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Donnerstag, 31. Juli 2014

Ein kunterbuntes Durcheinander ...

... möchte ich heute hier zum Besten geben. Ich passe mich dem Wetter an, es ändert sich ja ständig. Zwischen Regen, Sonnenschein und Unwetter ist ja alles dabei. Ich spreche von einem regnerischen Juli ... so sieht im Moment der Himmel aus.




Wenn Du immer wieder das tust,
was Du immer schon getan hast,
dann wirst Du immer wieder das bekommen,
was Du immer schon bekommen hast.
Wenn Du etwas anderes haben willst,
musst Du etwas anderes tun!
Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig Anderes -
statt mehr vom gleichen Falschen!
Paul  Watzlawick, Philosoph, 1921 – 2007


Drei Dinge kommen nicht zurück:
das gesprochene Wort,
das vergangene Leben
und die versäumte Zeit.
Unbekannt




Es gibt einen Platz, den du füllen musst, den niemand sonst füllen kann und es gibt etwas für dich zu tun, das niemand sonst tun kann.
Platon, griech. Philosoph


Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht – in beiden Fällen hast du Recht.
Henry Ford, amerik. Automobilproduzent, 1863 – 1947


Wenn du dich in der Zwickmühle befindest, und alles sich gegen dich verschwört und du meinst, nicht länger Durchhalten zu können, darfst du auf keinen Fall aufgeben, denn jetzt ist der Augenblick gekommen, da sich alles zum Guten wendet.
Harriet Beecher-Stowe, amerik. Schriftstellerin, 1811 – 1896




Mit eigenem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen.
Chinesisches Sprichwort


Das Geheimnis des Erfolges kennen nur jene, die einmal Misserfolg gehabt haben.
Antoine de Saint-Exupéry, frz. Schriftsteller, 1900 – 1944


Das Leben besteht aus Tagen, die man nicht vergisst.
Unbekannt




Die Welt in Ordnung bringen


Dazu die folgende passende Kurzgeschichte, die mir sehr gefällt:

Ein Kind wollte mit seinem Vater spielen. Da der Vater weder Zeit noch Lust zum Spielen hatte, kam ihm eine Idee, um das Kind zu beschäftigen.

In einer Zeitung fand er eine detailreiche Abbildung der Erde. Er riss das Blatt mit der Weltkugel aus der Zeitung und zerschnitt es in viele kleine Einzelteile. Das Kind, das Puzzles liebte, machte sich sofort ans Werk und der Vater zog sich zufrieden zurück.

Aber schon nach kurzer Zeit kam das Kind mit dem vollständigen Welt-Bild. Der Vater war verblüfft und wollte wissen, wie es möglich war, in so kurzer Zeit die Einzelteile zu ordnen.

„Das war ganz einfach!“, antwortete das Kind stolz. „Auf der Rückseite des Blattes war ein Mensch abgebildet. Damit habe ich begonnen. Als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt.“

Autor unbekannt


Dieser Logik eines Kindes ist nicht zu widerstehen.




Mittwoch, 30. Juli 2014

"Man sieht, dass was man weiß"

... es ist ein eigenartiges Wetter, der Himmel ist voller Regen und lässt mich Schlimmeres erwarten. Die Luft zeigt es an, es ist wie Ruhe vor dem Sturm. Und ich lande im Internet auf eine Seite, wo ein Micha philosophische Betrachtungen anstellt. So auch bei dieser nachfolgende Geschichte ...

"Man sieht, dass was man weiß"

Letzten Sommer fuhr ich mit meinem Fahrrad in Mittweida am Schwanenteich vorbei. Plötzlich hob ein wunderschöner schwarzer Schwan zu seinem schönsten Gesang an. Ich lauschte ihm andächtig, weil ich so etwas Schönes wohl noch nie hörte. Genauer gesagt hatte ich noch nie einen Schwan singen gehört und wusste auch nicht, dass ­Schwäne singen können. Jedenfalls freute ich mich über das schöne Lied. Ein alter Mann ging eilig an mir vorüber und sagt fast unbemerkt "Man sieht, dass was man weiß".

