Seiten

Montag, 29. Februar 2016

Die kleine Raupe Lilli

Heute ist das Wetter dunkel, windig und nasskalt, es drückt mächtig auf meine Augenlider, die schon von der Nacht nicht ausgeruht sind. Da brauche ich eine nette Geschichte, um nicht in Schlaf zu versinken, und es fällt mir die Geschichte von Franziska Müller ein, "Die kleine Raupe Lilli". Vor ein paar Tagen habe ich sie in die Zwischenablage gespeichert, um sie an solch einem Tag wie heute, zu lesen.
Ich finde, sie ist für kleine und große Kinder geeignet und sie gibt mir ein warmes, vertrautes Gefühl. 

Die kleine Raupe Lilli  
von Franziska Müller 

Es war einmal eine kleine Raupe, die hieß Lilli. Jeden Morgen nach einem langen und gemütlichen Frühstück zusammen mit ihren Eltern, ging Lilli ihre Oma Ilse besuchen. Sie wohnt nicht weit weg von dem Haselnussstrauch, wo Lilli zu Hause ist. Heute ist ein besonders ungemütlicher und stürmischer Tag. Schon die ganze Nacht hat es geregnet und auch jetzt ist die Sonne noch nicht zu sehen. Die Wolken hängen ganz tief und ohne Gummistiefel kann man bei diesem Wetter auf keinen Fall nach draußen. So hat sich Lilly ihre wunderschönen rot-weiß gepunkteten Gummistiefel angezogen und macht sich auf den Weg zu Oma Ilse. Egal wie sehr es auch regnet, den wunderbar leckeren Kakao bei Oma kann sich Lilly einfach nicht entgehen lassen. Lilli ist noch gar nicht weit gelaufen, als sie jemanden weinen hört. Sie schaut sich um und tatsächlich hinter einem Blatt sieht Lilli einen Regenwurm, der ganz traurig ist. „Was ist denn mit dir los, lieber Regenwurm?“ fragt Lilli ganz zaghaft. „Ach, nichts!“ seufzt der Regenwurm. „Aber warum bist du dann so traurig?“ „Ach du hast es so gut, Raupe.“ Lilli überlegt, aber sie weiß nicht so recht, was der Regenwurm ihr damit sagen möchte. „Warum das denn, es regnet und ich laufe hier entlang, warum macht dich das so traurig? Übrigens ich heiße Lilli.“ „Hallo Lilli, ich heiße Fritz. Weißt du Lilli, jeden Morgen sehe ich dich hier wie du an mir vorbei läufst mit einem Lächeln im Gesicht und gut gelaunt.                         Egal welches Wetter ist, du siehst immer fröhlich und freundlich aus. Und so haben dich auch alle Anderen lieb. Aber schau mich an, ich bin braun und kann nicht mal mehr richtig lächeln. Schau!“ und da versucht Fritz zu lachen, aber sein Mund bewegt sich fast überhaupt nicht. Lilli schaut Fritz an und wird auf einmal traurig. Doch dann hat sie eine Idee! „Fritz, weißt du, ich bin gerade auf dem Weg zu meiner Oma 
um einen Kakao mit ihr zu trinken. Was hältst du davon, wenn du einfach mit kommst. Und dann unterhalten wir uns und meine Oma kann so gute Witze erzählen, da musst du 
einfach lachen und wieder gut gelaunt sein!“ „Denkst du das klappt?“ „Na aber sicher, ich kenne doch meine Oma und ihre Witze, das wird super!“ Und so gehen die beiden zusammen zu Oma Ilse um einen Kakao zu trinken und gemeinsam zu lachen. Von diesem Tag an gehen Lilli und Fritz jeden Morgen zusammen bei Oma Ilse Kakao trinken und es hat wirklich geklappt. Fritz kann wieder lachen und ist nicht mehr so traurig. Natürlich auch weil er eine tolle neue Freundin mit Lilli gefunden hat.



Sonntag, 28. Februar 2016

Der eingebildete Wolf

Der Tag beginnt mit durchwachsendem Wetter. Im Moment kein Regen, kein Sonnenschein, nur ein kleines Grinsen der Sonne. Es zeigt auf, es könnten noch Strahlen werden. Ich passe mich diesem Wetter an und lächle, es könnte im Laufe des Tages noch zu einem Lachen werden, denke ich mir. Die Fabeln, die ich suche, handeln von Tieren, aber meinen die Menschen. 


