Dafür möchte ich mich bei euch recht herzlich bedanken.

Ich wünsche euch allen ...



Verlebt diese Tage mit voller Herzlichkeit auch den anderen Menschen gegenüber. Begegnet ihr Menschen, die nicht so gesund sind wie ihr,
dann schenkt ihnen ein offenes Lächeln.
Dieses nachfolgenden Gedicht, dass ich von einem unbekannten Autor gefunden habe, haben mich zu diesen Zeilen aufgefordert und ich schreibe sie gerne, von ganzem Herzen ...

Ein Lächeln vielleicht

Meine Beine können nicht laufen,
sie liegen ganz still.
Meine Hände nicht greifen,
auch nicht, wenn ich will.
Meinen Kopf kann ich nicht halten,
die Stütze hält ihn für mich.
Doch meine Augen können sehen,
sie sehen auch dich.

Ich frage mich, was du im Augenblick denkst,
ob du wegschaust, oder ein Lächeln mir schenkst.
Bleibst du jetzt stumm oder sprichst du mit mir.
Ich unterhalte mich gerne, auch mit dir.
Wenn ich dann spüre, dass du mich magst
Und nicht nach meiner Behinderung fragst,
bekommt auch meine Leben einen Sinn,
es fällt mir leichter, dass behindert ich bin.

Die herzlichsten Grüße sendet euch Margot.
Frohe Weihnacht!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Ein Heilig-Abend

Einen guten Tag und ein sehr schönes Weihnachtsfest wünsche ich allen Menschen.
tokamuvi_pixelio.de
Der Heilig-Abend kann kommen und den Menschen Freude bringen. Nein nicht wegen der Geschenke sage ich diese Worte, sondern es ist wunderschön, wenn eine Familie zusammen sitzt und sich über oder auch mit den anderen Menschen freut. Es ist schön zu sehen, wenn sich die Wangen vor Aufregung röten. 
Doch es gibt auch Situationen, wie in dieser nachfolgende Geschichte beschrieben wird.  Nun, ich hoffe, es sind nur ein paar Ausnahmen und kein Mensch muss warten, dass jemand zu ihm kommt. 

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern, egal in welchem Land er lebt, ein wundervolles, glückliches Weihnachtsfest.  




Ein Heilig-Abend
von Gabriele Maricic–Kaiblinger

Langsam setzte er sich auf. Seine Füße schlüpften in die zerschlissenen Filzpatschen, die vor dem Bett standen und seine rechte Hand griff nach dem Morgenmantel, der fein säuberlich über einer Sessellehne hing. Langsam, die Hand auf einen Stock gestützt, bewegte er sich ins Badezimmer. Als er wieder rauskam, fragte ihn der Mann, mit dem er das Zimmer teilte: 
"Was ist los? Was tust du schon so früh auf?" 
"Weißt du nicht, was heut' für ein Tag ist?" 
"Was denn für einer?" 
"Heilig-Abend." 
"Und? Den feiern wir doch erst am Abend ... jetzt ist es sieben Uhr ..." 
"Ja, aber sie könnten kommen ..." 
"Wer?" 
"Mein Sohn, die Enkel und ihre Familien ..." 
Der Mitbewohner seufzte. 
"Seit drei Jahren hat dich niemand besucht." 
"Sie wohnen weit weg." 
"Hunderte Kilometer sind trotzdem nicht aus der Welt." 
"Letztes Jahr war jemand krank." 
"Aber nicht alle." 
"Sie haben Pakete geschickt." 
"Ja, ja ..." 
Nadine Krauße_pixelio.de
"Bei dir kommt doch auch niemand." 
"Ich hab' auch niemanden mehr." 
"Heute kommen sie bestimmt. Ich spür's." 
Der alte Mann zog sich an und zündete die vier Kerzen am Adventgesteck an, das in der Mitte des Tisches stand. Sein "Zimmergenosse" seufzte nochmal, dann stand auch er auf. Eine halbe Stunde später gingen sie in den Gemeinschaftsraum, um zu frühstücken. 

