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Freitag, 31. Januar 2014

Danke ...

... kein Winter in Sicht. Die Sonne strahlt und ich denke an Frühling, zuerst an Gänseblümchen. Da fällt mir dieses kleine Gedicht ein ...

    



Blumengeschäfte
verkaufen
keine Gänseblümchen
sie sind
wohl auch
unverkäuflich genauso wie ich
Liebe
Zärtlichkeit
Freundschaft und Menschen
nicht kaufen kann Sie wachsen wild
blühen unbeachtet
und warten nur auf jemanden
der sich
endlich
bückt 

v. Andrea Schwarz


Nun möchte ich mit diesem Vers "Danke" sagen. Es ist ein besonderes Danke ... ein Danke an mein Leben und allen Menschen, die mir geholfen haben durchs Leben zu kommen.




DANKE

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.

Paulo Coelho



Herzlichst Margot.


Donnerstag, 30. Januar 2014

Muscheln ...

... ich weiß nicht ob ihr auch auf Muscheln steht, aber ich finde sie schön. Nein, ich sammel keine, denn ich wohne zu weit von einem Strand entfernt. Nur, wenn ich im Urlaub war und sie fand, fühlte ich mich wie ein kleines Kind was einen Schatz gefunden hatte, sie erzählten mir Geschichten ... so wie diese schönen Zeilen.





Wie Muscheln

liegen sie 
an deinem Strand

Warten darauf
von dir gefunden zu werden.

Manche liegen sehr lange dort,
andere werden von der nächsten Flut
zurück in' s Meer gezogen.

Nur wer sie aufsammelt
und ihre Schönheit,
ihre Wahrheit
und ihre Struktur

im hellen Licht betrachtet,

dem können sie ihre
Geschichte von ihrer
Reise durch das tiefe Meer
erzählen.


Du musst sie nicht besitzen,
das gleicht einem
hoffnungslosen Kampf
gegen die Urgewalt des Meeres -
trage ihre Geschichten nur
tief in deinem Herzen.

Sie können der Schlüssel sein
für die Geheimnisse des Lebens,
für die Schatzkisten
an deinem Strand,
oder sind es selbst.

Habe also keine Angst 
vor einer rauen,
stürmischen und bewegten
See.

Sie wird dir mehr Muscheln
an den Strand spülen,
als ein ewig flaches Meer
bei Sonnenschein.


Genieße die sonnigen Stunden
bei Ebbe
und sei tapfer bei Sturm
und hohen Wellen.

Das Bild des Sandes
an deinem Strand
ist vergänglich
und jeden Tag neu.


Gezeichnet von den Menschen
und bereinigt von der Flut.

Besuche auch andere Strände,
an denen der Wind das Meer
aus einer anderen Richtung
an das Ufer treibt.

Vertraue auf dein Gefühl
welche Muschel dir gefällt.

Aber nimm dir auf jeden Fall
die Zeit,
die Muscheln zu betrachten.

Halte sie in die Sonne
und
schenk ihrem Rauschen dein Ohr.




Zum Abschluss meiner heutigen Seite möchte ich noch ein paar wunderschöne gefundene Worte aufschreiben ... sie haben mich beeindruckt.
"Einander zu schreiben ist der Versuch, einen Sonnenstrahl aus Worten in das Herz eines anderen Menschen zu schicken."


Mittwoch, 29. Januar 2014

Die Sonne scheint ...

... heute scheint die Sonne und ich fühle mich wohl. Auf meiner Tour durchs Internet bin ich auf diese befreienden Zeilen gestoßen ...




"Am weitesten sieht, wer am höchsten fliegt."

"Überwinde den Raum und alles was uns übrig bleibt ist hier. Überwinde die Zeit und alles was uns übrig bleibt ist jetzt." 
"Durchbrecht die Beschränktheit eures Denkens und ihr zerbrecht auch damit die Fesseln eures Körpers." 
"Der Körper ist nur der personifizierte Gedanke." 
"Traue deinen Augen nicht, was immer sie dir zeigen. Es ist nur begrenzt. Traue deinem Verstand! Hebe ins Bewusstsein, was in dir ist! Und du wirst wissen... und fliegen!"  