Die Haubenlerche während der Ernte


Die Haubenlerche, welche mit dem Regenpfeifer
vor Tage schon wetteifert, baute einst im Feld ihr Nest.
Und Junge hatte sie, die mit der Saatfrucht sie ernährte;
die trugen ihre Hauben schon und waren bald flügge.
Da kam der Landwirt, nachzusehen, und als er merkte,
der Weizen war gelbbraun, da sprach er: »Jetzt ist's Zeit,
dass ich zum Mähen alle meine Freunde rufe!«
Und eines von den Lerchenjungen, die die Haube trugen,
vernahm die Worte, meldet' sie der Mutter mit der Mahnung,
den Jungen anderswo den Nestbau zu besorgen.
Die aber sagte: »Noch hat's Zeit, an Flucht zu denken!
Wer nämlich auf die Freunde rechnet, hat es noch nicht eilig.«
Doch als der Bauer wiederkam und nun erkannte,
wie sich die Ähren in der Sommerhitze neigten,
und Weisung gab, den Schnittern morgen ihren Sold zu bringen
und auch den Garbenbindern ihren Lohn zu zahlen,
da sprach die Lerche zu den kleinen Jungen: »Jetzt,
ihr Kinder, ist es für uns Zeit, uns auf den Weg zu machen.
Jetzt mäht er nämlich selber und verlässt sich nicht mehr auf die Freunde.«



Der eingebildete Wolf

Es lebte unter anderen Wölfen einst ein Wolf von großer Stärke,
den man darum den Löwen nannte. Uneinsichtig war er
und konnte nicht den Ruhm vertragen, trennte sich vielmehr
von den Genossen, beigesellte sich den Löwen.
Mit Hohn sprach da das Füchslein: »Niemals möchte ich
erwachen aus Verblendung, wie du jetzt sie tief erlebtest.
Für Wölfe nämlich magst du wirklich als ein Leu erscheinen,
doch Löwen wirst du im Vergleich ein Wolf stets bleiben.«



Der bissige Hund

Ein Hund biss unbedacht. Da ließ sein Herr
von einem Schmied ihm eine Schelle machen;
er hängte sie ihm um, von fern ihn anzukündigen.
Der Hund, die Schelle läutend, bläht sich auf dem Markt.
Da richtet eine alte Hündin an ihn das Wort:
»Du Tropf, was prahlst du so? Nicht Schmuck für Wohlverhalten
und für Tüchtigkeit, Beweis für deine Bosheit vielmehr kündest du.«



Nun, da ich die Fabeln aufgeschrieben habe, muss ich an die Menschen denken, deren Verhalten mit den Tieren gleichkommt. Freunde gibt es nur wenige, denn bei benötigter Hilfe sind sie meistens anderswo beschäftigt und können nicht abkommen.
Eingebildete Menschen sind mir in meinem Leben auch genug begegnet. Dieses Thema möchte ich aber nicht weiterführen, um mein Lächeln nicht zu verlieren.



Samstag, 27. Februar 2016

Zitate von Oscar Wilde

Das Wetter ist wunderschön, auch wenn es nicht zu warm ist. Was mir besonders gefällt ist, die Sonne scheint den ganzen Tag. Mein Gesicht bleibt ein freundliches Gesicht, auch wenn ich Zitate von Oscar Wilde lese. Er war ein Kenner des Lebens und somit des Menschen. 



Der Kultivierte bedauert nie einen Genuß. Der Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was Genuß ist.
Als ich jung war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Jetzt, wo ich alt bin, weiß ich, daß es das Wichtigste ist.
Das einzige schreckliche Ding auf Erden ist Langeweile. Das ist die Sünde, für die es keine Vergebung gibt. 
Daß die Leute über einen reden, ist nur halb so schlimm wie das, daß sie nicht über einen reden. 
Das ist die Kunst des Gesprächs: Alles zu berühren und sich in nichts zu vertiefen. 
Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.
Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles. Sie werden unweigerlich zu früh gefaßt. 
Das Leben ist eine viel zu ernste Sache, um darüber ernst zu reden.
Der Grund, warum es uns solches Vergnügen bereitet, andere Leute zu enträtseln, ist der, daß dadurch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von dem unsrigen abgelenkt wird.
Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.
Zu einer glücklichen Ehe gehören meistens mehr als zwei Personen.
Das Kunstwerk soll den Betrachter meistern, nicht der Betrachter das Kunstwerk.
Die Revolution ist die erfolgreiche Anstrengung, eine schlechte Regierung loszuwerden und eine schlechtere zu errichten.
Die wahre Vollendung des Menschen liegt nicht in dem, was er besitzt, sondern was er ist.
Nach einem guten Essen kann man allen Menschen vergeben, selbst den eigenen Verwandten.
An einem Manne liebe ich es, wenn er eine Zukunft vor sich, an der Frau, wenn sie eine Vergangenheit hinter sich hat.
Wohlerzogen zu sein, ist heutzutage ein großer Nachteil. Es schließt einen von so vielem aus. 
Die moralisierende Frau ist ohne jeden Reiz. 
Einen guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige, was man damit machen kann.
Der Ausdruck der vollkommenen Persönlichkeit ist nicht Empörung, sondern Ruhe.
Das einzige Bindeglied zwischen Literatur und Theater, das wir heute noch haben, ist das Programmheft.
Der Mensch ist alles andere eher als vernünftig.
Das Gedächtnis ist das Tagebuch, das wir alle bei uns tragen.
Lachen ist durchaus kein schlechter Beginn für eine Freundschaft und ihr bei weitem bestes Ende.
Bigamie ist es, eine Frau zu viel zu haben, Monogamie dasselbe.

