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Montag, 31. August 2015

Glückskekse ... Sprüche

Es ist Sonntag, die Sonne scheint, der Himmel ist blau und meine Gedanken gehen auf suche nach schönen Sprüchen. Da lande ich auf eine Seite mit Sprüchen von Glückskeksen. Das Wort Glück hört sich doch gut an, oder? Bitte lest diese Sprüche, ich finde sie gut und treffend und bedanke mich bei "Sprüchetante".



Die schönsten Dinge des Lebens können nicht gesehen oder ertastet werden, sie können nur mit dem Herzen gefühlt werden …



Warte nicht immer bis andere sich entschieden haben, sondern treffe deine eigenen Entscheidungen …


Dass die Vögel des Kummers und der Sorge über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. 
Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du versuchen zu verhindern.

Sprichwort aus China

Geduld ist ein Baum, dessen Wurzel bitter, dessen Frucht aber sehr süss ist.

Chinesisches Sprichwort


Wer auf einen Dummen hört, dem geht die Sonne unter

Weisheit aus Japan


Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen

Augustinus

Wenn du die Wahl hast zwischen zwei Übeln, wähle keines von beiden.

Charles Haddon Spurgeon

Ein Weg wird erst dann ein Weg, wenn einer ihn geht.

Chuang-tzu

Blicke in dich. In deinem Inneren ist eine Quelle, die nie versiegt, wenn du nur zu graben verstehst.

Mark Aurel

Das Glück läuft niemand nach. Man muss es aufsuchen.

Adolph Kolping


Es steht mancher vor seinem Glück und ist unfähig, es zu begreifen.


Martin Kessel


Nicht glücklich ist, wer nicht glücklich zu sein glaubt.

Publius Syrus

Gibt dir jemand einen so genannten guten Rat, so tue grade das Gegenteil,
und du kannst sicher sein, dass es in neun von zehn Fällen das Richtige ist.

Anselm Feuerbach

Wenn du weise bist, lebe wie du kannst, wenn du nicht so leben kannst, wie du willst.

Baltasar Gracián

Wenn du eine Entscheidung treffen musst und du triffst sie nicht, ist das auch eine Entscheidung.

William James


Das ganze Leben ist ein Versuch. Je mehr Versuche du durchführst,
desto besser.

Ralph Waldo Emerson

Du kannst wählen
zwischen der Wahrheit und der Ruhe,
aber beides zugleich kannst du nicht haben.

Ralph Waldo Emerson

Gerate niemals überstürzt in Wut -
du hast genug Zeit.

Ralph Waldo Emerson

Versuche niemals jemanden so zu machen, wie du selbst bist.
Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist.

Ralph Waldo Emerson

Wenn du stark bist, dann beginne, wo du stark bist.
Wenn nicht, beginne dort,
wo du eine Niederlage am leichtesten verschmerzen kannst.

Nicolaus Machiavelli


Der Mensch besitzt nichts Wertvolleres als seine Zeit.

Ludwig van Beethoven

Das, was du bist, zeigt sich an dem, was du tust.

Thomas Alva Edison


Mit diesem Spruch höre ich für heute auf, Sprüche zu sammeln. Ich habe sie durchgelesen und finde, sie sind für mich gut, sie bringen mich weiter. Dieser nachfolgende Spruch, ist für mich der Beste. 

Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt ist, gerade oder bucklig, arm oder reich sei – er ist glücklich!

Arthur Schopenhauer


Sonntag, 30. August 2015

Kein Schlaf ... Vollmondnacht

Das Wetter hat gewechselt, die Hitze ist wiedergekommen, der Schlaf hat mich gemieden und ich schau auf dem Kalender, Vollmond am 29. August 2015 !!! Muss ich dazu noch etwas sagen? Meine Erschöpfung ist also nicht gespielt ... und ich überlege, habe ich schon mal über diesen Schlafraubenden Gesellen geschrieben? Nein ... aber jetzt.



Schlaflose Vollmondnacht


Kann nicht schlafen, ist so hell,
Suche nach des Lichtes Quell,
Die Sterne sinds nicht, schon längst verglommen,
Der Mond der ists, von dem die abendlichen Licher kommen.

Nur einen Augenblick erkannt,
Hat er sich in meinen Geist gebrannt,
Ich kann nicht wegschauen, nicht jetzt, vielleicht irgendwann,
Noch zieht mich der Mond in seinen Bann.