Meine Antwort auf diese Zeilen lautet: Ich kann nicht so hoch fliegen, ich habe Höhenangst ... trotzdem fliege ich. Durch den Verstand habe ich dieses wunderbare freie Gefühl des Fliegens.



Übereifrig

Ein junger Schüler war für seinen besonderen Eifer bekannt. Er meditierte Tag und Nacht und wollte seine Übungen nicht einmal zum Essen oder Schlafen unterbrechen. So wurde er immer dünner und dünner und auch die Erschöpfung nahm zu. Der Meister rief ihn zu sich und riet ihm, langsamer vorzugehen und nicht zu viel von sich zu verlangen. Das aber wollte der Schüler nicht hören. "Warum hast du es so eilig?" fragte ihn da der Meister. "Ich strebe nach Erleuchtung." sagte der Schüler. "Da habe ich keine Zeit zu verlieren." "Und woher weißt du, dass die Erleuchtung vor dir läuft, so dass du ihr hinterherlaufen musst?" fragte ihn der Meister. "Es könnte doch auch sein, dass sie hinter dir ist und dass du nichts weiter tun musst, als stillzustehen..."

                                              Feldman/Kornfield: "Stories of the Spirit"    


Damit möchte ich es für heute belassen, es gibt für mich noch andere Aufgaben. Sie sind zwar nicht so befreiend wie hier aufgezeigt, sie müssen aber getan werden. Vielleicht kommt danach auch dieses Gefühl der Freiheit, der Befreiung. Ich würde mich darüber sehr freuen ... ... wie sagte Albert Camus:


"Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten."


       

Dienstag, 28. Januar 2014

Genug, Genug ...

... von Markus Lanz, über den ich 2 Tage lang gesprochen habe. Es ist mir nicht besser geworden, als ich über seine schlechten Manieren sprach, also lasse ich ihn und das Thema in Ruhe. 
Es gibt für mich andere Sachen, über die ich mich freue und Lehren daraus ziehe. Ich stelle mir Fragen und lasse antworten ... so wie in dieser kleinen Geschichte. Man muss nicht an "den Herrn" glauben, so wie ich, aber solch kleinen Geschichten tun auch einem Ungläubigen gut, oder?




Spuren im Sand


Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorüber gezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“

Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. 
Dort, wo du nur eine Spur
gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

von Margaret Fishback Powers


Mäuse-Freude


Zwei kleine Mäuse hatten ein Henne-Ei-Problem: Sie stritten sich darüber, ob wohl zuerst die Freude oder zuerst das Leid auf der Welt war.


Mäuserich Tilo behauptete: "Natürlich war zuerst das Leid vorhanden. Das ist doch klar! Wie sonst könnte man so ein schönes Gefühl wie Freude empfinden, wenn man nicht vorher den ganzen Schlamassel aus Schmerz und Pein erlebt hätte. Man würde es glatt gar nicht merken!"

Maus Lisa war völlig anderer Meinung: "Die Freude war zuerst da, das muss dir doch einleuchten! Wenn man nicht von Anfang an gelernt hat, wie sich Freude anfühlt, dann wird man sie auch später nicht erfahren. Sie muss einem als Urgefühl in die Wiege gelegt werden. Schlimmes Leid könnte man gar nicht ertragen, gäbe es da nicht die Erinnerung daran, dass das Leben auch anders sein kann – freudig nämlich!"

"Aber die Schmerzen sind doch nur dafür erfunden worden, damit man die Freude überhaupt empfinden kann. Demnach muss das Leid zuerst da gewesen sein", gab sich Mäuserich Tilo nicht zufrieden.

Es hatte keinen Zweck. Die beiden drehten sich im Kreis und fanden keine Einigung. So war es an der Zeit, dem Maus-Meister Theoderich einen Besuch abzustatten und seinen weisen Rat einzuholen.


"Ihr habt beide Recht", meinte dieser. "Freude und Leid wurden gleichzeitig erschaffen. Das Leben ist wie eine Münze, die zwei verschiedene Prägungen trägt: auf der einen Seite die Freude, auf der anderen Seite das Leid – gleichzeitig. Eins ist ohne das andere nicht denkbar. Es gibt keine Münze mit nur einer Seite. So gibt es auch kein Leben, in dem ausschließlich Freude oder nur Leid auftritt. Jede Maus wirft ihre Münze selbst – mal kommt die Freude nach oben zu liegen, beim nächsten Mal das Leid. Nichts gilt für immer. Die Münzen werden ständig neu geworfen. Wichtig für euch ist nun Folgendes: Vergesst niemals, ganz gleich welche Seite der Lebensmünze im Augenblick oben liegen mag, die andere Seite ist immer vorhanden. Sie ist nur im Augenblick nicht sichtbar."

