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Donnerstag, 31. März 2016

Ein deutscher Dichter, Christian Felix Weiße


Es gibt nicht nur die deutschen Dichter J.W. von Goethe und Fr. Schiller, deshalb werde ich mal nach andere Dichter suchen. Heute habe ich Christian Felix Weiße gefunden ...

Christian Felix Weiße wurde 1725 als Sohn von Christian Heinrich Weiße, Rektor der Lateinschule im erzgebirgischen Annaberg und Lehrer für orientalische und neuere europäische Sprachen, und dessen Ehefrau Christiane Elisabeth geb. Kleemann, geboren. Als er ein halbes Jahr alt war, zog die Familie nach Altenburg, wo er ab dem zehnten Lebensjahr das Gymnasium besuchte. Zu dieser Zeit unternahm er seine ersten lyrischen Versuche.

Später übersiedelte seine Familie nach Leipzig. 1745 bis 1750 studierte er an der dortigen Universität Philologie und Theologie.

Am 16. Dezember 1804 starb Christian Felix Weiße in Stötteritz. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Johannisfriedhof.




Die Lachtaube

Du fragst, warum diess art'ge Täubchen lacht,
Und was ihm so viel Freude macht?
Das Ding ist freylich lächerlich:
Es schnäbelt mit dem Täuber sich.

Da sieh nur hin! es schnäbelt wiederum,
Und sieht sich lachend nach uns um.
Ich glaub', es lacht uns spöttisch an,
Dass wir's ihm noch nicht nachgethan. 
Christian Felix Weiße


Liebe und Wein

Ohne Lieb' und ohne Wein
Was wär' unser Leben?
Alles, was uns kann erfreun,
Müssen diese geben.
Wann die Grossen sich erfreun,
Was ist ihre Freude?
Hübsche Mädchen, guter Wein,
Einzig diese beyde.


Helden, die des Siegs sich freun,
Fragen nichts nach Kränzen:
Sie erholen sich beym Wein
Und bey schlauen Tänzen.
Uns drückt oft des Lebens Pein,
Doch nur, wann wir dürsten;
Aber gebt uns Lieb' und Wein,
O! so sind wir Fürsten!

Christian Felix Weiße


Der geflügelte Amor

Es wartet Amor hier auf dich,
Bezaubernde Klimene!
Hier in den Büschen, wo ich mich
Nach deinen Küssen sehne;
Er nimmt oft deine Minen an,
Damit er sichrer siegen kann:
O! um geschwinder hier zu seyn,
Lass dir itzt seine Flügel leihn!
Christian Felix Weiße


Die Schamhaftigkeit
Wie schamhaft, o wie keusch ist sie,
Mein Mädchen, die kleine Blondine!
Heut in Gesellschaft küsst' ich sie,
Da sprach sie mit zorniger Mine:
Geh, Unverschämter, geh! was denkt die Welt von mir?
Heut Abends noch verlang' ich Rechenschaft von dir.

Wie schamhaft, o wie keusch ist sie,
Mein Mädchen, die kleine Blondine!
Ich kam bey Licht, und küsste sie,
Da rief sie mit drohender Mine:
Halt, Unbesonnener! der Nachbar gukt heraus!
Sie zog den Vorhang vor, ich blies die Lichter aus.

Christian Felix Weiße



Mittwoch, 30. März 2016

Kinder ...

Eine kleine Geschichte über das runterfallen von Gegenständen, was nicht immer einfach ist sie zu reparieren, oder dazu zustehen. Gut, dass ich alleine lebe und zu keinen Tricks greifen muss ...


Kinder 


Sie hörten die Kinder im Treppenhaus spielen. Im Wohnzimmer saßen die Freundinnen, tauschten den neuesten Tratsch aus, lachten darüber. Irgendwo im Haus fiel ein Gegenstand zu Boden. Es klirrte einmal. Es schepperte zweimal. Ein winziger Schrei. Ihre Freundin warf ihr einen entschuldigenden Blick zu. Wann war es schon einmal vorgekommen, dass ihre Kinder nicht etwas hätten zu Boden gehen lassen? Noch nie, sie gewöhnte sich dran. Meistens war es ohnehin ein guter Vorwand, neue Deko shoppen zu gehen. Schweigend eilten sie die Treppe hoch, in der Hoffnung, dass sich keins der Kinder verletzte hatte. Sie erreichten den langen Flur und betrachteten mit einem Seufzer das Dilemma. Der Kleinste verschwand mit einem schuldbewussten Schluchzer ins Badezimmer, den Kopf gesenkt, zog die Tür hastig hinter sich zu. Die schöne Vase, dachte sie sarkastisch. "War es wertvoll?", fragt das Mädchen vorsichtig. "Ja", murmelte ihre Mutter. Sie wusste, dass die Vase ein Erbstück gewesen war. 