Freitag, 26. Februar 2016

Der dumme Arzt

Die Sonne scheint, trotzdem legt sich Müdigkeit auf meine Augenlider.  Nein, ich möchte noch nicht schlummern, es ist Tag, ich habe ein paar Fabeln entdeckt die ich auch für euch aufschreiben möchte. Sie sind kurz im Text, aber nicht ohne Sinn.


Es war einmal ein dummer Arzt. Und als zu einem Kranken alle sagten: »Hab keine Angst, du wirst gerettet! Dein Leiden braucht zwar Zeit, doch wird's schon besser«, kam jener Arzt hinzu und sagte: »Mach dich bereit, denn du musst sterben!
Ich mache dir nichts vor und lüge dich nicht an; den Tag, der kommt, wirst kaum du überleben.« So sprach er und besucht' ihn auch nicht weiter.
Es dauert' lange Zeit, bis dass der Mann genas und ausging, blass noch zwar und kaum auf seinen Beinen stehend. Begegnet' ihm der Arzt und rief: »Wie geht es dir? Nun sag mir doch, wie sieht es unten aus?«
Darauf der Kranke: »Heiter lebt man da, bloß Lethe* trinkend. Kore aber und der große Pluton, die waren neulich auf die Ärzte böse, weil die die Kranken von dem Tod abhielten. Sie schrieben alle auf, und auf die erste Liste wollten sie auch deinen Namen setzen. Doch ich, zwar zitternd, trat gleich vor und fasste sie bei ihren Zeptern und schwur bei ihnen selber, dass in aller Wahrheit du nie ein Arzt gewesen seist und man dich bloß verleumde.«

*Lethe: griech. "Vergessen"
  griech. Sage: Strom in der Unterwelt, aus dem die Seelen der Verstorbenen Vergessen trinken.




In einen deckellosen Topf voll Brühe fiel die Maus, und von der Fettigkeit erstickt, bemerkte sie, schon in den letzten Zügen: »Gegessen habe ich und getrunken und alles recht genossen; somit ist es Zeit für mich zu sterben.«

Ein leckermäuliges Mäuschen wirst du vor den Menschen werden, wenn du das Angenehme, das dir schädlich, nicht verwirfst.




Für schöne Kinder setzte einen Preis Zeus allen Lebewesen aus und wollte selbst der Richter sein.
Zum Ausscheid kam denn auch die Affenmutter mit ihrem nackten Stumpfnas-Jungen, welches sie am Busen trug. Der Anblick machte alle Götter lachen. Die Mutter aber sprach: »Zeus kennt den Sieger, für mich jedoch ist dies das schönste Kind.«

Die Fabel dürfte aller Welt beweisen, dass jeder sein Geschöpf fürs beste hält.





Donnerstag, 25. Februar 2016

Der gute Rat

Zur Zeit bin ich auf  Fabel-Jagd, und es macht mir Spaß. Nur wenn sie nicht gut ausgehen macht es mich traurig, ich vergleiche die Fabeln und Geschichten mit der jetzigen Realität und finde, sie gehen nicht weit auseinander.

Die Erde und der Hase

Eines Tages sagte der Hase zur Erde: »Du rührst dich nicht, du stehst beständig fest; warum das?«

»Du täuschest dich«, erwiderte die Erde, »ich laufe mehr als du.«

»Es soll auf den Beweis ankommen!« rief der Hase und fing zu laufen an. Nachdem er eine lange Strecke durcheilt hatte, hielt er, des Sieges versichert, inne. Aber zu seiner großen Überraschung sah er die Erde noch immer unter seinen Füßen. Öfter noch wiederholte er die Probe, bis er, durch die langen Anstrengungen ermüdet, zu Boden sank und starb.