Nur Gestein, so sagte man mir,
Doch etwas anderes leuchtet hier,
So Lebensfreudig streichelt das Mondlicht über meine Haut,
Der Mond der ists, der meinen Schlaf heut klaut.

Ich beschuldige ihn nicht, Danke ihm für seine Pracht,
Die er mir bietet in jeder schlaflosen Vollmondnacht,
Will jetzt nicht ruhen, wüsst' nichtmal ob ich es jetzt kann,
Noch zieht mich der Mond in seinen Bann.

Am Horizont sinkt er nieder,
Ich singe tausend Klagelieder,
Wenn er sich niederlegt, das Morgengrauen erwacht,
welch wunderschöne, schlaflose Vollmondnacht.


Alon


sag mir ...


sag mir doch, du runder Mond
was du dort oben tust
ob wirklich keiner auf dir wohnt
wenn doch, nach was er sucht

sag mir doch, warum du immer
wieder neu erstehst
und wie du als heller Schimmer
in meine Träume schwebst

sag mir auch, wie alles hier
sich ständig nach dir dreht
warum oft der Menschen Gier
sich nur nach dir bewegt

sag mir, warum meine Sehnsucht
durch dich noch größer scheint

vor meinem Herzen auf der Flucht
hab ich in dieser Vollmondnacht
in deinem Arm geweint


Filou



Wir sind aus solchem Zeug ...

Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen
Und Träume schlagen so die Augen auf
Wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen,

Aus deren Krone den blaßgoldnen Lauf
Der Vollmond anhebt durch die große Nacht.
... Nicht anders tauchen unsre Träume auf,

Sind da und leben wie ein Kind, das lacht,
Nicht minder groß im Auf- und Niederschweben
Als Vollmond, aus Baumkronen aufgewacht.

Das Innerste ist offen ihrem Weben,
Wie Geisterhände in versperrtem Raum
Sind sie in uns und haben immer Leben.

Und drei sind Eins: ein Mensch, ein Ding, ein Traum.

Hugo von Hofmannsthal


Herzlichst Margot

Samstag, 29. August 2015

Morgentraum

Heute regnet es und ich freue mich darüber, denn der Regen fällt ganz sacht und lässt mich träumen. Am schönsten lässt sich in und mit Gedichten träumen, egal in welcher Richtung. So wie die Nachfolgenden ...




Morgentraum

Gedämpft nur schlüpft das erste Licht
    Durch hohe, breite Blätterkronen.
Die Elfen, die in Blumen wohnen,
    Die hören’s nicht.
    Doch nicht mehr lang,
Dann tun sich Blumenglocken auf,
Dann tun sich viele Türen auf.
    Ein leiser Klang
Erzittert kindhaft durch den Hain,
Und rings erblühen Elfenreihn.

Ergehst du dich im Mittagslicht
    Durch jenen Hain,
Dann siehst du all die Wunder nicht.
    Der Elfenleiber Silberlicht
Erbleicht am hellen Tagesschein.
Sie sind ein zarter Morgentraum,
Ein Sonnenstaub von Baum zu Baum,
    Im ersten, halben Morgenlicht.

Peter Baum · 1869-1916




Und endlich stirbt die Sehnsucht doch

Und endlich stirbt die Sehnsucht doch – – –
Wie Blüten sterben im Kellerloch,
Die ewig auf ein bisschen Sonne warten.
Wie Tiere sterben, die man lieblos hält.
Und alles Unbetreute in der Welt.
Man fragt nicht mehr: „Wo wird sie sein –?!?“
Ruhig erwacht man, ruhig schläft man ein.
Wie in verwehte Jugendtage blickst du zurück,
Und irgendjemand sagt dir weise: „'s ist dein Glück!“
Da denkt man, dass es vielleicht wirklich so ist,
Wundert sich still, dass man doch nicht froh ist!

Peter Altenberg . 1859-1919




Die Maus

Es wollte eine kleine Maus _
im Keller wohnhaft _ hoch hinaus.
Und eines Nachts auf leisen Hufen,
erklomm sie achtundneunzig Stufen
und landete mit Weh und Ach
ganz oben, dicht unter dem Dach.
Dort wartete bereits auf sie
die Katze namens Doremi.
Kaum, dass das Mäuslein nicht mehr lebte,
geschah´s dass eine Fledermaus
ein paarmal um die Katze schwebte,
zur Luke flog und dann hinaus.
da faltete die Katz, die dreiste,
die Pfoten und sprach: Ei, wie süß!
Da fliegt die Maus, die ich verspeiste,
als Engelein ins Paradies!"