Damals war es das Einzige gewesen, das sie von ihrer Großmutter bekommen hatte. Sie konnte sich nicht mehr erinnern, warum sie sich so heftig gestritten hatten. Damals. Zumindest war es schlimm genug gewesen, sie vom Millionenerbe auszuschließen. Und von jeglichen an sie persönlich gerichteten Worte. "Es wird dir Leid tun, dich nicht entschuldigt zu haben", hörte sie noch die Worte ihrer Großmutter, klar und deutlich. Sie wusste nicht einmal, was ihr hatte leid tun sollen. Sie atmete tief durch. Vorbei war vorbei. Wie auch immer - die Vase war kaputt, die letzte materielle Erinnerung fort.
Vielleicht war es besser so. Die Vase hatte ohnehin nur Melancholie ausgelöst. Sie war von so schlechter Qualität gewesen, dass sie sogar aussah, als wäre sie schon einmal zerbrochen gewesen und wieder zusammengeflickt worden. Ihre Freundin ging, um einen Besen zu holen. Langsam sammelte sie die Scherben auf. Reparieren ist zwecklos, dachte sie. 

Sie sah Kratzer in der Innenseite. War sie vielleicht tatsächlich schon einmal zerbrochen? Kopfschüttelnd nahm sie die größte Scherbe in die Hand und betrachtete die seltsamen Muster als hätten sie ein Schema. Made in China, dachte sie noch, dann entzifferte sie die Worte. Es tut mir Leid. Oma.

Diese Geschichte habe ich von "geschichten-zum-nachdenken.de,
so kann man es auch machen ...





Dienstag, 29. März 2016

Ein närrischer Tag ...

Heute scheint die Sonne schön, der Wind pfeift seine Lieder, ich kann es an den Ästen sehn, der Takt geht auf und nieder. Drum möcht' auch ich gern fröhlich sein, und mich daran erfreuen, es wartet schon ein Gläschen Wein, dazu sing' ich nun Lieder. Nein, nicht laut, nein auch nicht schön, nur jetzt mir zum Gefallen, sonst könnt es sein, dass einer sagt, es hört sich an wie Lallen. 



Die stumme Schöne

Als ich die junge Clitia
Schön, wie ein Tag im Frühling, sah,
Rief ich: welch reizendes Gesicht!
O Schade! dass sie doch nicht spricht!


Sie sprach, und nun war ich ganz Ohr,
Kaum stammelt sie zwei Worte vor;
So rief ich: welch ein schön Gesicht!
Nur ewig Schade! dass sie spricht.


Autor: Christian Felix Weiße

Die Flöhe und die Läuse

Die Flöhe und die Läuse.
die hatten sich beim Schopf
Und kämpften gar gewaltig
Auf eines Buben Kopf.
Das nahm der Bube übel
Und haschte Floh und Laus
Und macht' mit seinem Nagel
Den Kämpfern den Garaus.
Ich und mein Lieb, wir kosten
Auf meines Nachbars Land -
Hätt bald der grobe Schlingel
Uns beide untergerannt.


Autor: Theodor Storm



Ode auf das Schwein

Heil dir, geborstetes
Ewig geworstetes,
Dutzend geborenes
Niemals geschorenes,
Liebliches Schwein.


Dichter begeisterst du,
Eicheln bemeisterst du,
Alles verzehrest du,
Christen ernährest du,
Gütiges Schwein.



Heil dir drum, ewiges,
Immerfort schäbiges,
Niemals gereinigtes,
Vielfach gebeinigtes,
Liebliches Schwein.


Autor: Aloys Blumauer

Zahnschmerz

Das Zahnweh, subjektiv genommen,
ist ohne Zweifel unwillkommen;
doch hat's die gute Eigenschaft,
dass sich dabei die Lebenskraft,
die man nach außen oft verschwendet,
auf einen Punkt nach innen wendet
und hier energisch konzentriert.
Kaum wird der erste Stich verspürt,
kaum fühlt man das bekannte Bohren,
das Zucken, Rucken und Rumoren,
und aus ist's mit der Weltgeschichte,
vergessen sind die Kursberichte,
die Steuern und das Einmaleins,
kurz, jede Form gewohnten Seins,
die sonst real erscheint und wichtig,
wird plötzlich wesenlos und nichtig.
Ja, selbst die alte Liebe rostet,
man weiß nicht, was die Butter kostet,
denn einzig in der engen Höhle
des Backenzahnes weilt die Seele,
und unter Toben und Gesaus
reift der Entschluss: Er muss heraus!