Der gute Rat 
von Diana Nagel 

Die kleine Maus kommt ganz aufgebracht zu ihrem besten Freund, dem Hasen. Ihm fällt sofort auf, dass die kleine Maus Tränen in den Augen hat und fragt sie, was denn passiert ist. „Mein Brüderchen hat ganz doll an meinem Schwanz gezogen, weil ich nicht mit ihm spielen wollte. Das hat so wehgetan, dass ich weggelaufen bin.“ Der Hase ist ganz entsetzt und will wissen, ob sich das Brüderchen der kleinen Maus schon bei ihr entschuldigt hat. „Ja, aber ich möchte ihm das nicht verzeihen. Ich werde nie wieder mit meinem Brüderchen spielen“ antwortet die kleine Maus. Das kann der Hase nicht verstehen. Er setzt sich neben die Maus und sagt: „Weißt du, was mir einmal passiert ist. Ich habe mich auch mal ganz doll mit einem Freund gestritten. Dann ist er weggegangen und ich habe ihn nie wieder gesehen. Bis heute bin ich traurig, dass ich nie die Möglichkeit hatte, mich bei ihm zu entschuldigen. Ich möchte nicht, dass dir das selbe passiert.

Hör auf meinen Rat! Schau in Liebe und verzeih, du bist auch nicht fehlerfrei. Denk mal nach wie oft im Leben wurde dir wohl schon vergeben!“


Wer seinen Nächsten verurteilt, der kann irren. Wer ihm verzeiht, der irrt nie. Karl Heinrich Waggerl

Mittwoch, 24. Februar 2016

Weisheiten von Henry Ford

Heute ist wunderschönes Wetter, dafür war die Nacht mit Vollmond, für mich, nicht angenehm. Wie sagt man, bei Vollmond schläft der Mensch schlecht, und da ich ein Mensch bin, habe ich schlecht geschlafen. Am Tag bin ich aber an vielem interessiert und so lese ich nachfolgende Geschichte, die mir gefällt.

Weisheiten von Henry Ford

Vielen dürfte Henry Ford I (1863-1947) als der Gründer des nach ihm benannten Autokonzerns bekannt sein. Henry Ford war ein genialer Konstrukteur und Visionär, der es nicht nur bei seinen Visionen beließ, sondern diese als Unternehmer in die Tat umsetzte.

Große Bekanntheit erlangte er durch seine – damals revolutionären – Fertigungspraktiken, immer mit dem Ziel, günstiger zu produzieren und damit ein für den „kleinen Mann“ erschwingliches Auto auf den Markt zu bringen.

Mit seinem Vermögen setzte er sich auch für sozial Benachteiligte ein.

Einige seiner Aussagen haben in der heutigen Zeit nichts an ihrer Gültigkeit verloren und sind aktuell wie eh und je. Hier einige Zitate von ihm, die mir sehr gefallen:

Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.

Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.

Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.

Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.

Ich prüfe jedes Angebot. Es könnte das Angebot meines Lebens sein.

Wenn eine Ente ein Ei legt, dann tut sie das still und zurückgezogen in einem Busch. Wenn jedoch ein Huhn ein Ei legt, so gackert es laut und flattert herum. Und der Erfolg? Die ganze Welt isst Hühnereier!

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.
Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt – er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt.

Ich lehne es ab, anzuerkennen, dass es Unmöglichkeiten gibt.

Ich weiß, die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht, welche Hälfte.

Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man ein Vermögen.

Der Verkauf eines Autos ist nicht der Abschluss eines Geschäftes, sondern der Beginn einer Beziehung.

Nimm die Erfahrung und die Urteilskraft der Menschen über 50 heraus aus der Welt, und es wird nicht genug übrigbleiben, um ihren Bestand zu sichern.


Diese Worte von Henry Ford gefallen mir wirklich und sie sollten sehr viel mehr gelesen und danach gehandelt werden. Diese Worte sind auch für unsere Politiker geeignet, die mit der Autoindustrie sehr eng kooperieren. 

Herzlichst Margot.


Dienstag, 23. Februar 2016

Die Katze und die Frau

Bei so einem regnerischen Wetter, man möchte nicht aus dem Haus, suche ich eine Fabel über Katzen und ich finde sie. Sie stammt aus Afrika und kommt unseren Fabeln sehr nahe. Wir lieben Katzen, so auch die Katzen uns, und warum die Katzen uns Menschen mögen, lese ich in dieser Fabel.

Die Katze und die Frau

Vor langer, langer Zeit lebte die Katze nicht in den Häusern der Menschen, sondern wild im Busch. Sie fühlte sich aber einsam und dachte, sie wolle sich einem starken und mächtigen Wesen anschließen. Zuerst schloss sie Freundschaft mit dem Hasen und begleitete ihn überall hin.