Heinz Erhardt




Warum die Zitronen sauer wurden

Ich muss das wirklich mal betonen:
Ganz früher waren die Zitronen
(ich weiß zwar nicht genau mehr wann dies
gewesen ist) so süß wie Kandis.

Bis sie einst sprachen: „Wir Zitronen,
wir wollen groß sein wie Melonen!
Auch finden wir das gelb abscheulich,
wir wollen rot sein, oder bläulich!"

Gott hörte oben die Beschwerden
und sagte: „Daraus kann nichts werden!
Ihr müßt so bleiben! Ich bedauer!"
Da wurden die Zitronen sauer...

Heinz Erhardt




Auf dem Fliegenplaneten

Auf dem Fliegenplaneten,
da geht es dem Menschen nicht gut:
Denn was er hier der Fliege,
die Fliege dort ihm tut.

An Bändern voll Honig kleben
Die Menschen dort allesamt,
und andre sind zu Verleben
in süßliches Bier verdammt.

In einem nur scheinen die Fliegen
Dem Menschen vorauszustehn:
Man bäckt uns nicht in Semmeln,
noch trinkt man uns aus Versehn.

Christian Morgenstern



Freitag, 28. August 2015

Sommerlied


Heute habe ich sehr viele verblühte Blumen von meinen Balkonkästen abgeknipst, aber die nächsten Knospen warten schon darauf zu blühen, es ist Sommerhalbzeit. Es ist gut so, die Sonne brennt nicht mehr so heiß und ich muss nicht mehr stöhnen. Solche Worte oder Ähnliche wie bei Emanuel Geibel im Gedicht, habe ich bei der großen Hitze gedacht ...


Hochsommer

Von des Sonnengotts Geschossen
Liegen Wald und Flur versengt,
Drüber, wie aus Stahl gegossen,
Wolkenlose Bläue hängt.

In der glutgeborstnen Erde
Stirbt das Saatkorn, durstig ächzt
Am versiegten Bach die Herde,
Und der Hirsch im Forste lechzt.

Kein Gesang mehr in den Zweigen!
Keine Lilie mehr am Rain! –
O wann wirst du niedersteigen,
Donnerer, wir harren dein.

Komm, o komm in Wetterschlägen!
Deine Braut vergeht vor Weh –
Komm herab im goldnen Regen
Zur verschmachtenden Danae!

Emanuel Geibel





Sommerlied

O Sommerfrühe blau und hold! 
Es trieft der Wald von Sonnengold, 
In Blumen steht die Wiese; 
Die Rosen blühen rot und weiß 
Und durch die Felder wandelt leis' 
Ein Hauch vom Paradiese. 
Die ganze Welt ist Glanz und Freud, 
Und bist du jung, so liebe heut 
Und Rosen brich mit Wonnen! 
Und wardst du alt, vergiß der Pein 
Und lerne dich am Wiederschein 
Des Glücks der Jugendsonnen.

Emanuel Geibel

Nun kann ich noch zwei lustige Gedichte dazu schreiben, um meine Sinne zu frohlocken. 



Die Stärke des Weins

Wein ist stärker als das Wasser:
Dies gestehn auch seine Hasser.
Wasser reißt wohl Eichen um,
Und hat Häuser umgerissen:
Und ihr wundert euch darum,
Dass der Wein mich umgerissen?

Gotthold Ephraim Lessing






Der Sperling und das Känguru

In seinem Zaun das Känguru
es hockt und guckt dem Sperling zu.

Der Sperling sitzt auf dem Gebäude
doch ohne sonderliche Freude.

Vielmehr, er fühlt, den Kopf geduckt,
wie ihn das Känguru beguckt.

Der Sperling sträubt den Federflaus
die Sache ist auch gar zu kraus.

Ihm ist, als ob er kaum noch säße
Wenn nun das Känguru ihn fräße?!

Doch dieses dreht nach einer Stunde
den Kopf aus irgend einem Grunde,

vielleicht auch ohne tiefern Sinn,
nach einer andern Richtung hin.

Christian Morgenstern




Donnerstag, 27. August 2015

Schöne Momente fangen uns unwissend ...

Mein Tag fing an mit, meine Blumen gegossen, gefrühstückt, Zimmer aufgeräumt und mich dann nachdenklich an den Computer gesetzt. Diese Nachdenklichkeit blieb auch beim Suchen einer schönen Geschichte und, ich habe diese Geschichte gefunden, von einem unbekannten Autor, mit dem Titel ...