Das Mittagessen nahmen sie heute im Zimmer ein, da der Gemeinschaftsraum für die Weihnachtsfeier am Abend festlich geschmückt wurde. Sie nahmen beide nur wenig zu sich, um beim Festmahl etwas mehr zulangen zu können. Weihnachtsmusik klang aus dem kleinen Radio und die Kerzen am Adventkranz hatten die beiden ebenfalls wieder angezündet, um jetzt schon etwas Stimmung herbeizuzaubern. 
„Siehst du, heuer hast du nicht mal Post bekommen“, konnte sein Zimmerkumpel sich's nicht verkneifen zu sagen. Er war nun mal Realist, schon in jungen Jahren gewesen. 
„Gutes Zeichen. Sie kommen selbst. Jetzt ist es sicher“, antwortete der alte Mann und lächelte. 
„Du bist ein Träumer ...“ 
„Solltest du auch mal versuchen.“ 
Der „Realist“ schüttelte nur verständnislos den Kopf. Träumen? Er hatte die Wirklichkeit schon immer genommen, wie sie war. 
„Wenn ich meine Träume nicht hätte, was dann noch …?“. Der alte Mann blies die Kerzen aus und legte sich aufs Bett, ohne eine Antwort abzuwarten. Für ihn war's sowieso mehr Feststellung als Frage. Das wusste sein Gegenüber und legte sich ebenfalls zum Mittagsschläfchen hin. 

Um halb fünf Uhr Nachmittag nahmen alle Altersheimbewohner im festlich dekorierten Gemeinschaftsraum Platz. In der Ecke beim großen Fenster war ein Christbaum mit bunten Kugeln, Nüssen, roten Äpfeln, Lebkuchen und Strohsternen geschmückt worden. Elektrische Kerzen ließen die Kugeln glänzen. Daneben, auf einem kleinen Tisch, stand eine Krippe mit selbstgeschnitzten und bemalten Figuren. Weiße Tischdecken zierten die Tische, in deren Mitte jeweils ein nach frischen Nadeln duftendes Gesteck mit einer Kerze drauf, stand. Selbst auf die Fensterscheiben waren mit weißem Kunstschnee Sterne gesprüht. 
Der „Hauspfarrer“, der ebenso jeden Sonntag für die betagten Menschen Zeit hatte, zelebrierte die Hl. Messe. Doch der alte Mann, ansonsten stets andächtig den Worten des Pfarrers lauschend, war heute unruhig. Immer wieder blickte er zur Eingangstür und als der Pfarrer das Weihnachtsevangelium verlas und vom Kind in der Krippe erzählte, da schweiften seine Gedanken vollends ab. Er dachte an seine eigenen Kinder, Enkel und Urenkel und dass ihr Erscheinen bei ihm persönlich genausoviel Freude auslösen würde wie das Gedanken an die Geburt von Jesus. Sogar die Weihnachtslieder sang er nur bruchstückhaft mit, obwohl er die Texte alle konnte und immer gerne gesungen hatte. Und als eine Gruppe Volksschulkinder ein Hirtenspiel vorführte, waren seine Gedanken abermals bei seinen Nachkommen. 
NOEL-Agap 2
Beim Festmahl stocherte der alte Mann nur herum, auch von den Keksen kostete er, der ansonsten trotz seines Alters noch sehr vernascht war, nur wenig. Nicht mal über das Geschenk der Heimleitung – ein Paar warme Hausschuhe, die er sich bereits lange gewünscht hatte – konnte er sich so richtig freuen. Es fehlte einfach etwas. Etwas fehlte ganz und gar. Schließlich konnte er die heitere Feststimmung nicht länger ertragen. Er ging auf sein Zimmer und wartete. 
„Sie kommen sicher bald“, murmelte er dabei vor sich hin. 
Später, es war neun Uhr abends vorbei, kam sein Zimmer-Mitbewohner. 
„Was bläst du hier alleine Trübsal? Du kennst doch deine Verwandten ...“ 
„Sie kommen. Ich spür's. Vielleicht … vielleicht morgen am Christtag. Ja, das wird’s sein. Sie kommen am Christtag. Ist doch logisch! Ist ja erst der richtige Feiertag“, fügte er noch, mehr für sich selbst, hinzu. So konnte er noch einen Tag hoffen, dass es so sein könnte … und träumen. 

Titel: Ein Heilig-Abend
Autor: Gabriele Maricic-Kaiblinger


Herzlichst Margot.