Autor: Wilhelm Busch

Aus meinem Kopf muss der Unsinn heraus, den ich in mir trage, auch wenn mein Zahn sich leicht bemerkbar macht und der Zahnarzt wohl auf mich wartet. Es ist eben ein Tag, wo ich Lust auf Quatsch habe. Nicht mehr und nicht weniger ...
Herzlichst Margot


Montag, 28. März 2016

Der Aschenstocherer

Nun ist Ostern vorbei und das Leben geht normal weiter, bis der Monat Mai kommt, hier haben wir wieder 5 Feier-Tage. Vom Wetter her gesehen, werden sie auch besser sein, als jetzt zu Ostern. Ich werde wieder auf den Balkon können und hier meine Märchen lesen, eingerahmt von meinen Blumen. Ich stelle es mir schön vor ... muss aber erst die Blumen pflanzen. :-)

Der Aschenstocherer


Es war einmal ein Mann, den nannte man den Aschenstocherer. Er war schrecklich faul und träge, tat nichts, saß den ganzen Tag am Herd, hielt ein Stöckchen in der Hand und stocherte in der Asche herum.

Eines Tages sagte seine junge Frau zu ihm: "Mann, steh auf und arbeite! Bringe etwas ins Haus und rühr dich, sonst kann ich nicht mehr bei dir bleiben!"

Aber auch das half nicht. Der Aschenstocherer blieb am Herde sitzen und tat keinen Schritt aus dem Haus. Zu Ostern entschloss er sich endlich, in die Kirche zu gehen. Als er aber nach dem Kirchgang nach Hause kam, fand er die Türe fest verschlossen. Seine Frau hatte aus Ärger über ihn das Haus verbarrikadiert und ließ ihn nun nicht mehr herein. Da bat er sie um einen frischen Käse, um eine Ahle und um einen Schlauch voll Asche. Diese drei Dinge reichte sie ihm aus dem Fenster, er nahm sie und zog von dannen. Ob er weit oder nicht weit gekommen war, wissen wir nicht, aber er kam jedenfalls an einen großen Fluss. Am anderen Ufer sah er einen riesigen Dew sitzen. Der Teufelsunhold trank gerade mit großer Gier aus dem Flusse. Dem Aschenstocherer wurde es angst und bange. Was sollte er tun? Es gab nur zwei Wege, entweder nach Hause zu seiner Frau zurückzukehren und um Einlass zu bitten oder sich dem Riesen anzuschließen. Sicherlich würde ihn, so dachte er, der Unhold mit den Krallenhänden und Krallenfüßen zum Frühstück verspeisen. Der Aschenstocherer dachte hin und dachte her und dachte schließlich einen guten Plan aus: Mit seiner Ahle stach er ein Loch in den Schlauch mit der Asche, schwang diesen Schlauch aus Ziegenhäuten in der Luft umher und machte damit einen fürchterlichen Staub. Der Riese wunderte sich, diese Sache kam ihm nicht geheuer vor. Er wollte den Aschenstocherer auf die Probe stellen, zeigte ihm einen Stein und forderte ihn auf, Wasser aus einem Stein zu drücken. Der Aschenstocherer nahm schnell seinen Käse aus der Tasche, drückte ihn, so fest er konnte, bis das Wasser herauslief und rief dem Riesen zu: "Hör mal, du da drüben, komm mal her und lass mich auf deine Schultern steigen. Ich will über den Fluss, möchte mir aber die Füße nicht naßmachen!"

Der Riese gehorchte, kam über den Fluss, nahm ihn auf die Schulter und rief: "Oh, du bist so leicht wie ein Federwisch!"

"Das ist bloß", sagte der Aschenstocherer, "weil ich mich mit einer Hand am Himmel halte. Wenn ich loslasse, dann kannst du mich gar nicht tragen."

"Lass doch einmal los!" sagte der Riese.

Da stach der Aschenstocherer dem Riesen mit seiner Ahle in den Hals. Der Riese schrie fürchterlich und bat ihn, sich doch wieder am Himmel festzuhalten.

Als sie den Fluss überquert hatten und am anderen Ufer angekommen waren, sagte der Riese: "Jetzt steige herunter, bald ist Mittagessen!"

Der Aschenstocherer erschrak. Dies half aber nichts, er musste herunter. Bald kamen sie zum Hause des Riesen, dass dem Aschenstocherer gleich sehr gut gefiel. Im Backofen lag ein ungeheurer Laib Brot. Der Riese sagte, er müsse jetzt für das Mittagessen sorgen und trug auf, den Brotlaib rechtzeitig umzudrehen, damit er nicht verbrenne. Als der Aschenstocherer sah, dass eine Seite schon recht knusprig und braun geworden war, wollte er den Laib umdrehen. Mit beiden Armen wuchtete er den Laib hoch, er stemmte ihn mit seinen Schultern, aber er vermochte ihn nicht umzuwenden. Im Gegenteil, der Aschenstocherer rutschte aus und geriet unter dem Brotlaib im Backofen. Wie er sich auch anstrengte, er konnte sich von dem gewaltigen Gewicht nicht befreien und wäre bald selbst mitgebacken worden, wenn nicht die Riesen nach Hause gekommen wären. Als sie ihn unter dem Laib liegen sahen, wunderten sie sich sehr und fragten ihn, was er da treibe. Der Aschenstocherer gab zur Antwort: "Ich hatte Bauchweh bekommen. Da hilft bei mir immer ein warmer Brotlaib am besten. Ihr könnt aber den Laib jetzt schon herausnehmen, mir ist schon wieder besser!"
Dann brauchten die Riesen Wein zum Mittagessen. "Wenn du ein guter Gesell sein willst", sagte einer der Riesen zu dem Aschenstocherer, "dann hol Wein für uns, draußen im Hof ist ein Weintonne."