Schöne Momente fangen uns unwissend …

Ein Taxifahrer aus NYC schrieb:

Als ich an der gewünschten Adresse ankam, hupte ich. Nachdem ich ein paar Minuten gewartet hatte, hupte ich nochmal. Dies war die letzte Fahrt meiner Schicht, deswegen überlegte ich mir einfach weg zu fahren, aber stattdessen parkte ich das Auto und ging zur Tür und klopfte… “Moment”, antwortete eine brüchige, ältere Stimme. Ich konnte hören, wie etwas über den Boden geschliffen wurde.
Nach einer langen Pause öffnete sich die Tür. Eine kleine Frau in ihren 90ern stand mir gegenüber. Sie trug ein bedrucktes Kleid und einen Hut mit einem Schleier, der aussah als stamme er aus einem Film aus der 40ern.

Neben ihr war ein kleiner Koffer. Die Wohnung sah aus als wenn dort niemand seit Jahren wohnen würde. Alle Möbel waren mit Laken bedeckt.
Es gab keine Uhren an den Wänden, kein Schnickschnack oder Utensilien auf den Schränken. In der Ecke war ein Karton, der gefüllt mit Fotos und Glasdekoration war.
“Würden sie meine Tasche zum Auto tragen?” fragte sie. Ich nahm ihren Koffer mit zum Taxi und drehe um, um der Frau zu helfen.

Sie nahm mich beim Arm und wir gingen langsam den Bordstein entlang.
Sie hörte nicht auf sich bei mir für meine Freundlichkeit zu bedanken. “Das ist doch selbstverständlich”, sagte ich ihr. “Ich versuche nur meine Fahrgäste so zu behandeln, wie ich möchte, dass meine Mutter behandelt wird.”
“Oh, Sie sind so ein guter Junge”, sagte sie. Als wir beim Taxi ankamen, gab sie mir die Adresse und fragte: “Können wir durch die Innenstadt fahren?”
“Das ist aber nicht der kürzeste Weg”, antwortete ich rasch.
Ich guckte in den Rückspiegel. Ihre Augen glänzten. “Ich habe keine Familie mehr”, mit einer sanften Stimme sprach sie weiter. “Der Arzt sagt, dass ich nicht mehr lange habe …” Leise führte ich meine Hand zum Zähler und schaltete ihn aus.
“Welche Strecke möchten Sie fahren?”, fragte ich.

Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir durch die Stadt. Sie zeigt mir das
Gebäude, wo sie mal als Aufzugsführerin gearbeitet hat.
Wir fuhren durch die Nachbarschaft, in der sie und ihr Mann lebten als sie frisch verheiratet waren. Sie ließ mich vor einem Möbelgeschäft anhalten, welches früher mal ein Tanzsaal war zu dem sie tanzen ging als sie eine junge Frau war.
Manchmal, als wir an bestimmten Gebäuden oder sogar Straßenecken vorbeifuhren, fragte sie mich langsamer zu fahren. Sie saß nur da und starrte in die Dunkelheit und sagte nichts.
Als die ersten Sonnenstrahlen zu sehen waren, sagt sie plötzlich: “Ich bin müde. Lassen sie uns jetzt fahren.”

In Stille gehüllt führen wir zu der Adresse, die sie mir gegeben hatte. Es war ein flaches Gebäude, wie eine kleine Kuranstalt mit einer kleinen Einfahrt umrahmt von Säulen.
Zwei Pfleger kamen zum Taxi, sowie wir anhielten. Sie waren besorgt und achteten auf jede ihrer Bewegungen.

Sie mussten sie erwartet haben.
Ich öffnete den Kofferraum und trug ihren kleinen Koffer zur Tür. Die Frau wurde schon in einen Rollstuhl gesetzt.
“Wie viel bekommen Sie von mir?”, fragt sie als sie in ihre Handtasche griff.
“Nichts”, antwortete ich.
“Sie brauchen doch einen Lebensunterhalt”, sagte sie.
“Es gibt andere Fahrgäste”, entgegnete ich.
Fast ohne darüber nachzudenken, beugte ich mich hinunter und umarmte sie. Sie hielt mich fest.
“Sie haben einer alten Frau einen kleinen Moment des Glücks gegeben,” sagte sie. “Dankeschön.”
Ich drückte ihre Hand und ging in die Morgendämmerung… Hinter mir schloss sich eine Tür. Es war das Geräusch eines sich schließenden Lebens…

Ich holte während dieser Schicht keine weiteren Fahrgäste ab. Ich fuhr ziellos in der Gegend rum. Für den Rest des Tages konnte ich kaum sprechen. Was wäre, wenn diese Frau einen unfreundlichen oder ungeduldigen Fahrer, der nur auf das Ende seiner Schicht wartet, erwischt hätte? Was wäre, wenn ich nicht zur Tür gegangen wäre oder nur einmal gehupt hätte und dann weggefahren wäre?