Als der Schwan sein Lied beendete, fuhr ich weiter. An der Autobahnbrücke sah ich einen katastrophalen Unfall, ein total zerstörtes Auto und einen Leichenwagen und erschrak, als der alte Mann wieder an mir vorbeiging und murmelte "Man sieht, dass was man weiß"

Auf meinem Heimweg kam ich noch an einem Spielplatz vorbei auf ­den Kinder ausgelassen Ball spielten. Es war eine Freude ihnen zuzuschauen. Wiederum kam plötzlich der alte Mann auf mich zu und sagte: Micha man sieht das, was man weiß. Bevor er wieder verschwand, konnte ich ihm sagen. Sie scheinen mehr zu sehen als ich. Ja sagte er diabolisch lächelnd, ich werde Dir die Wahrheit sagen: Schwäne singen nur einmal in ihrem Leben, nämlich vor ihrem Tod Du freutest Dich also über den Todesgesang des Schwanes. Die Kinder hier hinter uns spielen auf einem von den Nazis errichteten Massengrab - sie schänden also die letzte Ruhe der hier begrabenen Juden, und Du freust Dich an Ihrem Spiel. "Man sieht das was man weiß Micha". Sagte er wiederum und da erst merkte ich, dass ich mich ihm, überhaupt nicht vorgestellt hatte.

Er sagte mir weiterhin: Bei dem schrecklichen Unfall, den Du gesehen hast, kam ein Mann ums Leben der an Kreuzfeld - Jakob erkrankt war, er hat sich selbst getötet. Doch sein Airbag löste nicht aus, ein Konstruktionsfehler den Opel erst durch diesen Unfall erkennen wird und so rettet dieser Selbstmörder viele Menschenleben sagte der alte Mann und ich lauschte ihm gefesselt so lange, bis er urplötzlich und unbemerkt verschwand. 

Ich sah den alten Mann nie wieder und las 2 Monate später in der Zeitung das Opel eine großangelegte Rückrufaktion für Airbags in die Wege leitete.


Und ich finde, es ist eine sehr interessante Geschichte, die mich durch ihre Aussage sehr beeindruckt.



Dienstag, 29. Juli 2014

Warum sind die Reichen so hartherzig?

... heute möchte ich mir, mit der unten stehenden Frage, eine Antwort geben. Diese dazu ausgesuchte Geschichte gibt mir nicht nur eine Antwort, sie erklärt sie mir, warum ... und hoffentlich euch auch.




Warum sind die Reichen so hartherzig?


Eines Tages kam ein Mann zu einem Gelehrten und wollte von ihm wissen:

„Meister, warum sind reiche Menschen meist so hartherzig und kalt?“

Ohne darauf zu antworten, forderte ihn der Meister auf:

„Geh ans Fenster und blicke durch die Scheibe?“ Der Mann trat ans Fenster und sah hinaus.

„Was siehst du?“

„Was soll ich schon sehen? Ich sehe die Menschen, die Straße, den Park, den blauen Himmel, die Sonne.“


Nun verlangte der Meister vom Mann, sich vor den Spiegel zu stellen – was dieser auch tat.

„Und was siehst du nun?“

„Na ich sehe mich!“, antwortete ihm der Mann verdutzt.

Damit hast du dir deine Frage selbst beantwortet:

„Das Fensterglas unterscheidet sich vom Spiegel nur durch eine Silberschicht. Nur durch dieses bisschen Silber siehst du plötzlich nur noch dich!“

Chassidische Erzählung

Vielleicht sollten die Reichen nicht nur in den Spiegel schauen ? 

Jetzt habe ich noch ein paar gute Zeilen die mich in die heutige Zeit versetzen ... und mich zum Schweigen bringen. 


Als die Sozialdemokraten die Rentner abzockten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Rentner.

Als die Sozialdemokraten die Kranken und Behinderten zur Kasse baten, habe ich geschwiegen - ich war ja nicht krank.

Als die Sozialdemokraten die Arbeitslosen arm machten, habe ich geschwiegen - ich war ja kein Arbeitsloser.