Und er stellte einen riesigen Krug vor den kleinen Gast hin. Als der Aschenstocherer den riesigen Krug sah, bekam er ordentlich Angst, aber er nahm ihn in beide Arme und ging doch mit ihm hinaus. Die Riesen warteten lange auf seine Rückkehr. Schließlich wurde es ihnen doch zu lange und sie gingen selber hinaus, um zu sehen, wo er mit dem Kruge bleibe. Da sahen sie, dass der Aschenstocherer die große übermannshohe Weintonne ausgraben wollte und schon fest beim Schaufeln war.

"Ja, was treibst du denn da?" fragten ihn die Riesen.

Der Aschenstocherer gab zur Antwort: "Was soll ich denn immer mit dem kleinen Krug hin- und herlaufen? Ich glaube, es ist gescheiter, ich nehme die ganze Weintonne heraus!"
Die Riesen schauten sich betroffen an und dachten, wenn wir zu neunt kaum die leere Weintonne schleppen können, und der will sie voll hereintragen, dann ist die Sache nicht mehr geheuer. Also füllten sie den Krug selbst und setzten sich zum Essen hin. Einer der Riesen musste husten. Da warf der Luftzug den Aschenstocherer an die Decke. Er hielt sich oben am Deckenbalken fest. Es sah aus, als sitze er oben an einem Tisch beim Würfelspiel. Alle schauten verwundert zur Decke und fragten ihn: "Was tust du denn da oben?"

"Ich ziehe den Stecken aus der Decke, um euch die Seiten ein wenig zu schmieren. Wie könnt ihr es wagen in meiner Gegenwart zu husten. Ich werde euch Anstand lehren!"

Da erschraken die Riesen zutiefst und sprachen zueinander: "Das nennt der einen Stecken und wir können zu neunt kaum so einen Deckenbalken schleppen!"
Der Schrecken war ihnen so in die Glieder gefahren, dass sie ihr Haus verließen und in alle Winde davonrannten. Da richtete sich der Aschenstocherer in dem verlassenen Hause der Riesen behaglich ein.
Auf der Flucht traf einer der Unholde einen Fuchs.
"Wo läufst du denn hin, Dew, was ist mit dir los?" fragte der Fuchs.
"Wohin soll ich laufen?" antwortete der Unhold, "zu uns ist ein Mensch ins Haus gekommen, der hätte uns beinahe alle verschluckt!"

Der Fuchs hielt sich den Bauch vor Lachen, als der Riese ihm die Geschichte erzählte.
"Aber nein, das ist ja zu lustig! Das ist ja der Aschenstocherer, den seine Frau aus dem Haus gejagt hat, weil er so faul war! Ich kenne die beiden ganz gut. Alle Hennen habe ich ihnen gestohlen. Und ihr habt euch vor diesem Faulpelz gefürchtet?"
"Das glaube ich dir nicht", sagte der Riesenkerl.
"Du kannst ja selber sehen! Komm nur! Hier, ich komme mit, binde mich mit diesem Strick an! Ich renne nicht davon!" So sprach der Fuchs, band sich selbst den Strick um und schlang das andere Ende um den Leib des Riesen. Beide kehrten nun zur Behausung der Riesen zurück. Der Aschenstocherer erschrak zuerst, als er die beiden kommen sah, überlegte aber und fasste sogleich wieder Mut.

"Du wagst es, elender Kerl", herrschte er den Fuchs an, "mir nur einen einzigen Riesen zu bringen, alle zwölfe sollst du doch fangen, na warte, du Bursche!"

Der Riese erschrak bei diesen Worten so fürchterlich, dass er einen großen Sprung machte, den Strick zerriss, der ihn mit dem Fuchs verband, und bis hinter alle Berge davonlief. Der Aschenstocherer aber ergriff Besitz von allem, was ihm Hause war, lud die ganze Habe der Dews auf Kamele und machte sich mit allen Gütern dieser Riesenunholde auf den Weg zu seiner Frau. Die ließ es gelten, und seit diesem Tage lebten sie in Lust und Freude miteinander.

Dieses Märchen stammt aus Georgien von GeoBine.