Auf einen kurzen Rückblick denke ich nicht, dass ich nie etwas Wichtigeres in meinem Leben getan habe.
Wir sind alle in dem Glauben, dass unsere Leben umgeben von schönen Momenten sind.
Aber schöne Momente fangen uns unwissend – wunderschön verpackt in etwas, dass andere als klein oder nichts betrachten.

(Autor unbekannt)
Nach dem Lesen dieser Geschichte verwandelte sich mein Gesicht zur Zufriedenheit, meine Nachdenklichkeit legte ich ab. Es ist schön, solchen Menschen zu begegnen ... wenn auch nur in Geschichten.


Mittwoch, 26. August 2015

Meine alte Geige

Heute mal ganz einfach der Blog gestaltet, für den heutigen Tag. Das bedeutet nicht, ohne Poesie. Zur Poesie gehören Gedichte, besonders von Regina Meier zu Verl.





Meine alte Geige

spielt von ganz allein,
wenn ich sie auf die Schulter leg,
dann stimmt sie sich schon ein.


Den Bogen leg ich auf die Saiten,
die Melodie erklingt,
manchmal lässt er sich nur gleiten,
danach er hüpft und springt.


Sie spielt die schönsten Lieder,
die Geige, ja sie singt.
Kommt dann das Christkind wieder,
das Gloria erklingt.


So, als ob Engel sängen
im großen Himmelschor
mit feinen, zarten Klängen
hebt sie sich dann hervor.


Meine schöne Geige
spielt im Kerzenschein
und wenn ich ihr nur lausche,
bin ich nicht mehr allein.

© Regina Meier zu Verl




Kunigunde und Kunibert, ein Vogelpaar

Schau, wie schön der Himmel ist
flötet fröhlich Kunigunde,
ach, wie hab ich das vermisst,
komm, wir fliegen eine Runde!

Doch ihr Gatte Kunibert
Macht nicht einmal die Augen auf
Denkt: Wenn sie sich auch beschwert,
ich bleibe hier und pfeif was drauf.

Kunigunde ist entsetzt,
so ein Faulpelz ist ihr Mann,
auch ist sie traurig und verletzt,
der Himmel ändert nichts daran.

Doch mit jedem Flügelschlag
gewinnt sie Fröhlichkeit zurück,
sie weiß ja, dass er sie sehr mag
und er ist auch ihr ganzes Glück.

Man kann mal Zeit allein verbringen,
dann freut man sich auf Zweisamkeit
und wird gemeinsam wieder singen:
Es lebe die Gemütlichkeit!

© Regina Meier zu Verl







Dienstag, 25. August 2015

Wundervolle Fotos ...

Heute möchte ich euch Fotos zeigen, für mich ganz besondere, von einem Foto-Künstler. Sie begeistern mich. Erik Johnnson ist für mich ein Mensch mit viel Phantasie und ich zeige diese Fotos sehr gerne. Nein, ich glaube nicht, dass ich das Urheberrecht verletzt habe, ich gebe sie nicht, für meine aus und möchte kein Profit machen. Ich möchte nur die Schönheit zeigen und die Kunst. Erik Johannson, solltest du der Meinung sein, du möchtest es nicht, dann schreib es mir und ich "Lösche" sie wieder. 

















Es sind nur einige Fotos, wenn ihr noch mehr sehen möchtet, dann sucht diese Seiten auf.

http://www.ligastudios.com/culture/erik-johansson-foto-kuenstler-schweden-berlin-ted-konferenz

http://www.mopo.de/reise/erik-johansson-fotograf-erschafft-fantastische-landschaften-,5066774,29025102.html


Wünsche euch allen eine schöne, wundervolle Woche. 



Montag, 24. August 2015

Die Schlange und der Landmann

Gestern habe ich "Dumme Sprüche" aufgeschrieben, heute möchte ich mit Fabeln lehrreicher sein. Vielleicht kennt ihr die Fabeln schon, dann nehmt sie bitte als Auffrischung an.