Dienstag, 23. Dezember 2014

Das Christkind


Heute bin ich, wenn es auch stürmisch war, zum Einkauf gegangen. Meine letzten Dinge wurden so erledigt und das Weihnachtsfest kann kommen. Leider fehlt mir der Schnee was das Fest feierlich machen würde. In meiner Erinnerung fällt mir ein, auch im vergangenen Jahr lag schon kein Schnee und ich habe Angst es wird in den nächsten Jahren auch so kommen. Muss ich deshalb anfangen zu beten? Es wäre für mich etwas ungewohnt ... doch nicht Geschichten zu lesen und sie zu verbreiten. So wie diese Geschichte vom Christkind ...



Das Christkind

Eisig wehte der Wind durch die verschneiten Strassen. Ingolf war froh, nach der langen Fahrt endlich daheim zu sein. Er trat in den Flur und schüttelte sich erst einmal den Schnee aus dem Mantel. Oh, wie war es doch schön endlich zu Haus zu sein. Die Heizung hatte Gaby voll aufgedreht. Auf dem Tisch lag ein Zettel: „Mein Liebling! Mach es dir gemütlich, Paula schläft, die Tür zum Kinderzimmer ist offen. Bis morgen früh Gaby.“ Ingolf wusste, dass er jetzt nur sein kleines Mädchen schlafend antreffen würde, da Gaby Nachtdienst in der Klink hatte. Es war ihre letzte Schicht, dann kam für die kleine Familie das Christfest. Nachdem sich Ingolf aufgewärmt hatte, ging auch er schlafen. Morgen früh musste er zeitig für Paula ausgeschlafen sein, da Gaby nach ihrem anstrengenden Dienst erst einmal Schlaf benötigte.
Am nächsten Morgen kam Gaby ganz aufgeregt heim. „Guten Morgen ihr Lieben! Na noch nicht ausgeschlafen? Heute ist Weihnachten!“ Paula hüpfte sofort aus dem Bett „Weihnachten, Weihnachten...“ rief sie immer wieder. „Nun komm, leg dich erst mal hin. Paula und ich werden den Baum nach dem Frühstück schmücken“, meinte Ingolf noch etwas verschlafen. „Aber bitte weck mich um zwölf Uhr, ich habe eine große Überraschung für euch und muss unbedingt noch einkaufen.“ „Das können wir doch machen, schreib uns auf, was benötigt wird. Wir holen es dann schon.“ Ingolf gönnte seiner Frau den Schlaf. 
Diesmal aber blieb Gaby stur. „Ich muss die Einkäufe selbst machen, sonst kennt ihr meine Überraschung“. Paula schaute ihren Vater fragend an, dieser zuckte nur mit den Schultern. Als Ingolf mittags seine Frau weckte, lief sie ganz eilig in die Kaufhalle. Danach machte sie sich fertig, deckte den Kaffeetisch und alles ging seinen gewohnten Gang. Nach dem Kaffee ging Paula mit ihren Eltern zur Christvesper.

Daheim war wie jedes Jahr im Anschluss daran die Bescherung. Paula freute sich über ihren neuen Puppenwagen und das hübsche Puppenkind. Als alle Geschenke ausgepackt waren, fragte Ingolf etwas neugierig: „Was ist denn nun deine Überraschung?“ „Wartet ab, die kommt morgen früh“, schmunzelte Gaby. „Heute ist doch Weihnachten“. staunte Paula und schaute kurz von ihrem Spielzeug auf. „Wartet ab“, lächelte Gaby noch einmal, in sich hinein. Am ersten Feiertag hielt es keinen der Drei lange im Bett. Kaum war das Frühstück beendet fragte Paula auch schon: „Und die Überraschung?“ „Na dann zieht euch mal an, damit wir rausgehen können“, forderte Gaby ihre Beiden auf. „Anziehen? Ich denke die Überraschung ist schon hier“, wunderte sich Paula. „Nein, sie ist noch nicht hier! Wir müssen sie holen“, lächelte die Mutti. „Wo ging es nur hin? Der Weg führte gerade zu Muttis Arbeitsstelle“, dachte Paula. „Was wollte Mutti nur im Krankenhaus? Die Bescherung für die Kinder war doch schon am vierten Advent gewesen.“ Paula kam aus dem wundern nicht heraus. Mutti ging ins Schwesternzimmer und kam mit Gisela wieder. „Na wollt ihr euer Christkind  