Wünsche euch eine schöne Woche mit wunderschönen Momenten.




Sonntag, 27. März 2016

Bin nicht da ...


Hallo ihr Lieben ... 



... wünsche euch weiterhin einen schönen Tag.









Herzliche Ostergrüße, Margot.

Freitag, 25. März 2016

Ein Lächeln zu Ostern ...

Nun steht Ostern vor der Tür und ich möchte euch mit einem Lächeln in diese Ostertage schicken. Dazu gehören ein paar Witze, die ihr hoffentlich noch nicht kennt. Ich werde mir wahrscheinlich die 3 Tage frei nehmen und hoffe, ihr könnt euch auch entspannen, es würde mich  freuen.


Nun denn ...

„Wie wirkt sich der Vollmond auf ihr Sexualleben aus?“
„Positiv, ich kann meine Nachbarn viel besser erkennen.“


Auf der Fete der Vampire herrscht eine tolle Stimmung. Fragt ein Gast: „Wo habt ihr denn die tolle Bowle her?“
„Geklaut! Alles Blutproben vom Polizeirevier!“

Jeder Mensch auf der Welt hat einen Traumkörper!
Meiner ist nur mit Speck ummantelt, damit er nicht friert!

Wozu brauchte man eigentlich Erdnüsse, als es noch kein Fernsehen gab?


Wer wird Millionär, letzte Frage für die Million:
„Ist Ihre Frau rasiert?“
Der Kandidat: „Ich nehme den Telefonjoker
und rufe meinen besten Freund an!“

Ich schaue in die Sonne und sehe Dich!
Ich schaue aufs Meer und sehe Dich!
Ich schaue in die Sterne und sehe Dich!
Verdammt! Geh mal zur Seite!

Der Arzt zum Studenten:
Wie oft muss ich dir noch sagen,
dass du die Instrumente
und nicht den Patienten sterilisieren sollst?

Ein Pferd, eine Kuh, ein Schaf und ein Hund spielen Poker. Das Schaf gewinnt immer. Dagegen ist der Hund schon pleite. Sieht ein Schwein zu und fragt: „Wieso verliert der Hund denn immer?“ „Ja, er ist leicht zu durchschauen“, meint das Schaf, „jedes Mal, wenn er ein gutes Blatt hat, wedelt er mit dem Schwanz!“


Sitzen zwei Frösche auf einem Stein. Es fängt an zu regnen. Sagt der eine Frosch zum andern:  „Lass uns ins Wasser springen, dann werden wir nicht nass.“

In der Kirche liegen ein paar Schlittschuhe. „Wem gehören die denn?“, fragt der Pfarrer den jüngsten Messdiener. „Na wahrscheinlich den Eisheiligen!“

Meike: „Ich liebe es, an kalten Winterabenden vor knisterndem Feuer zu sitzen. Leider hat das mein Papa verboten.” Sandra: „Warum das denn?” Meike: „Wir haben keinen Kamin!”

Was wäre, wenn Weihnachten nicht vor über 2.000 Jahren, sondern heute stattgefunden hätte? „Säugling in Stall gefunden – Polizei und Jugendamt ermitteln. Schreiner aus Nazaret und unmündige Mutter vorläufig festgenommen.“


Schimpft der Vater: „Mein Sohn, ich sage dir, wenn man will, kann man alles!“ – „Ach, wirklich? Dann versuch mal, eine Drehtür zuzuschlagen!“


,,Warum können Fische eigentlich nicht sprechen, Mami?“ – „Komische Frage, sprich du mal, wenn dein Kopf unter Wasser ist!“

Der Feriengast hinterlässt einen Zettel für die Pensionswirtin: „Heute Nacht haben in meinem Zimmer zwei Mäuse gekämpft!“ Als er wieder in der Pension ankommt, hat er eine Nachricht: „Sie haben bei meinen Preisen doch nicht wirklich einen Stierkampf erwartet?“

Zwei Strauße unterhalten sich: „Warum stecken wir eigentlich den Kopf in den Sand?“ – „Warum du das machst, weiß ich nicht, ich suche nach Öl ...“

"Mama, ich habe einen Igel gesehen!“ – „Weißt du überhaupt, wie ein Igel aussieht?“ – „Na klar, wie eine Maus mit Kaktus drauf!“


Der Lehrer  fragt : „Warum ist Strom so wichtig?“ Peter antwortet: „Wenn es keinen Strom gäbe, müssten wir bei Kerzenlicht fernsehen.“

Franz bringt aus dem Urlaub einen Papagei mit und soll ihn verzollen. Der Zöllner liest laut aus den Bestimmungen vor: „Papagei ausgestopft: zollfrei. Papagei lebendig: 300 Euro.“ Da krächzt der Vogel aus dem Käfig: „Leute, macht bloß keinen Scheiß!“

Ein Frosch humpelt mit einem dicken Verband am Teichrand herum. Fragt ihn eine Kröte neugierig: „Was ist denn mit dir passiert?“ Darauf der Frosch: „Brille vergessen, Knallfrosch geküsst! Quuaak.“

Die Nachbarn haben einen neuen Hund. „Dein Hund lügt“, behauptet Max. „Stimmt überhaupt nicht!“, protestiert der Nachbarsjunge gekränkt. „Wetten?“, sagt Max. Er beugt sich zu dem Hund hinunter, faucht und sagt: „Wie macht die Katze?“ „Wau, wau!“, antwortet der Hund. „Siehste!“, sagt Max und schaut den Nachbarsjungen triumphierend an.