Eines Tages aber bekam der Hase Streit mit einem Hirsch; dieser kämpfte gegen den Hasen und tötete ihn mit dem Geweih. So zog die Katze mit dem Hirsch weiter. Eines Tages aber sprang aus einem Hinterhalt ein Leopard auf den Hirsch und brachte ihn um. Die Katze gedachte, sich an den Leoparden zu halten; als dieser sich aber an dem Fleisch des Hirschs gütlich tun wollte, erschien ein Löwe und vertrieb den Leoparden mit ein paar Prankenhieben. So lebte die Katze mit dem Löwen zusammen und glaubte, endlich den mächtigsten Begleiter gefunden zu haben. Eines Tages aber stießen Löwe und Katze auf eine Elefantenherde. Die Katze kletterte geschwind auf einen Baum, der Löwe jedoch wurde von den Elefanten zertrampelt. Die Katze dachte: »Größere und stärkere Tiere als die Elefanten gibt es nicht. Mit ihnen muss ich Freundschaft schließen.« Die Katze überlegte noch, wie sie das anstellen sollte, als ein Jäger aus einem Busch heraus einen

giftigen Pfeil auf den Elefanten abschoss: Tot sank dieser zu Boden und die restliche Herde raste in panischem Schrecken davon. Die Katze, immer noch auf dem Baum, dachte weiter nach: »Dieses seltsame zweibeinige Wesen sieht zwar nicht besonders stark aus - aber es hat doch den Elefanten überwunden. Ich muss versuchen, mit diesem Fremdling Freundschaft zu schließen.«

Also folgte sie, wenn auch in sicherem Abstand, dem Jäger bis zu dessen Haus. Sie wartete schüchtern einstweilen vor dem Haus, als der Jäger hineinging. Bald war aus dem Hause fürchterliches Schreien und Schimpfen zu hören: Die Tür flog auf, und heraus rannte der Jäger, hinter ihm drein die Frau, die ihn mit einer Holzkelle schlug. Da sagte sich die Katze: »Nun endlich habe ich das stärkste aller Lebewesen gesehen, das jenige vor dem sich auch jener, der den Elefanten überwunden hat, fürchtet! Mit diesem Wesen will ich zusammenleben!« Und ging ins Haus und in die Küche.



Herzlichst Margot

Montag, 22. Februar 2016

Die Geschichte vom rotem Pinguin

Als ich am Samstag eine Geschichte über einen Pinguin, auf-und abgeschrieben hatte, fragte mich eine Leserin, ob ich noch mehr Pinguin-Geschichten hätte. Nein, so war es nicht, aber heute habe ich gesucht und die nachfolgende nette Geschichte gefunden. Die Autorin Barbara Böckmann, von ihr stammt diese Geschichte, scheint ein sehr warmherziger Mensch zu sein, bitte, lest selbst ...

Die Geschichte vom rotem Pinguin


Es war einmal ein kleiner Pinguin, der war rot. Er war zur Stunde des Sonnenaufgangs geboren, wo der Himmel von gleitendem Rot übergossen schien, was in der Antarktis sehr selten vorkam. Und in eben diesem Augenblick kam er zur Welt. Die Sonne hatte ihm etwas von ihrem Rot gelassen, und vor allem sein Herz war rot und voller Wärme. 
Doch niemand, nicht einmal der kleine Pinguin selbst, wußte davon; sie sahen alle nur das Rot seines Pelzes, und er war ihnen fremd. Er trug nicht den normalen schwarzen Frack über dem weißen Daunenkleid, und beim Versteckspielen verlor er auch immer, denn in der weißen Schnee- und Eislandschaft sah man ihn schon aus mehreren Kilometern Entfernung.

Manchmal saß der kleine Pinguin auf einer Eisscholle und weinte. Warum war er rot? Warum war er anders? Und warum lachten ihn alle aus? Was ist so schlimm an der Farbe, daß man ihn deshalb ausschloß? Oft weinte er nächtelang.

Eines Tages faßte er den Entschluß seinen Koffer zu packen und wegzugehen. Vielleicht gab es irgendwie viele rote Pinguine und er
war einfach nur verloren gegangen, oder vielleicht gab es irgendwo eine Pinguinfamilie, die ihn aufnahm, so wie er war.
So zog er eines nachts los und ging auf die Suche. Es folgte eine mühevolle Reise. Er kam an vielen Pinguinfamilien vorbei, doch die kleinen Pinguine liefen voller Furcht zu ihren Müttern; sie hatten Angst vor ihm. Er weinte immer mehr. Alles um ihn herum wurde naß von Tränen. Plötzlich wunderte er sich. Warum gefroren seine Tränen nicht, wie er das von anderen Pinguinen kannte; Sie weinten und hinterließen Eisperlen und Tropfen aus Eis. Doch seine Tränen bildeten eine Pfütze, obwohl es weit unter dem Gefrierpunkt war. Der kleine Pinguin wunderte sich sehr, aber er fand keine Erklärung.