Das stimmte die beiden Mäuse friedlich. Sie bedankten sich bei Meister Theoderich und marschierten Hand in Hand nach Hause.

© Silke Andres, 2003



Montag, 27. Januar 2014

Kommentare zu Markus Lanz

... gestern hatte ich einen Bericht über Markus Lanz hier eingestellt, und heute möchte ich nur einige Kommentare von http://meedia.de/internet/online-petition-fordert-absetzung-von-markus-lanz/2014/01/20.html hier einsetzen. Sie hatten sich zu diesem Thema als Erste gemeldet. 

Und über Medienblogger Stefan Niggemeier ...


Wie Markus Lanz ein paar Mal bei der »schönsten Linken aller Zeiten« einhaken musste

Stefan Niggemeier
Es gab dann in der Sendung von »Markus Lanz« gestern zum Beispiel den Moment, als die stellvertretende Vorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, dem Moderator Markus Lanz erklären wollte, warum sie die Europäische Union »weithin undemokratisch« nennt, was Lanz eine Ungeheuerlichkeit fand.

Wagenknecht: Ich hab doch im Europäischen Parlament gesessen, fünf Jahre. Ich hab –
Lanz: Was haben Sie da gemacht, eigentlich?
Wagenknecht: Ich habe erlebt — Ich habe im Ausschuss für Wirtschaft und Währung gesessen.
Lanz: Ja.
Wagenknecht: Zum Beispiel in diesem Ausschuss –
Lanz: Was verdient man da?
Wagenknecht: Man verdient das gleiche wie im Bundestag, aber das –
Lanz: Wieviel? Wieviel verdient man da?
Wagenknecht: Ich glaube, zur Zeit sind das im Europäischen Parlament 7000 Euro oder so.
Lanz: Kriegt man im Monat.
Wagenknecht: Aber ich wollte Ihnen eigentlich was darüber erzählen, wie Lobbymacht funktioniert.
Ja, aber wer will das schon hören?
Lanz warf ihr dann später noch vor, dass er gar nichts davon mitgekriegt hätte, was sie im Europaparlament gemacht hat. Und dass in Europa ja wohl trotzdem noch Sachen schieflaufen, obwohl sie da Abgeordnete war.
Es war, als würde man versuchen, eine inhaltliche Diskussion mit einem Sechsjährigen zu führen, der als Argumente zweihundert Fleischbällchen in Tomatensoße hat und bereit ist, jedes einzelne abzufeuern.
Lanz hatte Wagenknecht unter anderem damit begrüßt, dass sie »schönste Linke aller Zeiten« genannt worden sei. Dann las er weiter von seiner Karteikarte vor:
Richtig gefährlich allerdings wird’s erst, wenn einen Gregor Gysi lobt. Das hat er in letzter Zeit so oft gemacht, dass sie jetzt prompt nicht Fraktionsvorsitzende geworden ist. Und vielleicht hat sie deshalb jetzt im Bundestag sogar den Papst zitiert, weil gegen Gregor Gysi nur noch der liebe Gott und vielleicht der Erzengel Sigmar Gabriel helfen kann.
Zum Einstieg in den politischen Teil der Diskussion fragte Lanz Wagenknecht:
Lanz: Wie ist das eigentlich für Sie, wenn Sie da jetzt im Bundestag sitzen und so nach links und rechts gucken — wobei: Links ist ja nix mehr, da sitzen Sie ja schon. Aber auf die andere Seite. Kriegt man da Minderwertigkeitskomplexe, wenn man diese Riiiiiesenkoalition sieht und dann ist man daneben so klein — und Gregor Gysi nur 1,50 groß?
Lanz hatte Wagenknecht eingeladen, um sie nicht zu Wort kommen zu lassen. Sie sollte anscheinend keinen Satz und keinen Gedanken zuende bringen. Zur Verstärkung und als Testosteron-Booster hatte er Hans-Ulrich Jörges eingeladen, den Politik-Clown vom Dienst beim »Stern«. Die beiden hatten sich offenbar vorab zu einem Wettbewerb verabredet, wer Wagenknecht schneller, lauter und dümmer über den Mund fährt. Die Strategie von Jörges war dabei, die tatsächlichen Aussagen Wagenknechts durch Pappkameraden zu ersetzen und die dann mit blinder Wut zu attackieren.
Wenn Wagenknecht redete, unterbrach Lanz sie. Wenn Jörges redete, murmelte Lanz »das ist richtig«, nickte, bot ihm fehlende Prädikate an und vollendete seine Sätze.
Es ging irgendwann darum, wie die CSU die Probleme mit der Einwanderung aus Bulgarien und Rumänien instrumentalisiert, was Jörges falsch fand, aber richtig.
Wagenknecht: Indem man billige Ressentiments schürt, löst man das Problem nicht. Es gäbe andere Wege, das zu –
Lanz: Aber das machen Sie doch auch, Frau Wagenknecht.