abholen“, fragte diese und sah Paula an. „Unser Christkind?“ – Paulas Augen wurden immer größer. „Dann kommt mal mit.“ Gisela führte die Drei zu einem Zimmer und öffnete die Tür. Und da lag.... ein kleines, schlafendes Baby. „Ist das süß“, rief Paula voller Begeisterung. „Ein Kind für uns“, staunte jetzt auch Ingolf. „Wir wollten doch schon immer ein Geschwisterchen für Paula und dies Christkind wurde uns gestern vor die Tür gelegt“, erklärte Gaby. „Wir können es behalten?“ Paula umarmte stürmisch ihre Mutti. „Das weiß ich noch nicht. Da gibt es noch vieles was geregelt werden muss“, erklärte Gaby ihrer Tochter. „Heute dürfen wir es mitnehmen, das hat Doktor Berger erlaubt.“ Die Freude der ganzen Familie war groß. Als im nächsten Jahr die Kerzen angezündet wurden und Christian freudige Schreie ausstieß beim Anblick des Weihnachtsbaumes, feierten alle gemeinsam den ersten Geburtstag ihres Christkindes.
Autor:© Christina Telker                        


Herzlichst Margot

Montag, 22. Dezember 2014

Seltsame Töne ...

Gerd Altmann_pixelio.de
Mein erster Blick, wenn ich aus dem Bett steige und den Rollladen hochziehe, gilt dem Wetter. Heute ist kein Regen zu sehen, auch wenn der Himmel sich geschlossen zeigt. Meine Hoffnung aber gilt dem morgigen Tag, ohne Regen meine letzten Einkäufe zu tätigen. Heute ist Ruhetag und ich denke an Weihnachten ... es sind nur noch 3 Tage zum Heiligen Abend. Sehr schöne Gedichte über Weihnachten hat Anita Menger geschrieben ... 



Seltsame Töne

Ein Gedicht von Anita Menger

Ein Kichern und Tuscheln,
ein Wispern und Raunen.
Die seltsamen Töne,
sie lassen mich staunen.

Hier sitzen die Engel
und singen im Chor.
Dort werkeln sie eifrig - 
was geht denn da vor?

Die himmlischen Lieder,
geübt mit viel Fleiß.
Geschenke gebastelt - 
das ist der Beweis!

Auch riecht es nach Plätzchen
mit Anis und Zimt.
Es weihnachtet wieder -
jetzt weiß ich´s bestimmt.


Weihnachtszauber
von Anita Menger

Bei frostig kalter Winterluft
träum ich vom süßen Tannenduft
und warmen Kerzenschein.
Bei frostig kalter Winterluft
Vom leisen Fall der weißen Flocken
dem hellen Klang der Weihnachtsglocken
und möchte Kind noch sein.

Mit Ungeduld und voller Freud´
erwarten was die Weihnachtszeit
an Wunder mit sich bringt.
Stattdessen hetze ich durch Straßen,
besorge schnell was wir vergaßen -
und nur die Kasse klingt.

Voll Sehnsucht denke ich zurück
an weihnachtliches Kinderglück -
wie reich der Schnee doch fiel.
Ich höre das Adventsgedicht
das Mutter jeden Sonntag spricht -
seh´ mich beim Krippenspiel.


Und dann erst in der heil´gen Nacht -
wie spannend wurde es gemacht -
geheim war stets der Raum.
Gemeinsam gingen wir hinein
und sangen froh beim Kerzenschein
das Lied: „Oh Tannenbaum".

Da rührt sich etwas tief in mir
und plötzlich weiß ich - jetzt und hier -
es liegt an mir allein.
Das Kind ist einst im Stall geboren -
der Zauber er ging nicht verloren -
er will gelebt nur sein.



Weihnachtswundertraum
von Anita Menger

Wir staunen und sind hell entzückt
wie herrlich ist der Markt geschmückt.
Und mittendrin bestrahlt von Licht
das Christkind seine Botschaft spricht.

Ein Chor das Weihnachtslied anstimmt
der Zauber uns gefangen nimmt.
Hier um den großen Tannenbaum
lebt er - der Weihnachtswundertraum.

In uns das Kind erwachen will -
das sich noch heute - wenn auch still
auf´s weihnachtliche Wiegenfest
von Herzen freut - wenn man es lässt.

Lasst es nur zu - habt doch den Mut
das „Kind sein" tut uns allen gut.
Vergesst den Stress - nur Menschlichkeit
ist Trumpf - in dieser stillen Zeit.



Herzlichst Margot