So wanderte er Jahr für Jahr durch die Eiswüste, einsam und verloren.
Eines Tages jedoch war da ein ganz kleiner Pinguin der hinter einem Schneehaufen saß und weinte. Er fragte ihn, warum er weine, und der kleine weiße mit dem schwarzen Frack erzählte ihm warum er so
traurig war und merkte gar nicht, daß der rote Pinguin rot war oder gar angsteinflößend. Er drückte seinen Schnabel ganz fest in desen rote Daunen und spürte eine nie gekannte Wärme. Lange weinte der Kleine noch und tankte von dieser wohligen Wärme die ihn umgab wie eine schätzende Hülle.

Als er sich beruhigt hatte, merkte er plötzlich, daß der andere von roter Farbe war. Er wunderte sich, hatte aber keine Angst, denn wer in dieser kalten Gegend soviel Wärme besaß, konnte doch nicht böse sein. Er fragte natürlich, woher die Farbe komme, aber er gab sich mit einem "Das weiß ich auch nicht" zufrieden.
Der kleine Frackträger nahm den roten Pinguin an die Hand und nahm ihn mit zu seiner Familie. Die anderen reagierten in gewohnter Weise auf sein Erscheinen, aber der kleine erzählte sofort was ihm widerfahren war und beharrte darauf, daß er bleiben durfte. So geschah es.
Mit der Zeit werde der rote Pinguin zum festen Bestandteil der Familie. Er hörte den anderen zu, er konnte ihre kalten verhärteten Herzen schmelzen.... er konnte aber auch famose Geschichten erzählen und die kleinen Pinguine erfreuen, schon allein weil es bei ihm immer so wohlig warm war. So wurde der rote Pinguin glücklich und fühlte sich endlich zu Hause.
Und eines Morgens, als er früh auf einen Eisberg gestiegen war, um die Aussicht zu genießen und um die Sonne aufgehen zu sehen, erblickte er, als sie über den Horizont lugte, um die Nacht zu vertreiben, wie der ganze Himmel wie mit roter Farbe begossen schien.

Auf einmal hatte er das Gefühl, die Sonne habe ihm zugeblinzelt und gesagt: "Ich habe dir die rote Farbe verliehen. Ich bin froh, daß du deine Fähigkeiten gesucht und entdeckt hast, und daß du deine Wärme an andere verschenkst. Du bist eine lebendige Sonne."
Fröhlich pfeifend schlenderte der rote Pinguin später den Berg hinab. Er war glücklich! Glücklich, eine Aufgabe zu haben! Und schon von weitem sah und hörte er, wie die kleinen Pinguine auf ihn zuliefen und es gar nicht mehr erwarten konnten, daß er eine neue Geschichte erzählte.
Barbara Böckmann

Herzlichst Margot.

Sonntag, 21. Februar 2016

Regen - Februar

Der heutige Tag, es ist Sonntag, ist ein Tag der mir nicht gefällt, denn es regnet schon wieder oder immer noch. Die Bäume mit dem ersten Grün lassen die Äste hängen und ich meine Schultern, es ist einfach ein trauriger Anblick. Also mein heutiges Thema, Regen.




Regen

Vor meinem Fenster schwanken
Die schwarzen Coniferen
Im Regen und die schweren
Nassen Epheuranken.

Schatten allerwegen
Und Schleier. Nirgend ein Schimmer
Tröstender Sonne, nur immer
Wind und immer der Regen.

Die Tulpen, zarte Gestalten,
Neigen die schlanken Stiele,
Sie können im Kelch so viele
Thränen nicht mehr halten.

Sie sinken erschöpft an den feuchten
Wegen hin und weinen;
Diese Stolzen, feinen,
Wo ist nun ihr Leuchten?

Sie wollten so herrlich stehen,
Sich und den Garten zieren,
Und müssen nun liegen und frieren
Und früh vergehen.
Gustav Falke




Auf den ersten warmen Regen

Auf den ersten warmen Regen
Kommt der rechte Sonnenschein,
Kommt der Frühling uns entgegen
Nach des langen Winters Pein.

Auf den ersten warmen Regen
Dringt es sich hervor mit Macht,
Und es deckt ein Blüthensegen
Bäum' und Felder über Nacht.

Auf den ersten warmen Regen
Rinnt der letzte Schnee zu Thal,
Und auf weichen Rasenwegen
Ziehn die Lämmer allzumal.