Wagenknecht: Nein.
Lanz:Doch. (zu Jörges und mit dem Finger auf Wagenknecht zeigend:) Aber das macht sie doch auch.
Wagenknecht: Wo schüren wir billige Ressentiments?
Lanz: Das machen Sie doch auch.
Wagenknecht: Wenn wir zum Beispiel über Zuwanderung reden, dann müssen wir über niedrige Löhne reden. Dann müssen wir über Scheinselbständigkeit reden. Über all das. Das sind die eigentlichen Probleme.
Lanz: Heißt das, …
Wagenknecht: Und nicht 20.000 Menschen, die aus Bulgarien …
Lanz: Da muss ich einmal einhaken.
Wagenknecht: … die teilweise auch noch hochqualifiziert sind.
Lanz: Da muss ich einmal einhaken. Das heißt, Sie unterstützen Europa uneingeschränkt? Das finden Sie gut?
(Hier beim Lesen einmal kurz innehalten, um die Fragenschärfe von Lanz angemessen zu würdigen.)
Wagenknecht: Ja, was ist Europa?
Lanz: Ja, was ist denn Europa für Sie?
Wagenknecht: Ich unterstütze …
Lanz: Sagen Sie’s mal.
Wagenknecht:… europäische Werte. Ich finde die europäische Kultur …
Lanz: Die europäische Union.
Wagenknecht: … großartig. Und ich finde die heutige Politik der Europäischen Union zutiefst falsch, weil es eine Politik ist, die vor allem große Unternehmen, große Konzerne, große Banken begünstigt und –
Lanz: Raus aus dem Euro oder drinbleiben?
Wagenknecht: Ja, das ist überhaupt nicht die Frage. Der Euro –
Lanz: Raus oder rein?
Wagenknecht: Der Euro ist jetzt — Na, rein können wir nicht, wir sind drin, und ob man ihn auflösen sollte ist, denke ich, jetzt aktuell nicht das Problem. Wir müssen nur gucken, wie wir die Europäische Krise —
Lanz: Die Frage würde ich trotzdem nochmal gerne nochmal stellen. Euro — Ja oder Nein?
Wagenknecht: Der Euro ist doch Realität. Wir …
Lanz: Für Sie, Frau Wagenknecht.
Wagenknecht: … entscheiden uns doch nicht, rauszugehen. Ich vermute …
Lanz: Nein, aber Sie haben gesagt, Sie haben die besseren Ideen. Sie haben die besseren Ideen.
Wagenknecht: Aber Sie müssen mich auch ausreden lassen …
Lanz: Ja.
Wagenknecht: … wenn Sie mir Fragen stellen und ich kann nicht antworten.
Als sich Wagenknecht zumindest sprachlich von der Formulierung im Entwurf des Europaprogramms der Linken distanzierte, wonach die EU eine »militaristische Macht« sei, fragte Lanz:
Wer hat’s denn formuliert? War’s der Gysi? Wer hat das geschrieben?
Haben Sie’s geschrieben? Oder nicht?
Lanz distanzierte sich von seinem eigenen Studiopublikum, das es wagte, Wagenknecht mehrfach zu applaudieren. Jaha, dafür bekomme man natürlich Beifall, wenn man so populistisch argumentiere, sagte Markus Lanz. Sagte Markus »Was verdient man da eigentlich im Europaparlament« Lanz.
Ich habe die Sendung, ehrlich gesagt, nicht zuende geguckt. Ich hab’s nicht geschafft.
Markus Lanz. Das ist der Mann, den das ZDF, ein öffentlich-rechtlicher Sender, regelmäßig außerhalb des Kinderprogramms über Politik diskutieren lässt. Ein Mann, für den sich die Debatte um die richtige Europapolitik auf die Frage reduzieren lässt: Europa — Ja oder Nein. Ein Mann, für den sich die Debatte um die richtige Euro-Politik auf die Frage reduzieren lässt: Euro — Rein oder Raus. Und ein Mann, der dann wütend wird, wenn sich jemand nicht zu ihm in den Sandkasten knien will, um auf seinem Niveau zu diskutieren.
Die ZDF-Zuschauerredaktion hat auf Beschwerden über die Sendung offenbar unter anderem mit dem Hinweis reagiert, Frau Wagenknecht sei mit der Auseinandersetzung »zufrieden« gewesen. Das mag sogar sein, denn sie musste nur klüger und besonnener wirken als Lanz und Jörges, um klug und besonnen zu wirken, weshalb sie außerordentlich klug und besonnen wirkte. Markus Lanz macht diese Sendung aber nicht für Frau Wagenknecht.
»In der aktuellen Sendung ist die Debatte sicherlich auch an einigen Stellen schärfer geworden als dies geplant und in der Nachbetrachtung für die sachliche Erörterung notwendig war«, formulierten die Diplomaten aus der ZDF-Zuschauerredaktion. Solche Situationen nehme der Sender »jedoch intern mit Markus Lanz gemeinsam stets zum Anlass der kritischen Analyse.«
Na, dann ist ja gut.