Als sie mich abzocken wollten, gab es Keinen mehr der dagegen protestieren wollte.


Und ich muss sagen, nach meinem bisherigen Verhalten, ich habe es nicht anders verdient ...

Montag, 28. Juli 2014

Kennt ihr den Unterschied ...

Foto: Andy Müller Google plus
... es ist Sonntag, leichter Wind streicht über meinem Balkon und ladet mich zum Ausruhen ein. Was mache ich? Dieser Einladung folge ich, um mir auch Ruhe vor dem Straßenlärm zu gönnen und ich möchte mich meinen Gedanken hingeben. Gedanken an gelesene Geschichten, die ich versuche einzuordnen ...


Kennt ihr den Unterschied zwischen Sieger und Verlierer?


... den Unterschied in der Verhaltens- bzw. Denkweise.

Diesen Text habe ich kürzlich im Internet gefunden. Und weil ich dem Geschriebenen in allen Punkten zustimmen kann, möchte ich euch diesen nicht vorenthalten:

Der Sieger hat immer einen Plan. Der Verlierer hat immer eine Ausrede.

Der Sieger findet für jedes Problem eine Lösung. Der Verlierer findet in jeder Lösung ein Problem.

Der Sieger vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen. Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer Leute.

Der Sieger sagt: „Es mag schwierig sein, aber es ist möglich!“ Der Verlierer sagt: „Es ist möglich, aber es ist zu schwierig.“

Der Sieger ist immer ein Teil der Lösung. Der Verlierer ist immer ein Teil des Problems.

Es zählt allein, was Du tust!

Autor unbekannt


Das Leben ist kein Zufall!

Burkhard Heidenberger schrieb zum Thema „Geschichten & Weisheiten“ auf der Webseite "Zeitblüten":

Vater und Sohn machten eine Wanderung. Plötzlich fiel der Junge hin und verletzte sich am Knöchel. Der Schmerz ließ ihn laut aufschreien: „Aua!“

Zu seiner Verblüffung hörte er eine Stimme aus den Bergen: „Aua!“

Nun war seine Neugierde geweckt: „Wer schreit hier?“

Und wieder hörte er die Stimme: „Wer schreit hier?“

„Du bist toll!“, rief der Junge.

Aus den Bergen hallte es: „Du bist toll!“

Der Junge war verärgert, weil die Stimme ihn offensichtlich verspottete und rief: „Du Idiot!“

Die Stimme ließ nicht lange auf sich warten: „Du Idiot!“

„Vater, wer ist das?“, wollte der Junge wissen. Der Vater musste schmunzeln.

„Das nennt man Echo!“, klärte ihn sein Vater auf.


„Es verhält sich wie unser Handeln. Denn alles, was du sprichst und tust, wird auf irgendeine Weise zu dir zurückkehren. Dein Handeln anderen Menschen gegenüber, deine Worte, deine Leistung, deine Arbeit. Das Echo ist wie der Spiegel deines Handelns. Denn dein Leben ist kein Zufall, es ist dein Spiegelbild!“


Der Junge wurde erwachsen und erinnerte sich sein Leben lang an die Worte seines Vaters, die er häufig bestätigt fand.

Verfasser unbekannt


Sonntag, 27. Juli 2014

Die Überraschung ...

... der Tag macht mir heute Kopfschmerzen, wahrscheinlich, weil ich noch müde bin. Was mache ich nun? Das Wetter ist zwar schön, aber ich habe keine Lust zum Einkauf. Muss ich auch nicht, habe genug im Kühlschrank, sage ich mir. So werde ich jetzt meinen Blumen auf "Balkonien" frisches Wasser geben und mich an ihnen erfreuen. Gedacht und getan, auch meine Kopfschmerzen sind nun wie weggeblasen. Nun suche ich sinnige Geschichten im Internet. Einige habe ich gefunden und sie lassen mich nachdenken, eine Geschichte erzähle ich euch gleich ... in der Hoffnung, ihr mögt nicht an der falschen Seite sparen und besonders nicht, wenn Freunde nicht im Überfluss leben.  