„Warum musstest du heute nachsitzen?“, fragt der Vater. „Ich habe mich geweigert, jemanden zu verpetzen.“ „Das war aber fair von dir, worum ging es denn? „Unser Lehrer wollte wissen, wer Julius Cäsar ermordet hat.“

Sohn: „Mama, ich habe eine gute Nachricht für dich! Du hast mir doch zehn Euro versprochen, wenn ich eine Drei schreibe in Mathe. Die gute Nachricht ist, dass du schon wieder Geld gespart hast!“

Eine Katze geht in ein Fitnesstudio. Da wird sie von einem Mann gefragt: „Was machst du denn hier?“ Die Katze: „Ich habe gehört, dass man hier einen Muskelkater bekommen kann.“

Der Lehrer zum Schüler: „Und, wo warst du im Urlaub?“ Schüler: „Auf dem Popocatépetl." Lehrer: „Sei so lieb und schreibe das mal für uns an die Tafel.“ Schüler: „Äh ... ich glaube, es war doch die Zugspitze.“


Treffen sich zwei Freunde. Sagt der eine: „Schon gehört? Im Wald hat gestern ein Jäger einen Jogger angeschossen!“ – „Echt?" – „Ja. Auf dem Jogginganzug stand ,Reebock'.“

Die Kollegin fragt die Sekretärin: „Mensch, du siehst ja super erholt aus. Warst du in Urlaub?“ – „Ich nicht, aber der Chef!“

„Na hören Sie mal“, beschwert sich die Kundin im Second-Hand-Laden, „der Anzug, den ich hier letzte Woche gekauft habe, war voller Motten!“ – „Ja glauben Sie denn, für das Geld bekommen Sie Schmetterlinge?“

Im Mathe-Unterricht fragt die Lehrerin Anna: „Wie viel ist sechs mal sechs?“ „Dreißig!“ – „Und was hältst du von sechsunddreißig?“ – „Sind wir hier in der Schule oder auf einer Versteigerung?“


Wie bringen in Österreich die Eltern ihren Babys am schnellsten das Sprechen bei? Sie baden die Kinder im Wörthersee.

Kevin hat im Hausflur 20 Euro gefunden und liefert sie bei seinem Vater ab. „Papi", sagt er, „eigentlich stehen mir doch jetzt zehn Prozent Finderlohn zu." Meint der Vater entrüstet: „Das kommt gar nicht infrage. Hier hast du fünf Euro, das muss reichen.“

Ulli kommt vom Fußballtraining nach Hause und jubelt: „Mami, Mami, ich habe heute zwei Tore geschossen!“ – „Und wie ging das Spiel aus?“ – „Eins zu eins.“

Hanna fragt: „Du, Papi, wie hieß die Schwiegermutter von Adam?“ Papa brummelt: „Adam hatte keine Schwiegermutter. Er lebte im Paradies!“


Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest bei schönstem Wetter.
Sollte es kein schönes Wetter geben, dann macht es euch in eurer Wohnung gemütlich, auch hier kann es schön werden.

Herzlichst Margot.

Donnerstag, 24. März 2016

Das ewige Leben – keine Ostergeschichte


Diese Geschichte, die ich auch für euch aufschreibe, habe ich der Leselupe.de entnommen. Sie wurde im Juli 2003 von Haget eingestellt. Er hat noch bis 2011 schöne Geschichten im Internet geschrieben, die ihr bei Leselupe.de, nachlesen könnt.  



Das ewige Leben – keine Ostergeschichte

Ich habe mit Lisa am Waldrand drei Häschen gesehen. Sie waren gar nicht bange, als sie uns sahen; erst als wir näher kamen sind sie in ihren Höhlen verschwunden.“ Franzi war mit ihren schmutzigen Schuhen gerade quer durch die frisch geputzte Diele gleich zu mir in die Küche geeilt – mit vor Aufregung hochrotem Gesicht. Zahme und wilde „Häschen“ haben es ihr eben angetan und natürlich weiß sie längst, dass es tatsächlich Kaninchen sind.