Sonntag, 26. Januar 2014

Petition gegen Markus Lanz

... es ist Sonntag und heute möchte ich auf die Petition gegen Markus Lanz eingehen. Es sind so einige nicht zufrieden mit dieser Petition, aber ich begrüße sie. Im vergangenen Jahr und 2012 habe ich mich schon über Markus Lanz beschwert, und stimme deshalb auch in diesem Jahr mit dieser Petition überein. Es geht mir nicht allein um Sarah Wagenknecht, die von Markus Lanz so in die Zange genommen wurde, dass sie keine Antwort geben konnte. Sondern um die Art von M.Lanz, seine Gäste zu bevormunden. Er lässt niemanden zu Wort kommen, sondern gibt Frage und Antwort zugleich. Das ist keinem Moderator würdig ... deshalb kann ich mir seine Sendungen nicht mehr ansehen. 


"Raus aus meiner Rundfunkgebühr"
193.000 Unterschriften! Frau Müller will Lanz stürzen

Das Talk-Streitgespräch zwischen Markus Lanz und der Linken-Vize Sahra Wagenknecht sorgt für Unmut. Aus Frust über Lanz‘ Moderationsstil hat eine Zuschauerin eine Online-Petition gestartet – und bekommt Zuspruch von Tausenden Unterstützern.

Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“ lautet der Titel einer Online-Petition auf der Webseite open Petition. Die Erstellerin, eine Maren Müller, will 10.000 Unterstützer sammeln, bevor das Schreiben an das ZDF geht – das ist offenbar ein niedrig gestecktes Ziel. Schon jetzt hat sie die Hürde genommen, am Montagabend hatten 10.713 überzeugte Lanz-Kritiker digital unterzeichnet. Minütlich kommen Unterschriften hinzu. Der Grund für den Unmut: Markus Lanz‘ Moderationsstil im Umgang mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht.
„Die Sendung ,Markus Lanz' vom 16.01.2014 zeigte zum wiederholten Male, dass Herr Lanz weder fähig noch willens ist, seinen Gästen gleichberechtigt Wohlwollen, Rederecht und Anstand entgegenzubringen“, heißt es in der Petition, über
die zunächst der Mediendienst meedia.de berichtet hatte. In seiner Talkshow befragte Lanz Wagenknecht zur Europäischen Union, zum Euro und zur EU-Kritik ihrer Partei, ließ sie aber durch ständiges Zwischenfragen kaum einen Satz zu Ende formulieren. Daran stören sich nun die Kritiker.