Auf den ersten warmen Regen
Lockt es Jung und Alt hinaus,
Auch die Lahmen, auch die Trägen
Kriechen aus dem Schneckenhaus.

Auf den ersten warmen Regen
Regt sichs auch in meiner Brust,
Und dieß Regen, dieß Bewegen
Deutet auf des Liedes Lust.

Unter sanften Wellenschlägen
Wird das Herz mir warm und weich,
Frühlingsschauer, Frühlingsregen,
Milder Sonnenschein zugleich!

O willkommen warmer Regen,
Der befruchtet Herz und Sinn!
Wär' ich um ein Lied verlegen,
Der in Gott ich selig bin?

Herr! laß strömen deinen Regen,
Deinen Frühling sende du,
Gieb den reichen Liedersegen
Und das volle Herz dazu!
Karl Rudolf Hagenbach





Des Narren Regenlied

Regenöde, regenöde
Himmel, Land und See;
Alle Lust ist Last geworden,
Und das Herz tut weh.

Graugespinstig hält ein Nebel
Alles Sein in Haft,
Weher Mut weint in die Weiten,
Krank ist jede Kraft.

Die Prinzessin sitzt im Turme;
Ihre Harfe klingt,
Und ich hör, wie ihre Seele
Müde Sehnsucht singt.

Regenöde, regenöde
Himmel, Land und See;
Alle Lust ist Last geworden,
Und das Herz tut weh.
Otto Julius Bierbaum




Herzlichst Margot

Samstag, 20. Februar 2016

Pingu – Der kleine Pinguin

Als ich heute aufwachte, aufstand, den Rollladen hochzog und das Wetter sah, sind mir meine Augenlider wieder runtergefallen. Regen, Regen, Regen und meine Gedanken waren, haben wir in Hessen schon eine Regenzeit? Kommt danach die Frühlingszeit? Mit diesen nachdenklichen Gedanken habe ich den Tag begonnen und an die Kinder gedacht, sie sollen nicht traurig sein. Vielleicht gefällt ihnen eine kleine Geschichte, die ich bei ... www.informatik.uni-leipzig.de/~meiler/GL.dir/SammlungMaerchenBuecher/WS10/KalenderChristinMattai.pdf 
... gefunden habe. Hier gibt es auch noch andere schöne Kindergeschichten. 


Pingu – Der kleine Pinguin
von Christin Mattai 

Es war einmal ein kleiner Pinguin namens Pingu. Er war ein sehr fröhlicher und aufgeweckter junger Pinguin, der immer viel entdecken wollte. Eines Tages machte er mit seinen Eltern einen Picknickausflug an die Küste. Nach dem Essen wurden Mama- und Papapinguin aber so müde, dass sie sich erst einmal etwas hinlegten und schliefen. Pingu hingegen war total munter und konnte kaum ruhig sitzen bleiben. Daher beschloss er gemeinsam mit seinem Teddy die Gegend zu erkunden. Er nahm ihn unter seinen Arm und ging zunächst zu einem nahe gelegenen Hügel, von dem er immer wieder auf seinem Po runterrutschte. Das machte ihm sehr viel Spaß. Da es mit der Zeit aber ziemlich anstrengend war, nahm Pingu seinen Teddy und ging an die Küste. Dort setzte er sich ganz an den Rand des Eisblocks, von dem er seine Füße ins Wasser halten konnte. Er plantschte lustig herum und genoss die Zeit. Doch plötzlich machte es „knack“! Pingu erschrak und wusste zunächst nicht, was passiert war. Doch dann sah er das Unglück: Der Eisblock war abgebrochen und trieb nun mit Pingu auf dem offenen Meer herum. Der kleine Pinguin rief sofort um Hilfe, da er noch nicht schwimmen konnte: „Hilfe, hilfe!! Ist da jemand??“ Das hörten zwei Robben und schwammen sofort zu Pingu und fragten: „Hey was ist denn los? Warum schreist du so laut?“. Darauf antwortete Pingu: „Die Eisscholle hat sich gelöst und jetzt kann ich nicht mehr zurück an

Land, weil ich doch nicht schwimmen kann. Könnt ihr mir nicht irgendwie helfen? Ich will zurück zu Mami und Papi“. Die zwei Robben überlegten kurz und hatten dann eine Idee. „Pass auf, wir versuchen die Eisscholle zurück an Land zu treiben. Du musst dich aber gut festhalten“. Pingu war einverstanden und los ging es. Die Robben mussten sich sehr anstrengen und drückten ganz doll gegen die Eisscholle. Doch dann bewegte sie sich und schnell waren sie an der Küste angekommen. Pingu war überglücklich und bedankte sich bei den beiden für ihre Hilfe. Dann lief er ganz schnell mit Teddy zurück zu seinen Eltern und legte sich zwischen sie. Glücklich und zufrieden schlief er ein und träumte von seinen zwei neuen Freunden... 