Die Schlange und der Landmann

Eine Schlange, welche ihren Verschlupf im Vorhofe eines Landmannes hatte, tötete dessen kleines Kind, worüber die Eltern in tiefe Trauer gerieten. In seiner Betrübnis ergriff der Vater ein Beil und wollte die Schlange, sobald sie
hervorkäme, totschlagen. Wie sie nun den Kopf ein wenig herausstreckte, wollte er schnell auf sie loshauen, allein er verfehlte sie und traf nur die Öffnung ihres Schlupfwinkels. Nachdem sich die Schlange wieder in ihr Loch zurückgezogen hatte, glaubte der Landmann, sie denke nicht mehr an die Beleidigung, nahm Brot und Salz und setzte es vor die Höhle. Die Schlange aber zischte ganz fein und sprach. »Nun und nimmer kann Zutrauen und Freundschaft zwischen uns bestehen, solange ich den Stein sehe und du das Grab deines Kindes.«

Die Fabel lehrt, daß niemand Haß und Rache vergißt, solange er ein Denkmal dessen, was ihn in Betrübnis versetzte, vor Augen hat.


Das Lamm und der Wolf

Ein Lämmchen löschte an einem Bache seinen Durst. Fern von ihm, aber näher der Quelle, tat ein Wolf das gleiche. Kaum erblickte er das Lämmchen, so schrie
er:
»Warum trübst du mir das Wasser, das ich trinken will?«
»Wie wäre das möglich«, erwiderte schüchtern das Lämmchen, »ich stehe hier unten und du so weit oben; das Wasser fließt ja von dir zu mir; glaube mir, es kam mir nie in den Sinn, dir etwas Böses zu tun!«
»Ei, sieh doch! Du machst es gerade, wie dein Vater vor sechs Monaten; ich erinnere mich noch sehr wohl, daß auch du dabei warst, aber glücklich entkamst, als ich ihm für sein Schmähen das Fell abzog!«
»Ach, Herr!« flehte das zitternde Lämmchen, »ich bin ja erst vier Wochen alt und kannte meinen Vater gar nicht, so lange ist er schon tot; wie soll ich denn für ihn büßen.«
»Du Unverschämter!« so endigt der Wolf mit erheuchelter Wut, indem er die Zähne fletschte. »Tot oder nicht tot, weiß ich doch, daß euer ganzes Geschlecht mich hasset, und dafür muß ich mich rächen.«
Ohne weitere Umstände zu machen, zerriß er das Lämmchen und verschlang es.
Das Gewissen regt sich selbst bei dem größten Bösewichte; er sucht doch nach Vorwand, um dasselbe damit bei Begehung seiner Schlechtigkeiten zu beschwichtigen.


Der Löwe und der Bär

Ein Fuchs war einmal auf Jagd gegangen, einen guten Bissen zu erbeuten. Er 
war noch nicht lange unterwegs, als er ein lautes Streiten vernahm.
Ein Bär schlug mit seinen Tatzen nach einem Löwen und fauchte ihn wütend an:
»Ich war der erste beim Hirschkalb. Die Beute gehört mir, ich habe sie gefangen.«
»Nein!« brüllte der Löwe zornig zurück. »Du lügst! Ich war als erster hier, und darum gehört die Beute mir.« Er wehrte sich kräftig und schnappte mit seinen scharfen Zähnen nach dem Fell des Bären.
Der Löwe und der Bär kämpften verbissen miteinander. Dem Fuchs erschien der Kampf endlos, denn nicht weit von ihm entfernt lag die Streitbeute, und er mußte sich zusammenreißen, daß er sich nicht gleich auf das Hirschkalb stürzte. Aber er war klug und sagte sich: »Sind die Streitenden erst erschöpft, so können sie mir nichts mehr anhaben.«
Als der Bär und der Löwe nach unerbittlichem Kampf endlich kraftlos zusammenbrachen, waren sie tatsächlich nicht mehr fähig, sich zu rühren. Der Fuchs schritt an ihnen vorbei und holte sich die Beute. Er verneigte sich höflich und sagte: »Danke, meine Herren, sehr freundlich, wirklich sehr freundlich!« Lachend zog er mit dem Hirschkalb ab.

Hier zu dieser Geschichte fallen mir die Worte ein: Wenn Zwei sich streiten, freut sich ein Dritter.