Wagenknecht zufrieden


Der im expliziten Falle miserable Stil im Umgang mit Sahra Wagenknecht spiegelt in drastischem Maße wider, dass politische Neutralität für Lanz ein Fremdwort ist“, schreibt die Erstellerin der Petition weiter. Einen Moderator, der nicht ohne Entgleisungen moderieren könne, solle nicht vom Beitragszahler alimentiert werden. Die Kommentare der Unterzeichner sind zahlreich und vielfältig: Persönliche Abneigung und politische Gegnerschaft vermischen sich mit Kritik am Rundfunkbeitrag an sich.

Fraglich bleibt, ob das ZDF in irgendeiner Weise auf die Petition reagieren wird. Ein Twitter-Nutzer veröffentlichte einen Brief der Zuschauerredaktion, in der es heißt, Sahra Wagenknecht sei mit der Auseinandersetzung in der Sendung zufrieden gewesen.

Anmerkung der Redaktion: Binnen mehrerer Tage hat sich die Zahl der Unterschriften von mehr als 10.000 auf mehr als 193.000 erhöht. Die Petition läuft noch bis zum 16. März.

Meine persönliche Meinung: Sie sollen Markus Lanz als Moderator absetzen, sein Benehmen erzeugt Desinteresse an solchen Veranstaltungen. Was ich als sehr Schade empfinde ... denn die Gäste haben Interessantes zu berichten.

https://www.openpetition.de/petition/online/raus-mit-markus-lanz-aus-meiner-rundfunkgebuehr


Samstag, 25. Januar 2014

Wie so oft ...

Wie so oft, so fange ich auch heute mit dem Wetter an. Es regnet, die Temperatur liegt bei +5° und ich schaue, jedenfalls teilweise, den Handwerkern bei ihrer Arbeit am Haus gegenüber zu. Angenehm ist ihnen die Arbeit bestimmt nicht ... wie gut ich es dagegen habe, sitze warm und trocken. Bevor ich meine Hausfrauen-Pflichten übernehme, die ja auch sein müssen, noch ein paar Gedichte die an keine Jahreszeit gebunden sind, von ...





GUTEN MORGEN, TAG

Guten Morgen, Tag!
ganz langsam nehme ich dich auf
und schaue, wie du mich empfängst.
Bringst du Sonnenschein, Regen
oder bleibst du duster?
Sonne erfreut, Regen befreit
mein Gemüt.
Aber Dunkelheit und Schwere
bereiten mir Kummer.
Komm Tag,
lasse es mir gut gehen.


Verblüht

Nie steckte ich mir Veilchen an’s Kleid,
hätte es aber liebend gern getan,
wenn ich sie gefunden hätte.
Heute weiß ich, wo sie sprießen,
nur die Zeit, sie an’s Kleid zu stecken,
ist verblüht.


STERNSCHNUPPE

Wie eine Sternschnuppe kamst du auf mich zu,
und ich habe mir sofort etwas gewünscht.
Mit dir ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen.



GEDANKENLOS

Du pflückst dir im Garten
einen bunten Blumenstrauß,
bewunderst seine reiche Farbenpracht
und legst ihn dann achtlos zur Seite.
Lieblos lässt du ihn neben dir vertrocknen.


FREIHEIT - VERANTWORTUNG

In Gottes Hand
mein Leben liegt,
er kennt schon meinen Weg,
weiß worüber ich noch
stolpern werd‘,
kennt jeden Stein und Steg.
Er schenkt mir jede Freiheit
zu tun, was ich vermag,
ob Gutes oder Böses,
ich selbst die Folgen trag'.


Die Zeit

Die Zeit ist mir davongelaufen,
ließ mich einfach mit meinem großen
Gepäck auf dem Rücken stehen.
Dabei hatte ich noch so viele Pläne,
besonders mit dir.
Ständig hinkte ich schon
der Zeit hinterher,
nun ist sie weg.
Sicherlich muss ich erst meinen
Ballast ablegen, um mir eine Chance
zu geben, die Zeit wieder einzuholen.