Herzlichst Margot.

Freitag, 19. Februar 2016

Georg Busse-Palma

Das Wetter ist wie im April, leider nicht so warm. Doch der Regen wechselt sich ständig mit "Klarsein" ab. Nun, die Uhr zeigt Mittagszeit an, der Regen hat aufgehört und ich bin, auf meiner Suche nach besonderen Dichtern, bei Georg Busse - Palma, gelandet. Seine Daten zeigen an, er ist leider nicht Alt geworden.

Georg Busse-Palma (* 20. Juni 1876 in Lindenstadt bei BirnbaumProvinz Posen, Preußen, als Georg Paul Busse; † 14. Februar 1915 in Teupitz) war ein deutscher Dichter und Stiefbruder des Schriftstellers Carl Hermann Busse.(Wikipedia)
Georg Paul Busse, der 1897 das Pseudonym Georg Busse-Palma annahm, führte in den 1890er Jahren ein unstetes Vagabundenleben (darin wohl auch ein Anhänger der Lebensreformbewegung), das ihn unter anderem nach ÖsterreichBelgienFrankreich und Italien brachte. Die meiste Zeit lebte er nahezu mittellos, was durch zahlreiche Bettelbriefe, so auch an Heinrich Jacobowski und Theobald Ziegler, belegt ist. Nach der Jahrhundertwende ließ er sich in Berlin nieder, wo er von seinem Stiefbruder finanziell unterstützt wurde. Ein wohl schon seit seiner Jugend bestehendes, nicht näher bekanntes, psychisches Leiden brachte ihn 1915 in die Nervenheilanstalt bei Teupitz, wo er sich am 14. Februar 1915 das Leben nahm.

Im Garten
Schelmisches Mädchengelächter
Klang im Herzen mir nach.
Sang als weckender Wächter
Stürmische Sehnsucht wach!

Hab' mich an Liebes gedenkend
Gleich nach Rosen gebückt —
Traurig das Sträußchen nun senkend,
Da ich es freudig gepflückt.

Unnütz brach ich das beste,
Was am Stengel nur stand.
Von der Hecke die Gäste
Zogen weiter ins Land.

Weiter sind sie getrieben,
Drosselgleich wälderwärts.
Nur der Strauß ist geblieben,
Aber wo ist mein Herz?

Habt ihr es zu euch genommen,
Die ihr so hurtig entflohn?
Rosen und Küsse bekommen
Sollt ihr als Finderlohn! 


aus: Die singende Sünde
 von Georg Busse-Palma
Aufforderung
Nun kam der Lenz, der Flügelspreiter
Der Sehnsucht, wieder in das Land.
Ach meine Sehnsucht ist nichts weiter
Als Liebe, die ihr Nest nicht fand.

Viel tausend Rosen seh ich blühen,
Und alle Gärten stehn in Pracht.
Wo aber wird das Haupt erglühen,
Das meine Unrast ruhig macht?

Ein Herz zum Nisten sucht mein Sehnen,
Dann will es stäte Liebe sein —
Die Arme auf, ihr holden Schönen,
Und fangt das gern gefangne ein! 


aus: Die singende Sünde
von Georg Busse-Palma
Nach der Trennung
Die Mittagsglocken klingen,
Verbringen mir die Ruh'.
Mir ist, als hört' ich springen
Darin zwei Mädchenschuh.
Nach meiner Türe späh' ich:
Wann kommst du, kleiner Schatz?
Doch still und traurig geh' ich
Zurück auf meinen Platz.

Um jede Mittagsstunde
Klang einst ihr kecker Lauf.
Ein Lächeln auf dem Munde,
Tat sie das Türlein auf.
Ich stand schon vor dem Passe,
Die Arme ausgespannt,
Und trotz der schönsten Gasse
Ist sie hineingerannt.

Ich weiß, sie klinkt auch heute
Noch manchmal an der Tür,
Verführt durch das Geläute,
Und sucht wie einst nach mir.
Sie späht nach allen Tischen,
Ich horch auf ihren Gang,
Und doch sind Meilen zwischen
Uns zwein schon mondelang!

O Schatz, was soll dies Sehnen!?
Wir sind so weit getrennt!
Oft wünscht' ich unter Tränen,
Daß ich dich lassen könnt'.
Verbrannt ist deine Locke,
Und andre freit' ich mir.
Doch jede Mittagsglocke
Macht mich so bang nach dir! 
aus: Die singende Sünde
von Georg Busse-Palma