Die Überraschung auf der Hochzeitsfeier


Es lebte einmal ein Paar, das heiraten und sämtliche Freunde und zahlreiche Bekannte einladen wollte. Ihr Glück wollten sie mit den anderen teilen und es sollte ein großes Fest werden. Da ihre Armut aber keine größere Feier zuließ, überlegten sie, wie sie ihren Gästen trotzdem etwas bieten könnten.

So ließen sie alle Eingeladenen wissen, dass sie keine Geschenke erwarten. Sie würden sich aber über eine Flasche Wein freuen, welche dann in ein großes Fass gegossen werden soll, aus dem dann alle Gäste ihr Glas füllen können.


Zur Feier kamen dann alle eingeladenen Menschen mit jeweils einer Flasche, deren Inhalt sie in das große Fass beim Eingang zum Festsaal leerten. Schließlich war das Fass gefüllt. Dann wollte das Brautpaar mit seinen Freunden und Bekannten auf ihr großes Glück anstoßen. Die Kellner füllten beim Fass ihre Krüge und damit die Gläser der Gäste. Plötzlich kippte die fröhliche Stimmung in Entsetzen und große Verlegenheit um.

Was war geschehen?

Als die Kellner die Gläser der Gäste füllten, stellte sich heraus, dass es sich dabei um Wasser handelte. Alle Gäste brachten statt Wein eine Flasche Wasser mit im Glauben, dass ohnehin alle anderen eine Flasche Wein mitbringen und es schon niemandem auffallen würde, wenn man selbst nur Wasser in das Fass gießt.


Und die Moral dieser kurzen Geschichte?

Wenn sich jeder nur auf den anderen verlässt,  sind Verbesserungen, Änderungen kaum möglich. Jeder kann seinen (kleinen) Beitrag leisten.



Diese kleine Geschichte gefällt mir noch ...

Reich ist relativ

Reich kann man auf verschiedene Weise sein. Dazu etwas Passendes von Anthony de Mello:

Der Mann zu seiner Frau:

„Weißt du, Liebling, ich werde hart arbeiten. Und eines Tages werden wir reich sein.“

Die Frau:

„Wir sind schon reich, denn wir haben einander. Eines Tages werden wir vielleicht Geld haben.“


Diese Zeilen haben mir sehr gut gefallen. Das Wort "Reich", wird sehr oft falsch interpretiert ... 




Samstag, 26. Juli 2014

Rosen mag ich sehr ...

Rosen


Rosen sind die beliebtesten Gartenpflanzen – und das nicht ohne Grund: Viele Sorten blühen den ganzen Sommer hindurch und verströmen dazu noch einen herrlichen Duft. Dass man an Rosen glaubt, das bringt sie zum Blühen. Meine Rosen blühen, aber leider setzt sich zu viel Mehltau auf sie ab. Na ja, das Wetter ist wohl nicht das Beste für sie, trotzdem, ich mag Rosen.




Glück, von Deinen tausend Losen, eines nur erwähl' ich mir,
Was soll Gold? Ich liebe Rosen und der Blumen schlichte Zier.

Theodor Fontane




Rosenzeit

Wenn die Rosen voll in Blüte stehn,
wolltest du an meinem Herzen liegen,
wolltest dich in meine Arme schmiegen,
Welt und Schicksal wolltest du besiegen,
wenn die Rosen voll in Blüten stehn.

Nun die Rosen längst in Blüten stehn
und der Lenz im Aether haucht, im blauen,
wolltest du in meine Augen schauen,
all dein Leben meiner Hand vetrauen -
wenn die Rosen voll in Blüte stehn.

Ob die Rosen auch in Blüten stehn,
kann das Blumenprangen mir nicht frommen,
ist mein Hoffnungsstern in Nacht verglommen.
Mit den Rosen bist du nicht gekommen,
die doch rings in tausend Blüten stehn.