Franzi ist nun ja schon in der dritten Klasse und meine jüngste Enkelin Lisa, mit der sie das Häschen-Erlebnis hatte, ist vor drei Monaten auch eingeschult worden.
Mir bringt Franzis aufgeregte Erzählung einen Ausspruch in Erinnerung, den sie in der Osterzeit machte: „Eigentlich war der Osterhase echt cool.“ Alles, was uns früher großartig oder – später schon viel moderner – große Klasse dünkte, ist heute über „geil“ zu „cool“ oder - gesteigert - „echt cool“ geworden. Ob kinderlose Erwachsene auch in früheren Jahren einen Dolmetscher brauchten, um sich mit Kindern zu unterhalten?

Den „echt coolen Osterhasen“ erklärte Franzi mir damals so, dass es viel schönere Osterzeit gewesen sei, als noch der Hase mit seiner Kiepe durch die Fantasien hoppelte und ganz real zu bunten Eiern begehrte Schokoladenfiguren und andere Süßigkeiten versteckte. Gut, diese Gaben kamen auch heute noch am Ostertag, aber eben viel nüchterner. Erst der Osterhase hatte Ostern wirklich zu dem wunderbaren Fest gemacht.
Kaum anders war es mit Weihnachten. Die Spannung, welche Geschenke es wohl geben würde, war geblieben; auch der geschmückte Weihnachtsbaum war noch interessant, durfte man ihn doch nun auch selbst mit schmücken.
Aber mit dem Glauben an Weihnachtsmann & Co war auch eine ganze Märchenwelt zerstiebt, alles war nun nüchterner, sachlicher, materieller geworden. Die unvermeidliche Erkenntnis, dass die mit so vielen Geschichten, Liedern und Gedichten umrankten Figuren Christkind(le), Weihnachtsmann, Nikolaus, Knecht Ruprecht und die vielen sonstigen teils geflügelten Helfer - wie auch der Osterhase - nur in der Fantasie existiert hatten, ähnelte der Vertreibung aus dem Paradies. Sie hatten von dem Apfel der Erkenntnis gegessen und es gab kein Zurück mehr.

Franzi und Lisa spielen nun nebenan. Die Barbi-Puppe hat Hochzeit und Lisa ist der Bräutigam. Fantasie macht eben vieles möglich.

Meine Fantasie schweift in die eigene Kindheit und Jugend zurück, als mir ein anderes Paradies genommen wurde. Ich war elf oder zwölf Jahre alt und ging „auf die höhere Schule“. Es war die Nachkriegszeit und da viele aus den zurückliegenden Nazijahren „belastete“ Lehrer ausge-siebt worden waren, wurden die noch übrigen dringend gebraucht und unterrichteten teils noch im Pensionsalter weiter. Unser Religionslehrer Sprick war schon neunundsechzig und stammte für uns aus längst vergangenen Ur-Zeiten. Für mich allerdings war er ein höchst sympathischer Mann, ähnelte er doch sehr der Erinnerung an meinen im Kriege verstorbenen Großvater.

In einer seiner ersten Unterrichtsstunden bei uns bekam er auf seine Frage: „Was bedeutet Gott?“ nicht die gewünschte Antwort. Daraufhin mussten alle der Reihe nach ihre Ansicht dazu sagen. Als ich dran kam, waren die besten Antworten schon „weg“:
„Gott ist im Himmel und beobachtet uns.“
„Gott sitzt auf seinem Wolkenthron und schickt uns seine Engel.“
„Gott sorgt dafür, dass wir nur Gutes tun und bestraft Ungehorsam.“

Herr Sprick wollte aber ganz offensichtlich etwas ganz anderes hören. Meine wohlüberlegte Antwort – ich hatte gut Zeit zum Nachdenken gehabt – brachte ihn dann von Engeln und Himmel wieder auf die Erde zurück: „Gott ist in unserem Kopf.“
Ich habe später oft über meine Antwort nachgedacht. Über die Bibel und die christliche Glaubensgeschichte wussten wir damals noch nicht sehr viel; es war alles eher märchenhaft. Und ich wollte ausdrücken (wenn das mit im Himmel Sitzen denn nicht erwünscht war!), dass Gott als unser Gewissen in uns wirkt. Und diese Antwort vertrieb mich aus dem Paradies. Denn die Hand des von mir so verehrten Herrn Sprick landete an meinem Sitz Gottes – ich erhielt eine damals noch übliche kräftige Ohrfeige. Und Herr Sprick sah und war plötzlich meinem Großvater so gar nicht mehr ähnlich.