Meine Zeit ist mir auch davongelaufen, denn ich ließ es zu, dass mich diese Gedanken die in Gedichte wiedergegeben wurden, zu lange beschäftigten.



Freitag, 24. Januar 2014

Japanische Weisheiten 4. Teil

... vielleicht kommt euch das Japanische schon "Chinesisch" vor, aber es sind die letzten japanischen Weisheiten, die ich mit dem heutigen Tag beende. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich bestimmt noch einmal auf japanische Sprüche zurückkommen ... sie finde ich sehr interessant und wünsche mir, auch ihr habt Freude daran. Doch jetzt erst einmal ... 


 „mit freundlicher Genehmigung von Antjeca“ 


... weil ihr noch Lust habt, mein Blog aufzusuchen.


Wer dir überlegen, den beneide nicht, 
wer dir unterlegen, den verachte nicht.


Wenn du es eilig hast, mach einen Umweg.


Nicht die Frage des anderen, sondern dein eigenes Gerede 
stürzt dich ins Unglück.


Je seichter der Strom, desto wilder die Wellen.



Ein großer Kessel kocht langsam.


Geduld ist die Kunst,nur langsam wütend zu werden.


Auch ein dürrer Baum belebt die Landschaft.


Ein freundliches Lächeln kann drei Wintermonate erwärmen.



Nur eins ist not: daß wir unsere alltäglichen Pflichten tun.


Das Leben gleicht einem Blitz: wie bald sind beide dahin!


Auch der Baum, unter dem man Schutz sucht, 
läßt Wasser durch.


Die eigenen Fehler erkennt man am besten mit den Augen anderer.


Die Zunge des Weisen liegt in seinem Herzen, 
das Herz des Narren liegt auf seiner Zunge.


Glück hilft nur manchmal - Arbeit immer.


Man braucht seinen Verstand nie so sehr, 
als wenn man mit einem Dummkopf zu tun hat.


Gerade die Unbeständigkeit in der Welt ist es,
die sie lebenswert macht.


Herzlichst Margot


Donnerstag, 23. Januar 2014

Japanische Weisheiten 3. Teil

... heute setze ich die Japanischen Weisheiten mit dem 3. Teil fort. Sie, die Sprüche, sind nicht langweilig und machen mir Spaß ... und ich hoffe, sie bringen auch euch Freude. 


 „mit freundlicher Genehmigung von Antjeca“ 





Gutes ist am besten gleich getan.


Der Scherz ist das Loch,
aus dem die Wahrheit pfeift.


Am Rausch ist nicht der Wein schuld,
sondern der Trinker.


Das Glück kommt gern in ein Haus,
wo Freude herrscht.


Bei allem was man mit ganzem Herzen tut,
sucht man nicht nach Helfern.


Sobald man davon spricht, was im nächsten 
Jahr geschehen wird, lacht der Teufel.


Die Robe allein macht den Priester noch nicht.


Wenn man den Kopf in den Sand steckt, 
bleibt doch der Hintern zu sehen.


Erst wenn man eigene Kinder hat, weiß man,
wie groß die Liebe der Eltern war.


Die Güte des Vaters übersteigt die Höhe der Berge,
die Güte der Mutter geht tiefer als das Meer.


Die größte Kulturleistung eines Volkes
sind die zufriedenen Alten.


Eine einzige Kerze einer armen Frau wiegt schwerer
als zehntausend eines Reichen.


Wenn der Mann krank ist, verfällt das Haus;
wenn die Frau krank ist, die Liebe.


Der Baum der im Frühling nicht aufblüht,
trägt im Herbst keine Frucht.


Zuerst hat man die Kinder auf dem Arm,
dann auf dem Schoß und schließlich auf dem Rücken.


Alles Unglück kommt durch den Mund.


Armut macht zum Dieb, Liebe zum Dichter.


Mit diesem schönen Zitat möchte ich die 3.Folge japanischer Weisheiten beenden. Wie am Anfang schon geschrieben, sie gefallen mir alle sehr gut, besser als unsere deutschen Zitate, die ich auch mag.
Und diese nachkommende Weisheit  sagt mir, ich bin immer wieder aufgestanden, egal wie oft ich gefallen bin. Und ich werde es auch weiterhin so handhaben ...




"Sieben Mal hinfallen, achtmal aufstehen".