 Hermione von Preuschen 1854-1918




Das Stiefkind

Wandernd zog ich durch den Staub
Sommerheißer Straßen, 
Rand entlang im breiten Laub
Schwere Trauben saßen. 
Doch auch eine Rose klomm
Aus den grünen Ranken 
Und ihr rundes Antlitz glomm
Und sie schien zu wanken. 
Und ein Winzer stand im Sold,
Der Empfindungslose 
Hütete der Trauben Gold,
Aber nicht die Rose. 
Und der Rose naht' ich hold, 
Brach sie mit Gekose –
Mach' euch glücklich euer Gold, 
Mich beglückt die Rose!

Johann Fercher von Steinwand (1828 - 1902)




Es hat die Rose sich beklagt, 
Daß gar zu schnell der Duft vergehe, 
Den ihr der Lenz gegeben habe. 
Da hab ich ihr zum Trost gesagt, 
Daß er durch meine Lieder wehe, 
Und dort ein ewiges Leben habe.

Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892)




Morgens send ich dir die Veilchen,
Die ich früh im Wald gefunden,
Und des Abends bring ich Rosen,
Die ich brach in Dämmrungstunden.

Weißt du, was die hübschen Blumen
Dir Verblümtes sagen möchten?
Treu sein sollst du mir am Tage
Und mich lieben in den Nächten.

Heinrich Heine (1797 - 1856)



Freitag, 25. Juli 2014

Durcheinander, blumig gesehen ...

... die Sonne scheint in hellen Farben, aber die Luft ist nicht mehr erdrückend heiß. An meinen Blumen erfreue ich mich und habe ein Gefühl von durcheinander ... nicht, dass ich wüsste, wie ich dieses Gefühl einordnen sollte, aber ich möchte tausend Dinge gleichzeitig machen. So ist es jetzt bei mir auch im Schreiben ... es darf nur nicht traurig sein, nachdenklich schon. 


Die blutende Leiche

Ein Psychiater hatte einen Patienten, der davon überzeugt war, tot zu sein. Er zeigte sich jedem Argument gegenüber verschlossen und beharrte auf seiner Überzeugung, eine Leiche zu sein. Eines Tages hatte der Psychiater eine glänzende Idee.

Er fragte den Patienten, ob Leichen bluten können. 
Der Patient schüttelte den Kopf und antwortete: "Natürlich nicht!" 
Der Psychiater bat darum, seinen Patienten leicht die Haut ritzen zu dürfen. Der Patient hatte keine Einwände. Der Psychiater wies triumphierend auf den Tropfen Blut, der heraustrat. 
Der Patient musterte das Blut und schüttelte dann erstaunt den Kopf: "Na sowas. Ich habe mich geirrt. Leichen können doch bluten."


Auf der Durchreise

Irgendwann im letzten Jahrhundert besuchte ein Tourist den polnischen Rabbi Hofetz Chaim. Erstaunt sah er, dass der Rabbi nur in einem einfachen Zimmer voller Bücher wohnte. Das einzige Mobiliar außer dem Regal waren ein Tisch und eine Bank.

"Rabbi, wo sind Ihre Möbel?" fragte der Tourist.

"Und wo sind Ihre?" entgegnete Hofetz.        

"Meine? Aber ich bin nur zu Besuch hier. Ich bin nur auf der Durchreise", erwiderte der Tourist.

"Genau wie ich", sagte der Rabbi.


Da hatte der Rabbi wohl recht, 
wir sind alle nur auf der Durchreise ... sage ich.


Noch ein Gedicht über Stiefmütterchen, meine Freundin liebt diese Blumen. So wie meine Mutsch diese Blumen geliebt hat. Im nächsten Jahr werde ich an diese schöne Pflanze denken und sie mir nach Hause holen.



                         Stiefmütterchen


Stiefmütterchen wird selten
Zum frohen Strauß begehrt,
Sie ist im Blumenreigen
Am wenigsten geehrt. 

Und doch ist sie die erste,
Die uns im Lenz erfreut,
Und blüht noch, wenn die Rose
Die Blätter längst verstreut.

Ob Sonnenschein, ob Schatten
Ihr in das Auge fällt,
Sie lohnt mit tausend Blumen
Wo man sie hingestellt.

In ihrer stillen Demut
Und Opferfreudigkeit
Ist sie ein treues Bildnis
Der echten Weiblichkeit.