Ich denke heute, meine Antwort war nur der letzte kleine Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen brachte. Die gewünschte Antwort übrigens: „Gott bedeutet GUT.“

Meine Gedanken schweifen weiter zu einem ähnlichen Ereignis während der Unterrichtsstunden bei unserem Pastor als Vorbereitung zur Konfirmation. Die Bibel war uns längst näher gebracht worden und ich hatte keinerlei Zweifel an einem Gott irgendwo über uns allen. Aber ich hatte auch Fantasie genug, um für mich zu erkennen, dass z. B. die Entstehungsgeschichte und die von Adam und Eva nur etwas versinnbildlichen sollen. Ich nahm sie nicht wörtlich sondern als gute Umschreibung eines viel komplizierteren Vorgangs. – Das Wort „Metapher“ war mir damals sicher noch nicht geläufig.
Aber mir gefielen solche phantasievoll umschreibende Erklärungen. Warum sollte man von einem Gott, der über uns alle wacht, über uns thront und richtet, nicht sagen, er wohne oder sei „im Himmel“? Damit hatte ich kein Problem. Und wollte eigentlich ähnlich argumentieren, als auch hier eine Frage kam wie Jahre vorher von Herrn Sprick: 
„Was bedeutet dir Gott?“ 
Meine Antwort - ich weiß sie fast noch wörtlich - war durchaus von tiefem Glauben getragen:
„Gott mit Jesus und seinen vielen Helfern ist wie der Weihnachtsmann mit seinen Gesellen. So lange man fest glaubt fühlt man sich gut und glücklich.“

Zu weiteren erklärenden Ausführungen bekam ich keine Zeit. Der Herr Pastor hatte keine Freude an meinem Vergleich und verwies mich ins Nebenzimmer. Ich musste dort das Ende der Unterrichtsstunde abwarten und erhielt dann eine Privat-Predigt. Er hat auch später meine ergänzenden Erklärungen wohl nie akzeptiert oder verstanden. 

Und egal, was ich sonst heute glaube oder nicht. Ich bin überzeugt, dass der von Franzi angeführte „coole Osterhase“ zeigt, dass meine Enkelin einmal denken und sein wird wie ich, dass es auf diese Weise ein ewiges Leben gibt.


Herzlichst Margot.

Mittwoch, 23. März 2016

"Diese Jugend heutzutage."

Heute muss ich an Worte denken, die ich in dieser Woche aus dem Mund einer älteren Dame hörte ..."Diese Jugend heutzutage."
Diese Worte habe ich schon mehrmals gehört und jetzt hat es mich interessiert, was Generationen vor uns über die Jugend sagte und fand Folgendes. Beachtet bitte die Jahreszahlen des Gesagten. 



Eine kleine Auswahl:





"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos.
Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern.
Das Ende der Welt ist nahe."
(Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)

"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes,
wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt.
Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."
(Aristoteles) 

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.
Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor
älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.
Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die
Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sokrates (470 - 399 v. Chr.)

» ...die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie
auf, in Wort und Tat.«
Platon (427 - 347v.Chr.) »Der Staat«

580 n.Chr. schreibt Gregor von TOURS, »...daß man die Flammen der jugendlichen Leidenschaft nur mit Hilfe der
klösterlichen Aufsicht und einer strengen Disziplin besiegen könne.« 

1250 vertritt Vincent von BEAUVAIS die Auffassung, 
»...wenn der Knabe ... ins Jünglingsalter tritt, so hat er auch dann, weil sich dieses Alter ebenso leicht dem Bösen
zuneigt, den Zügel der Zucht nötig...«


»Die Welt macht schlimme Zeiten durch.
Die jungen Leute von heute denken an nichts anderes als an sich selbst.
Sie haben keine Ehrfurcht vor ihren Eltern oder dem Alter. Sie sind ungeduldig
und unbeherrscht. Sie reden so, als wüssten sie alles, und was wir für weise halten, empfinden sie als Torheit.
Und was die Mädchen betrifft, sie sind unbescheiden und unweiblich in ihrer Ausdrucksweise, ihrem Benehmen
und ihrer Kleidung.« Mönch Peter, 1274

»Das Sittenverderben unserer heutigen Jugend ist so groß, dass ich 
unmöglich länger bei derselben aushalten kann. Ja, oft geschieht es, dass die nicht in Schranken 
gehaltene oder nicht gebührend ausgetriebene Zuchtlosigkeit eines einzigen Jünglings von ungesunder Triebkraft 
und verdorbenen Auswüchsen auch die übrigen noch frischen und gesunden Pflanzen ansteckt.« (18. Jahrhundert)


1852 heisst es in einem Regierungsbericht: »Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß bei der Schuljugend die 
früher kundgegebene Anständigkeit und das sittliche Benehmen ... mehr und mehr verschwinde.«

Wenn ich diese Zeilen lese, finde ich keine Unterschiede zur heutigen Zeit. Wir urteilen sehr schnell und unüberlegt über unsere Jugend. Ist sie wirklich so schlecht, wie wir immer tun? Ich glaube nicht, wie ich es selbst erfahren habe. Es gibt auch viele nette und höfliche junge Menschen. 



Herzlichst Margot