                           Helene Krüger (*1861)

Donnerstag, 24. Juli 2014

Jeder Mensch ist dazu bestimmt ...

... gestern habe ich eine bezaubernde Rede von Charlie Chaplin hier aufgeschrieben. Sie hat mich berührt und mir geholfen, mich zu verstehen. Heute habe ich eine Rede von Nelson Mandela, die er als Antrittsrede 1994 als Staatspräsident von Südafrika gehalten hat und ich finde sie gut. 
Ich kann mit dem Wort "Gott", das Mandela in dieser Rede verwendet, nicht viel anfangen, aber es gibt auf der Welt so vieles, was ich nicht verstehe. Muss ich alles was ich nicht verstehe ablehnen? Nein, ich möchte es nicht ... ich werde mich auch mit dieser Rede auseinandersetzen. Den Text finde ich gut, denn in ihm finde ich Wahrheit ...


Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten!

"Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind, 
unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer ich bin, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, damit andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Dieser Glanz ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, 
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien." 



 Zitat von Nelson Mandela.


"Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil."



Mittwoch, 23. Juli 2014

Als ich mich selbst zu lieben begann

... gestern war ich mit einer Geschichte "Auf der Suche nach Liebe" unterwegs. Ich hatte und habe noch einen kleinen Durchhänger bei diesem Thema, denn meine Selbstliebe ist zur Zeit nicht sehr groß. Und heute begegne ich einer Rede von Charlie Chaplin zu seinem 70. Geburtstag 1959. Er sprach von ...


... als ich mich selbst zu lieben begann

"Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist - von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man "Vertrauen".

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man "authentisch sein".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man "Reife".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man "Ehrlichkeit".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das "Gesunden Egoismus", aber heute weiß ich, das ist "Selbstliebe".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man "Demut".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es "Bewusstheit".

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute "Herzensweisheit".

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. 
Heute weiß ich: "Das ist das Leben"!


Durch diese Rede fühle ich mich besser und möchte ohne Ressentiments gegen das Leben und die Liebe, so weiter leben. Ich lebe, ist das nicht schön?


Dienstag, 22. Juli 2014

Auf der Suche nach der Liebe

... nach den Tagen der großen Hitze, freue ich mich über das heutige Wetter, es regnet. Somit kühlt die Luft etwas ab und ich kann Atem holen. Das Wetter ist somit nicht mehr sonnig, sondern der Himmel ist grau. Grau ist auch meine Stimmung oder besser gesagt, ich bin nicht mehr so lebenslustig. Doch als die Sonne so heiß schien, hatte meine Stimmung schon den Weg ins Grau angenommen. Nein, dem Wetter kann ich nicht für alles die Schuld geben und ich stelle mir die Frage, mag ich mich nicht mehr? Fühle ich mich trostlos, weil ich mich nicht mehr mag? Geht es mir so, wie der Frau in dieser Geschichte, die auf der Suche nach Liebe ist? Nein, ich werde mich und somit die Liebe wiederfinden. Ich habe nur eine lustlose Phase ...

Es war einmal eine Frau, die auf der Suche nach der Liebe war.
Zuerst suchte sie in ihrem eigenen Dorf. Sie ging herum und fragte jeden Mann und jede Frau: „Sag, liebst du mich?“
Die meisten lächelten unsicher und mitleidig, einige aber reagierten auch verärgert. Hier fand die Frau nirgendwo die Liebe. So beschloss sie, so lange in der Welt herumzureisen, bis sie die Liebe gefunden hatte.
Gesagt, getan. Doch überall erlebte sie dasselbe, wie schon in ihrem eigenen Dorf: Menschen, die allenfalls freundlich waren, in schlimmeren Fällen aber sogar böse wurden. Weit und breit keine Liebe.
So kehrte sie traurig in ihr Dorf und in ihr Haus zurück.
Müde streifte sie die staubige Kleidung ab und nahm ein Bad. Beim Blick in den Spiegel hielt sie inne. Aus der Gewohnheit heraus stellte sie die Frage, mit der sie so lange durch die Welt gereist war:„Sag, liebst du mich?“
Und da wuchs ein Gefühl in ihr und sie sah sich nicken.
Als sie am nächsten Tag unter die Leute ging, erkannte sie die Liebe überall. Sie hatte sie gefunden, denn: sie liebte.
Ja, um die Liebe zu finden, muss man sich selber lieben. Da gibt es eben für mich, im Moment, ein paar Durchhänger ...

Montag, 21. Juli 2014

Alles und Eins

Auf der Suche nach einer lehrreichen Geschichte bin ich auf die Webseite "Sinnige Geschichten" geraten. Hier bin ich auf die Seite "Alles und Eins" gelangt, sie hat mich gefesselt und ich möchte euch diese Geschichte erzählen. Es wäre schön, wenn ihr sie verstehen würdet ... ich muss noch darüber nachdenken.

Alles und Eins


Alles beginnt mit einem Wunsch, einem Verlangen
Alles ist eine Sehnsucht nach Einheit
Alles war niemals zwei
Alles ist eins
Alles ist
Alles


In den Upanischaden steht eine wunderbare Erzählung. Sie handelt von einem Jungen, der seinen Vater fragt:

“Vater, wer bin ich? Was verbirgt sich in mir? Auch, wenn ich mich noch so anstrenge, auch, wenn ich noch so oft meditiere, ich kann es nicht finden.“ Der Vater dachte nach. Sein Sohn stellte die schwierigste Frage, die es gab. Dann fragte er seinen Jungen: „Siehst du den Granatapfel da an dem Baum? Geh und hole eine Frucht von dem Baum.“ Der Junge eilte davon und kam kurz danach zurück mit einem kleinen Granatapfel.
Der Vater sagte: „Schneide ihn in der Mitte durch, was siehst du dann?“
Der Junge antwortete: „Millionen Samen.“
Der Vater sagte: „Hole einen Samen heraus und schneide ihn in der Mitte durch, was siehst du dann?“
Der Junge schnitt den Samen in der Mitte durch, blickte auf und sagte: „Nichts.“
„Siehst du,“ erwiderte der Vater, „aus dem NICHTS heraus wächst ein Baum, aus dem NICHTS heraus erscheint alles. Und das gilt auch für dich, auch du bist das Nichts, das du antriffst im Herzen des Samens.“

Der Junge meditierte über das NICHTS und wurde still. Er versank in Kontemplation und genoss die Leere, er fühlte sie tief in sich. Und dabei stieg eine andere Frage in ihm auf und nach ein paar Tagen fragte er seinen Vater: „Ich beginne es zu fühlen, aber es ist alles noch ziemlich vage und undeutlich, als ob ein Schleier es umgibt. Ich kann sehen, dass alles aus dem NICHTS entsteht, doch wie kann NICHTS sich mit ETWAS mengen? Wir sind aus NICHTS entstanden, aber wie kann SEIN sich mischen mit NICHT-SEIN? Beide sind zu entgegengesetzt.“
Und wieder dachte der Vater einen Moment nach. Auch diese Frage war eine der wesentlichsten, die man überhaupt stellen konnte.
Und er sagte zu seinem Sohn: „Hole eine Tasse mit Wasser.“
Der Junge brachte sie. Da sagte sein Vater: „Nun hole noch ein wenig Zucker.“ Der Junge brachte auch den Zucker und der Vater sagte: „Vermenge etwas Zucker mit dem Wasser.“ Der Zucker löste sich im Wasser auf und der Vater fragte: „Kannst du den Zucker nun wieder aus dem Wasser holen?“
Der Junge antwortete: „Nein, das kann nicht. Ich kann nicht einmal sehen, wo der Zucker geblieben ist.“
Der Vater sagte: „Probiere es dennoch aus.“
Der Junge schaute in die Tasse, doch er konnte nirgendwo den Zucker entdecken. Der Zucker war aufgelöst und Wasser geworden.
Der Vater sagte: “Koste es mal.“
Der Junge nahm einen Schluck, es schmeckte süß. Und der Vater sagte: “Schau, so ist es. Du kannst nicht genau wissen, was SEIN und NICHT-SEIN ist, aber sie kommen zusammen wie Wasser und Zucker. Du probierst es und dann weißt du, dass Zucker drin ist. Doch du kannst das Wasser und den Zucker nicht mehr voneinander trennen, weil sie nun nicht mehr ohne einander existieren.“

Zucker und Wasser kann man natürlich trennen. Doch dieses Gleichnis gibt ein gutes Bild von Zusammensein in Einheit. Eigentlich ist keine Rede von Zusammensein, „Zusammen“ trägt nämlich das Konzept der Zweiheit in sich.


Darf ich etwas sagen, es ist schwer für mich etwas zu verstehen, was ich nicht sehe ... aber es ist da, wenn auch in einer anderen Form.




Hallo, susibella, ich freue mich, dass du zu mir gefunden hast. Ich schreibe über alles, was mir gerade so einfällt. Nun hoffe ich, es gefällt auch dir. Sei herzlich willkommen.

Sonntag, 20. Juli 2014

Was für ein Sommer ...

Der Tag fängt mit vollem Sonnenschein an, die Luft schweigt und lässt den Menschen um so tieferen Atem schöpfen. Aus dem Haus möchte der Mensch nicht, die Beine sind so schwer und möchten, in leichter Bekleidung, einfach nur gammeln. Jedenfalls geht es mir so ... ein paar leichte Geschichten, gelesen im Internet, sollen mir diesen Tag verschönern.

GOTTVERTRAUEN

Drei Mönche sitzen in einem Boot und angeln.
Nach einer Weile gehen einem Mönch die Würmer aus. Er legt seine Angel zur Seite, schaut kurz zum Himmel, dann auf´s Wasser, zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot, läuft über das Wasser zum Ufer, wo er sich einige Würmer holt, um dann zurück über das Wasser zum Boot zu laufen und weiter zu angeln.
Nach einer Weile gehen dem zweiten Mönch die Würmer aus. Auch er legt die Angel zur Seite, Blick zum Himmel, Blick auf´s Wasser, Kutte hoch, läuft über´s Wasser zum Ufer, holt Würmer, über das Wasser zurück zum Boot und angelt weiter.
Nach einer Weile gehen dem dritten Mönch die Würmer aus. Er legt die Angel zur Seite, blickt zum Himmel, dann auf´s Wasser, zieht seine Kutte etwas hoch, steigt aus dem Boot und versinkt wie ein Stein. Meint der erste Mönch zum anderen: „ Gottvertrauen hat er ja,…“
„Ja, das hat er,“ meint der andere Mönch,“ aber er weiß leider nicht, wo die Pfähle stehen!“

Nun noch eine kleine Verkehrs-Geschichte ...

Ein perfekter Mann und eine perfekte Frau


Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie. Die Hochzeit war einfach perfekt. Und ihr Leben zusammen war selbstverständlich ebenso perfekt.

An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses perfekte Paar eine kurvenreiche Straße entlang, als sie am Straßenrand jemanden bemerkten, der offenbar eine Panne hatte. Sie hielten an, um zu helfen. Es war der Weihnachtsmann mit einem riesigen Sack voller Geschenke. Da sie die vielen Kinder am Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud das perfekte Paar den Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in ihr Auto. Und bald waren sie daran, die Geschenke zu verteilen.

Unglücklicherweise verschlechterten sich die (ohnehin schon schwierigen) Straßenbedingungen immer mehr und schließlich hatten sie einen Unfall. Nur einer der drei überlebte.

Wer war es?

Es war die perfekte Frau. Sie war die einzige, die überhaupt existiert hatte. Jeder weiß, dass es keinen Weihnachtsmann gibt und auch keinen perfekten Mann.



Für Frauen endet diese Seite hier. Männer bitte unten weiterlesen.


Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt, muss die Frau am Steuer gesessen haben. Das erklärt, warum es einen Unfall gegeben hat.

Wenn Sie übrigens eine Frau sind und dies lesen, wird dadurch noch etwas bewiesen: Frauen tun nie das, was man ihnen sagt!!!